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Die Region III
nimmt den mittleren Teil der Pazifikküste ein, dazugehörig ist
das Depart- ment der Landeshauptstadt Managua. Managua liegt
im Westen des Südufers des ca. 1000 qkm großen Lago Xolotlan
(Lago de Managua). Die Hauptstadt Managua hat warmes Klima,
April und Mai sind heiß bis zu 35° C. Gegrün- det wurde sie
1846, Hauptstadt 1852. Sie liegt auf einem Vulkangürtel, der
an der Pazifikküste entlang verläuft, bei einem Erdbeben 1972
wurde das Zentrum fast völlig zerstört und gleicht auch heute
noch im Zentrum z.T. einer Geisterstadt. Satellitenstädte und
Hütten von landflüchtigen Armen sind das neue Bild der
Hauptstadt. Einige koloniale Gebäude sind, z.T. als Ruinen,
erhalten, z.B. die Fassade der Kathedrale. Neu ist das 1987
gebaute Olof- Palme-Kongreß-Center. Das bekannteste See- bad
der Region ist Montelimar, ein im Wach- sen begriffener
Hotelkomplex mit Restaurants, Discotheken, Casinos,
Yachthafen, Golfanlage, ehemals Feriendomizil des Diktators
Somoza. Region IV
Die Region IV liegt im östlichen Teil der Pazifik- küste,
dazugehörige Departments sind Masaya, Carazo. Granada und
Rivas.
Zwischen dem Lago de Managua und dem Lago de Nicaragua liegt
das Department Masaya mit der gleichnamigen Hauptstadt. Dieses
kleinste Department ist zugleich das am dichtesten besiedelte.
Masaya nennt man die Stadt der Blumen, berühmt sind die hier
gefertigten Hüte, Hängematten und Teppiche aus Hanf. Masaya
ist Zentrum der nationalen Folklore, des Kunst- handwerks und
der Musik. Besuchen muß man den bunten Markt, den größten des
Landes. Attraktion in der Umgebung ist ein Besuch des
Masaya-Vulkan-Nationalpark mit dem Santiago- Krater in der
Mitte, 500 m hoch und 200 m tief. Grenada liegt am
Nordwestufer des Lago Coci- bolca. der auch Lago de Nicaragua
genannt wird. Die Hauptstadt Granada wurde 1524 von Hernandez
de Cordoba gegründet. Neben Leön ist sie die typischste
spanische Kolonialstadt, die ihre Attraktionen bis heute
erhalten hat. Die schönsten Kirchen der Stadt sind im 17. Jh.
gebaut worden.
Der Lago de Nicaragua, auch Gran Lago genannt, ist mit ca.
9000 qkm größter See des Landes, seine Länge beträgt ca. 150
km, seine
Breite 56 km, er hat über 300 Inseln. Zu den Besonderheiten
zählt, das sich in ihm die einzi- gen Süßwasserhaie der Welt
aufhalten. Sie gelangten über den Rio San Jua, dem Ausfluß des
Sees in den Atlantik, in den See.
Nur eine Bootsstunde von Granada entfernt liegt die Insel
Zapatera, ein Nationalpark des Landes. Sie ist dicht bewaldet
und birgt einige archäologische Funde. Bei den Urindianern war
sie ein Mausoleum. Man sieht Überreste von Tempelanlagen und
Götterstatuen.
Der 1400 m hohe Vulkan Mombacho kann zu Fuß bestiegen werden.
Im dichten Urwald findet man über 30 Arten von Orchideen.
Südlich schließt sich das Department Rivas an, die Hauptstadt
Rivas liegt am Ufer des Nicara- gua-Sees gegenüber der
Doppelvulkaninsel Ometepe. Diese größte Insel des Sees wird im
Westen überragt vom Vulkan Concepciön (1610 m) und im Osten
vom Vulkan Maderas (1394 m), die von Brüllaffen bevölkert
sind. Es gibt zwei kleine Fischerdörfer auf der Insel, die
ein- fache Übernachtung anbieten. Von San Jorge kann man mit
dem Boot in 50 Minuten zu der Insel hinüberfahren.
Region V
Die Region V liegt nordöstlich des Nicaragua- Sees und
beinhaltet die Departments Boaco, Chontales und den
südwestlichen Teil von Zelaya. Das Bergland der Cordillera
Amerrisque und die flachen Ufer am Nicaragua-See sind
Rinderland mit einsam liegenden Haciendas. Boaco ist die
Hauptstadt des gleichnamigen Departments, sie liegt 90 km von
Managua ent- fernt. Bekannt sind die farbenprächtigen Flecht-
arbeiten aus Agavenfasern.
Hauptstadt von Chontales ist Juigalpa, sie ist das
Exportzentrum für Fleisch- und Milchpro- dukte der Region. Was
bei uns der Gouda, ist in Nicaragua der Chontales.
In Juigalpa sollte man das archäologische Museum besuchen. In
Chontales gibt es die besten Reiter Nicaraguas und die
schönsten Stierkämpfe.
Region VI
Die Region VI liegt östlich von Zone I im Berg- land. Dazu
gehören die Departments Jinotega und Matagalpa.
Jinotega liegt zwischen den Bergrücken Cordil- lera Isabella
und Cordillera Dariense auf durch- schnittlich 1100 m
Meereshöhe. Der höchste Berg des Departments ist der 1746 m
hohe Macizos de Perla Blanca in den Isabella-Bergen. Die
Hauptstadt Jinotega ist umgeben von Kie- fernwäldern und
Kaffeeplantagen. Viele der Berge, obwohl nicht sehr hoch, sind
auf der Spitze von einer Wolke, bzw. von Nebelfetzen bedeckt,
was den eigentümlichen Reiz der Landschaft ausmacht. Jinotega
hat daher auch den Beinamen "Nebel-Stadt".
Matagalpa liegt südlich von Jinotega auf ca. 700 m Meereshöhe.
Die gleichnamige Haupt- stadt ist eine der ältesten Städte
Nicaraguas, sie wurde schon 1613 erwähnt, die heutige Stadt
wurde 1858 gegründet.
Matagalpa ist hauptsächlich Kaffeeproduzent, außerdem werden
Gemüse, Reis und Bohnen angebaut.
Zonas Especial 1 -3
Die Spezialzonen (Zonas Especial 1 -3) des Landes liegen an
der Karibikseite. Sie decken sich im Norden und in der Mitte
mit dem Department Zelaya, Zone 3 im Süden deckt sich mit dem
Department Rio San Juan.
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