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Martinique ist
französisches Überseedepartement und liegt in der Karibik,
etwa in der Mitte des Inselbogens der Kleinen Antillen (Wind-
ward Islands).
Die hügelige Landschaft steigt vom flacheren Süden zum
gebirgigen Norden an, und erreicht mit dem aktiven Vulkan Mt
Peläe (1397 m) den höchsten Punkt. Der Mt. Peläe und der
Monta- gue sind immer noch aktiv. Nur im Zentrum, Le Lamentin,
gibt es eine Ebene. 1902 brach der Peläe aus (Museum) und
begrub 30.000 Men- schen der damaligen Hauptstadt Saint Pierre
unter sich. Der einzige Uberlebende, der eingekerkerte
Gefangene Cyparis, war später Zirkus- attraktion.
Kolumbus bezeichnete die Insel als schönste der Welt.
Josephine, die Frau Napoleons, wurde hier geboren (Trois-Islets).
Kolumbus entdeckte die Insel 1494, seit 1635 ist sie, mit
britischen Unterbrechungen, franzö- sisch, seit 1946
Departement (der Lebensstan- dard des EG-Mitglieds ist
deutlich höher als der umliegender nicht-französischer
Inseln).
Die Blumeninsel hat Palmenstrände, weiße Sandbuchten,
Wasserfälle, Klippen, Bananen-, Ananas- und Zuckerrohrfelder.
Vulkanberge, sanfte Täler und unzählige Buchten bilden den
Charakter der Landschaft. Überall sieht man Martiniques
Symbolblumen, rote Anthurien und Heliconias. Kolibris,
Papageien, Bergfrösche und (auch giftige) Schlangen bilden
einen Teil der exotischen Tierwelt.
Hotels und Pensionen (Giles) gibt es für jeden
Geschmack, ebenso alle Sport- und Freizeit- möglichkeiten
(Top-Golfplatz).
Besonders schön sind das Fischerdorf Grand Riviäre, zwischen
wellengepeitschten Klippen und tropischem Urwald. Vor dem
charmanten Ort Diamant im Süden steht der Felsen Rocher du
Diamant, der Anfang des 19. Jh. von den Engländern mit Kanonen
bestückt und andert- halb Jahre den Rang eines Kriegsschiffs
hatte, im Wasser (mit Höhlen, per Boot zu erreichen), im Dunst
ist die Nachbarinsel Dominica zu erkennen. Vielfach trifft man
Einheimische, die auf Gommiers (Einbaum) zum Fischen fahren.
Der Ort Diamant hat schöne Pensionen direkt am feinsandigen
Strand, weitere Hotels an der Südküste.
Die Ortschaften an der Ostküste und im Inneren sind
ursprünglich (hier gibt es noch Hah- nenkämpfe), der Süden ist
mit seinen maleri- schen Sandstränden allerdings bereits
touristi- sche Hochburg. Mehr und mehr Pensionäre und
Geldanleger aus Europa kaufen Grund- stücke, sodaß sich die
Grundstückspreise in wenigen Jahren verzehnfacht haben!
Vis-ä-vis der Bucht von Fort-de-France liegt das Zentrum der
Urlauberindustrie Pointe du Bout, Trois Islets und
Anse-ä-l'Ane (Marina, Golf- platz). Die Atlantikküste hat hohe
Brandung (gefährlich für Schwimmer).
In Turin lebte Gauguin (Museum).
Die Hauptstadt Fort-de-France erinnert an eine mittlere
französische Großstadt am Meer, mit ihren Wohnblocks paßt sie
so garnicht in das Bild einer karibischen Inselhauptstadt. Die
Alt- stadt hat allerdings doch den erwarteten kreoli- schen
Flair, mit ihren teils noch erhaltenen kolonialen Bauten und
bunten Märkten. Das pulsierende Fort-de-France ist
Kreuzfahrt-Hafen (Segeltörns zu anderen Karibikinseln). Außer-
halb von F-d-F geht das Leben seinen eher geruhsamen
karibischen Lauf.
Der Caribbean Express (Schnellfähre) verbindet St.
Lucia-Martinique-Dominica-Guadeloupe. Passagierfrachter gehen
wöchentlich von Le Havre oder Bordeaux (10 Tage).
Flüge international und national (auch Frank- reich) zu allen
wichtigen Inseln.
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