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Französisch-Guayana liegt an der Nordküste Südamerikas. z
ischen Surinam im Westen und Brasilien im Süden und Osten. Es
ist das größte tranzösls he (Übersee-) Departement, und das
östliche der 3 "Guayanas".
Das Land ist zu 90% von tropischem Regen- wald bedeckt und
wird von großen Flüssen, mit zahlreichen Stromschnellen und
Wasserfällen rsauts") durchzogen. Nur die Küstenregion ist
bewohnt. Der Küste, mit ihren Mangrovesümp- fen und teils
feinsandigen Stranden. sind zahl- reiche Felseninseln
vorgelagert.
Die Landesgrenzen bilden im Westen der Maro- nl-Fluß, im Osten
der Oyapok und im Süden das Hügelland von Tumuc-Humac
(Granithügel). eine Wasserscheide zu Brasilien.
1604 besiedelten Franzosen das Gebiet auf der Calfenne-Insel.
1817 wurde das Gebiet zwi- schen PAaroni und Oyapok
französischer Besitz. 1946 Departement. 1974 mit eigener
Venval- lung.
In der charmanten Hauptstadt Cayenne und den übrigen Städten
und Siedlungen erkennt man die ethnische Vielfalt der
Einwohner (Ureinwoh- ner. Schwarze. Inder. Chinesen, Asiaten,
Kreo- len. Europäer und Südamerikaner).
Das Land bietet ideale Voraussetzungen für Urwaldexpeditionen.
Über 500 verschiedene Orchideen, 500 Baumarten und über 700
Tier- arten kommen hier vor (Jaguar. Ameisenbär. Affen,
Rotwild, Faultier, Lederschildkröten, schwarze Kaymane.
Schlangen. Papageien, Tukane, Schmetterlinge).
Vor dem Besuch der sehenswerten Indianerdör- fer im Gebiet
Haut Maroni und Haut Oyapok sind Sondergenehmigungen beim
Präfekten einzuholen.
Das Landesinnere wird von den Nachkommen der Ureinwohner
bewohnt und den "Neg Mar- rens", Nachfahren der im letzten
Jahrhundert geflohenen Plantagen-Sklaven, deren ärmliche
Hütten die Ufer der Flüsse säumen (siehe auch -Buschneger" in
Surinam).
Vom Haupthafen St. Laurent, an der Mündung des Maioni, gibt es
Grenzverkehr nach Albina, Sunnam. Im bewohnten Küstenbereich
verkeh- ren Kleinbusse. ins Landesinnere empfehlen sich Boot
und Flugzeug.
Cayenne wird I ternational angeflogen (reger Verkehr mit der
'französischen' Karibik). Cayenne
Die an der Küs e gelegene Hauptstadt bietet eine Vielzahl
kolonialer Architektur. Die z.T. unter Denkmalschutz
stehenden. 2-4-geschos- sigen Bauten, mit ihren
Lamellen-Fenster- und Türläden, Terrassen und den Vordächern,
ent- sprechen weitgehend den Vorstellungen, die ein
europäischer Besucher von einer Hafenstadt in den Tropen hat,
wenn auch Frankreichs (und der EG) Einfluß bezüglich der
Modernität und Infrastruktur deutlich spürbar ist.
An der Mündung des Flusses Mahury liegen am Ostrand von
Cayenne die Ruinen des Küsten- forts Diamant.
Beeindruckend ist auch die Vielfalt der Küche Cayennes,
bedingt durch die ethnische Vielfalt seiner Bewohner.
Amazonlen
Heutzutage ist es leichter, den Legenden von Amazonien
nachzuspüren.
Motorisierte Kanus, Busse (aircondition), Flug- zeuge und
Helikopter (da es keine Straßen dort- hin gibt) befördern
Besucher in den tropischen Regenwald, der hier 'Frankreichs
größten und kompaktesten Wald darstellt.
Entlang der Flüsse liegen die Pfahldörfer der Neg Marrons, die
Menschen leben von der Jagd. dem Fischfang und Gemüseanbau.
Besucher werden auf schmalen Motor-Pirogen gefahren, die
zahlreichen Wasserlälle erfordern höchste Präzision für den
Bootshihrer. Während der Trockenzeit (Juli-Dez) müssen die
Kanus an Seilen durch die hervortretenden Fel- sen manövriert
werden!
Strände
Die Strände des Nordens, entlang der einzigen Küstenstraße,
sind nicht bevölkert, hier gibt es Fischerdörfer. vorgelagerte
Inseln und weite Strände, an denen sogar die Meeresschildkrö-
ten (2 m lange Lederschildkröten bei "les Hat- les') noch in
aller Ruhe ihre Eier legen können. Kuller
Kultur und Traditionen der jetzigen Bewohner (neben einer
ethnischen Vielfalt hauptsächlich
Nachlahren der Negersklaven) haben sich z.T. erhalten. Die
Küche ist, neben französisch. natürlich kreolisch und man
trinkt -planteur (plante• punCh) und "ti-punch" (1;5
Zuckerrohrsirup, 4/5 Rum. mit grüner Zitronenschale garniert).
Der Karneval. zur gleichen Zeit wie der europäische, nimmt den
in diesem Teil der Welt einen wichtigen Stellenwert ein.
überall auf den Straßen tanzen die "toulgulous" (maskierte
Frauen) bis zum "viele", dem Ende der Show, wenn ein Orchester
auf einem Traktor durch die Straßen zieht. und die tanzende
Menge einsammelt.
Kourou. bekannt als Abschußbasis der europaischen
Ariane-Raketen, Ist Ausgangspunkt für BoOlsausflüge zur Ile du
Dlable. Von 1852- 1945 gab es zahlreiche Sträflingslager (Bam.
über 50.000 starben hier im Laufe der Jahrzehnte), wovon die
Teufelsinsel (1938 geschlossen) die berüchtigtste war. 'Grüne
Guilloutine" wurde Guayana auch genannt, die Guilloutine für
zum Tode verurteilte stand auf
der lie Royale. Durch den Roman und Film "Papillon", über den
angeblichen Spion Alfred Dreyfus, wurde sie weltbekannt. St.
Laurents Stadtbild prägen noch heute z.T. die Häuser mit den
von Sträflingen gebrannten Ziegeln.
Die Teufelsinsel ist die nördlichste der 3 Iles du Salut.
Keine der ehemaligen Gefängnisinseln ist länger als 1 km. der
felsige Archipel liegt gut 12 km vor Kourou, westlich von
Cayenne.
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