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    Grenada

 

   

Die Inselrepublik Grenada bildet den südlichen Abschluß der Kleinen Antillen in der Karibik.
Die Drei-Insel-Nation umfaßt, neben vielen Inselchen, noch Carriacou (8000 E) und Petit Martinique (600 E), wobei die beiden Grenadinen-Inseln 34 der insgesamt 344 qkm Fläche haben.
Grenada liegt nur 160 km nördlich vor Venezuelas Küste, 145 km nördlich von Trinidad und 250 km südwestlich von Barbados.

Die Insel ist etwas über 33 km lang, 19 km breit und vulkanischen Ursprungs. Das Innere is gebirgig, dicht bewaldet, mit zahlreichen Flüs sen und Wasserfällen. Das zentrale Bergmassiv weist eine Reihe von Vulkankratern mit Kraterseen auf, die, wenn auch mühselig, bestiegen werden können.
Die Hauptsiedlungsgebiete sind an den Küsten, besonders im Süden. Durch die Insel gibt es zwei Verbindungsstraßen.

Carriacou und Petit Martinique liegen nördlich von Grenada und sind ebenfalls vulkanische Regenwaldinseln.
Kolumbus entdeckte Grenada auf seiner dritten Reise 1498, fuhr allerdings nur vorbei und nannte es Conception.
1609 etablierten die Briten den ersten Stützpunkt auf der Insel, wurden aber bald von den Ureinwohnern, den kriegerischen und kannibalischen Cariben, verjagt.
In den Kolonialkriegen des 18. Jh. wogte der Kampf um die Insel zwischen Briten und Franzosen, bis es 1783 unter britische Herrschaft kam. Am 7. Februar 1974 wurde Grenada unabhängig. Am 19. Oktober 1983 führte die Regierungsübernahme des Militärs zur US-geführten Invasion Grenadas, am 15. Nov. desselben Jahres setzte eine Interimsregierung die Geschäfte fort, seit 1984 gibt es wieder freie Wahlen.
Grenada hat tropisches Klima, durch Passatwinde gemildert. Heißeste Jahreszeit ist der Sommer (Regenzeit), im Winter kann es schon mal kühler werden. Durch seine Nähe zum südamerikanischen Kontinent liegt es außerhalb des Haupt-Hurrikan-Gürtels.
Hauptwirtschaftszweig, neben dem jetzt aufkommenden Tourismus (die malerische Hauptstadt St. George's ist beliebter Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe), ist der Anbau von Gewürzen, besonders Muskat (1/3 des Weltbedarfs).
Die Flora umfaßt alle tropischen Pflanzenarten wie Orchideen, Hibiskus usw., die Tierwelt Vögel (Papageien) und Kleintiere.
Die beste Zeit Grenada zu besuchen ist zum Karneval - im August. Ansonsten bietet die Insel alle Karibik-Klischees wie Regenwälder, Mangroven, Blütenbäume, herrliche Palmenstrände. wobei Grande Anse, das touristische Zentrum südlich St. George's, einer der schönsten Strände der Karibik ist. Die zahlreichen Hotels und Resorts sowie Appartmentanlagen sind im Süden der Insel angesiedelt.
Die touristische Infrastruktur wird weiter ausgebaut, kein Gebäude darf allerdings höher als Palmen gebaut werden.
Großer Wert wird auf die Entwicklung der Nationalparks und den Schutz der Regenwälder und Korallenriffe gelegt.
Die Hauptstadt St. George's liegt im Süden der Karibikseite, am Nordrand der riesigen Urlauberbucht Grand Anse. Vom Airport auf der Süd- spitze erreicht man die Stadt per Bus oder Taxi. Die malerische auf zahlreichen Hügeln angelegte Hauptstadt St. George's eignet sich hervorragend für Spaziergänge. Sehenswürdigkeiten sind das georgianische York House (1801), der geschäftige Marktplatz (besonders zum Karne-val), der 1895 mitten durch die Stadt gebaute Sendall-Straßentunnel und die Forts Frederik (1791) und St. George's (1705), mit malerischen Ausblicken auf die Bucht und die Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die River Antoine Rumdestillerie (älteste in der Karibik). der Levera Nationalpark im Norden (Tauch- Inseln), der Grand Etang (See) inmitten des Regenwaldes, die 2 größten Muskatnuß-Fabriken in Gouyave und Grenville und die leicht zugänglichen Anandale-Wasserfälle (nördlich von St. George's).
Busse und die in der Karibik üblichen Minibusse, die bei Bedarf halten sowie Mietautos (auf Grenada und Carriacou) empfehlen sich für den Nahverkehr. Ausflüge können in den Hotels gebucht werden. Heiratswillige Ausländer müssen drei volle Tage in Grenada gewohnt haben, die Gebühr beträgt knapp 30 EC.
Carriacou mit seiner Hauptstadt Hillsborough, die malerisch an der gleichnamigen Bucht liegt, hat bezaubernde Strände, lichte Wälder und zahlreiche Sehenswürdigkeiten (alter Indianerbrunnen, Zuckermühle, historisches Museum und zahlreiche Ruinen alter Harrenhäuser).
Die Insel ist das Yacht- und Tauchzentrum der kleinen Republik. Es gibt den traditionellen Bootsbau, ebenso einen Yachthafen in der südwestlichen Tyrrel Bay, wo Schiffe professionell überholt werden. Hier ist auch das touristische Zentrum der Insel.
Petit Martinique ist nicht touristisch erschlossen, es kann von Carriacou aus per Boot erreicht werden.
Das ganze Jahr hindurch bietet Grenada Feste wie Regatten (Carriacou). Bootstaufen zur Fish•an's Birthday Celebration (in Gouyave), die Rund-um-die-Insel-Regatta zum Unabhängigkeitstag am 7. Februar usw.


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