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    Nicaragua

 

   

Nicaragua liegt in Mittelamerika und grenzt im Osten an die Karibik, im Westen an den Pazifik. Die Nordgrenze bildet Honduras, die Südgrenze Costa Rica. Die Karibikküste ist spärlich besiedelt, von Regenwald bedeckt und heißt nich umsonst Moskitoküste (Mangrove, Palmen). Der Norden hat Kiefernwälder, im Westen herr- schen Savannen vor.
Ihr vorgelagert sind die Islas del Maiz, Urlau- berinseln der wohlhabenden Nicaraguaner. Der Großteil der Bevölkerung lebt in der westlichen Pazifikregion und an der Küste.
Auf seiner 4. Reise 1502-04 von Kolumbus ent- deckt, wurde das Land 1523 erstmals von Spa- niern besiedelt. 1838 wurde es unabhängig. Baumwolle, Kaffee, der Managua- und der Nica- raguasee, über 2000 m hohe Berge, Palmen- strände an beiden Küsten geben ein Bild des Landes wieder. Nach der politischen Situation (Somoza-Diktatur, Revolution) gibt es noch keine wesentliche touristische Infrastruktur. Wirtschaftsgrundlage sind Kokospalmen und Fischerei (Langusten), für den Eigenbedarf wer- den u.a. Süßkartoffeln und Bananen angebaut. Nicaragua wird seit Neuestem nicht mehr in 16 Departamentos, sondern in 6 Regionen und 3 Spezialzonen aufgeteilt. Innerhalb der Zonen behalten die einzelnen Departments mit ihren Hauptstädten weiterhin ihre Bedeutung.
Region 1
Die Region ((legt im Bergland an der Grenze zu Honduras. Zu ihr gehören die Departments Nueva Segovia, Madriz und Esteli.
Die Kordilleren erreichen in Nicaragua Höhen bis um 2000 m, höchster Berg des Landes ist der Plco Mogotön mit 2107 m. Die Durch- schnittshöhe der Region beträgt ca. 1000 m. Die Berge sind größtenteils von tropischem Urwald bedeckt. Die Nutzhölzer der Wälder sind Eiche und Kiefer. Große Kaffee-, Tabak- und Baumwollplantagen bedecken die Täler. 1100 km' Urwald sind durch das Bosawas Natur- schutzreservat geschützt. Die Hauptstadt des Departamento Nueva Segovia ist Ocotal, eine ruhige lateinamerikanische Kleinstadt, 227 km von Managua entfernt. Die Stadt liegt auf den rund 2000 m hohen Ausläufern des Cerro Dipil- to und Cerro Jalapa. Im Angesicht der Stadt liegt Nicaraguas höchster Berg, der Pico Mogotön (2107 m). Thermalquellen findet man in San Francisco, Limon, Maracali und Macueli- zo. Kurorte sind Santa Elisa und Achuapa. In der Umgebung gibt es einige Gold-, Silber- und Edelsteinminen, sowie Marmorsteinbrüche. In der Gegend wird wird der bekannte "Jalapa"- Tabak angebaut.
Somoto ist die Hauptstadt des Departamento Madriz, das sich südlich an Nueva Segovia anschließt. Es liegt 216 km von Managua ent- fernt an der Nationalstraße, die zur Grenze nach Honduras führt (Grenzstation ist El Espino). Sehenswert ist die Kolonialkirche von 1661, eine der ältesten des Landes.
Esteli, die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos, liegt an der Panamericana 67

drana
km südlich von Somoto und 149 km von Mana- gua entfernt. Sie ist die größte Stadt dieser Region und liegt in einem Tal ca. 600 m über dem Meeresspiegel, umgeben von bis zu 2000 m hohen Bergen. Esteli hat ein angenehm küh- les Klima das ganze Jahr über. Die Stadt lebt von den landwirtschaftlichen Produkten der Umgebung, besonders vom Kartoffel- und Getreideanbau, daneben gibt es eine funktionie- rende Lederindustrie (Schuhe und Sättel). Über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind die Zigarren, die hier handgefertigt werden.
Sehenswert in der Umgebung ist El Bosque, eine paleonthologische Ausgrabungsstätte, wo man versteinerte Fossilien gefunden hat (30.000 Jahre alt).
Region 11
Die Region II schließt sich südlich an Zone I an und nimmt den westlichen Teil der nicaraguani- schen Pazifikküste ein. Dazu gehören die Departments Chinandega und Leön.
Das Tiefland dieser Region wird unterbrochen von der Cordillera los Maribios, einer bis fast 1800 m hohen Bergkette mit über 20 noch heute aktiven Vulkanen, die bis zum Lago de Managua reicht.
Chinandega ist die Hauptstadt des gleichnami- gen Departments. Es wurde 1858 gegründet. Sie liegt 129 km von Managua entfernt.
Der größte Pazifik-Seehafen Nicaraguas ist Corinto. Vom Hafen führt eine Eisenbahnlinie über Chinandega und Leön nach Managua. Attraktionen des Departments sind die Vulkane, z.B. der Volcano Cosiquina (auch Cosegüina geschrieben) mit der blaugrünen Lagune im Krater, 859 m hoch, ganz im Westen des Lan- des. Von den Klippen in der Umgebung hat man einen wundervollen Blick auf das Meer und den Golf von Fonseca, an der Grenze zu El Salvador. Jiquilillo ist der größte und schönste Sand- strand der Region. Hier kann man alle Arten Wassersport betreiben, man findet ausgezeich- nete Hotels und Restaurants.
Le6n ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departments, das östlich von Chinandega liegt. Die Stadt liegt 90 km von Managua entfernt auf 120 m Meereshöhe. Gegründet wurde sie 1524 von Hernandez de Cordoba. Attraktionen sind die Ruinen von Leön Viejo. der alten Haupt- stadt des Landes, die 1609 nach einem Erdbe- ben zerstört wurde, La Paz Centro mit seinen berühmten Keramiken und die Thermalquellen und heißen Lagunen von San Jacinto. Einer der schönsten Vulkane in seiner exakten Kegelform ist der Volcano Momotombo (1280 m) am Nordufer des Lago de Managua. Gegenüber ragt wenige Kilometer entfernt der 389 m hohe

Momotombito aus dem Wasser des Sees. (herrlicher Blick auf den See und die beiden Vulkane von Puerto Momotombo, am Ufer des Lago de Managua). Bekanntestes Seebad mit herrlichen Stränden und guten Surf-Wellen ist Poneloya, 15 km von Leben entfernt.



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