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    Kolumbien

 

   

Kolumbien ist der nordwestlichste Staat Süda- merikas. grenzt im Nordwesten an Panama, im Nordosten an Venezuela und im Süden an Bra- silien. Peru und Ecuador. Gegliedert ist das Land in drei geografische Räume:
Im Nordwesten der Karibik- und Pazifikraum mit seinen feuchtheißen Küstengebieten. getrennt durch die von Süden nach Norden par- allel verlaufenden Hochgebirgszüge der West-. Zentral- und Ostkordilleren und dem sich im Osten anschließenden Tiefland. das im Südo- sten in das Amazonastiefland übergeht.
Im Hochland, am Rande der sich hier auf- fächernden nördlichen Andenausläufer liegt das Hauptbesiedelungsgebiet. hier liegen auch die drei Millionenstädte Bogota. AAedellin und Cali. 1499 entdeckte der Spanier Alonso de Ojeda die Nordküste Kolumbiens. Nach der Erringung der Unabhängigkeit unter dem Freiheitshelden Simon Bolivar 1819 zerfällt the Republik Groß- kolumbien, die die heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panama und Ecuador umfaßte, in drei Einzelrepubliken. wobei Kolumbien und Panama die Republik Neugranada bilden. die 1863 in "Vereinigte Staaten von Kolumbien" umbenannt wird. Seit 1903 ist Panama davon abgetrennt.
Hauptwirtschaftsprodukte sind Kaffee, Bana-
nen, Baumwolle. Blumen (Orchideen). Edelsteine (Smaragde) und Edelmetalle. Laut Wirtschaftsberichten erbringt der Kokainexport
mehr Erlös. als Kolumbiens Hauptexportgut Kaffee ein.
Etwa drei Viertel der Bewohner Kolumbiens leben im gemäßigten Gebiet der HOChlandtäler sowie an der Karibikküste. Die ethnische Haupt- gruppe bilden Mestizen, daneben gibt es Kreo- len. Weiße. Schwarze und Watten. Hauptsäch- lich in Reservaten leben die Reste der Urbevöl- kerung, die Indianer.
Die Tierwelt zeigt im Südosten das Spektrum des südamerikanischen Regenwaldes. Tapire, Jaguare. Wasserschweine. Ozelote, Kaimane, Affen und eine reichhaltige Vogelwelt. Wie überall in Südamerikas Regenwäldern wird die Vielzahl der Pflanzenarten weitgehend zerstört sein, bevor sie vollständig katalogisiert sein wird. In den Llanos. den Weideflächen östlich der Kordilleren, grasen Millionen von Rindern. Zentren des Fremdenverkehrs sind die "Sma- ragdküste" genannte Karibikküste, die alten Kolonlalslädte so-nie präkolumbianische Kult- stätten.
Die Verkehrsverbindungen Im Land und zu den Nachaarländern sind gut. es gibt keine vemünf- Eine Landverbindung nach Panama.
Der Rio Magdalena ist rund 1500 km schiffbar. Kolumbien wird gegliedert in 23 Departamen- tos, 4 Intendencias (wenig besiedelt) und 5 ComisarIas:
DEPARTAMENTOS
Anlioquia
Die Hauptstadt des Oepartamentos, Medaille. ist einerseits die Hauptstadt des berüchtigten Medellin-Kartells, andererseits eine der schönsten Städte der Erde. In keiner Stadt der Well kann man soviel Orchideen bewundern. alle öffentlichen Plätze und Gärten sind mit ihnen geschmückt. Die 1616 gegründete Stadt liegt auf 1500 m Meereshöhe in einem Bergtal des Rio Cauca und ist nach Bogotä die zweitgrößte Stadt des Landes. Von den Bergen. die die Stadt umgeben, hat man eine schöne Aussicht aul Medellin.
Die im 19. Jh. durch Kaffee reich gewordenen Stadt Ist heute das größte Textilindustriezentrum des Landes. Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale aus dem 16. Jh., der romanische Backsteinbau ist einer der größten der Welt. die Ermita de la Veracruz (17. Jh.), das Ethnographische Museum (präkolumbianische Geschichte). der Botanische Garten mit hunderten von Orchideenarten und die Siedlung El Poblado mit ihren Orchideengärten. Wichtige Museen sind das Kunstmuseum und das Musen Pedro Hei Gömez.
Atlänlico
Das Departamento Atlantleo liegt zwischen Magdalena Im Osten und Bolivar im Westen an der Karibikküste. Die Hauptstadt BananquIlla liegt 18 km von der Küste entfernt flußaufwärts am Rio Magdalena: die Entfernung von Bogota beträgt 1340 km. Die viertgrößte Stadt Kolumbiens. nach Bogota. Medellin und Call, Ist wichtigster Hafen aul der Atlantikseite und Binnenhafen des Rio Magdalena. aul dem Frachtgüter tief aus dem Landesinnern verschickt werden. Die Stadt wurde 1629 gegründet, ist aber erst in den letzten hundert Jahren zur Millionenstadt gewachsen. Man findet nur wenig Bauten aus der Kolonialzeit. wie in der Altstadt um die
Plaza Bolivar. Ausflüge bieten sich an in den Zoo. zur Isla de Salamanca. ein Vogelschutzgebiot mit Kranichen und Flamingos auf einer Insel. die vor der Flußmündung liegt und nm Totumo-Park mit gleichnaungern Berg und See. Der Berg sieht aus wie ein Vulkan, daher der Name "Volcan de Udo" (Schlammvulkan). von dessen Spitze unaufhörlich Schlamm herabfließt. In dem mineralstereichen Schlamm kann man baden und sich anschließend im See abspülen. Besonders ausgelassen und mit farbenprächtigen Umzügen wird der Karneval während der letzten vier Tage vor Aschermittwoch gefeiert. Carnavales de Bairanquilla sind in ganz Kolumbien berühmt.
Auf einer kleinen Schmalspurbahn kann man auf einem 8 km langen Damm zwischen Karibischem Meer und dem Magdalena-Fluß bis zur Mündung fahren (Bocas de Ceniza), wo sich das braune Flußwasser mit dem Meerwasser mischt.
Bolivar
Die Hauptstadt des Opt.. Cartagena, Ist eine historische Stadt mit prächtigen und gut erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Sie gehört zu den schönsten der Welt. Aus diesem Grund gehören der Hafen. die Befestigungen und Baudenkmale der Stadt aus dar Kolonialzeit zum UNESCO-Wellkullurerhe.
Cartagena ist die lünftgrößte Stadt Kolumbiens, sie wurde 1533 auf mehreren Halbinseln. die die große Bucht von Cartagena umschließen, gegründet. Wahrzeichen der Stadt ist die Festungsanlage San Felipe de BarajaS. die 1657 auf einer alten Festung erbaut wurde. Gegenüber auf der anderen Seite der Laguna San tante liegt die Altstadt, die von mächtigen Mauern umgeben ist. Die Gassen, Arkaden und Häuser mit barock geschwungenen Balkonen versetzen den Besucher um Jahrhunderte zurück, wenn er die Altstadt durch den Torre del Reloj (Uhrturm) betrht. Die Attraktionen der Altstadt sind die Kirche des Helligen Pedro Clever, 1603
erbaut, der Palacio de la Inunisielen (Inquisitii onspalast). ein barockes Juwel aus dem Jahre 1770 (Folterkammer kann besichtigt werden), die Casa del Marguös de Valdehoyos, ein wunderschönes Patrizierhaus mn geschnitzten Balkonen, Arkaden und blumengeschmücktem Innenhof, und das Goldmuseum.


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