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Die Karibikküste
Nicaraguas unterscheidet sich stark von allen anderen Regionen
des Landes. Große Teile sind undurchdringlicher Dschungel, es
gibt nur einige wenige unbefestigte Straßen, das Klima ist
tropisch heiß und schwül, die Landplage sind die Moskitos.
Die Region lebt vom Fischfang, Goldminen, Nutzholz und einigen
Touristen.
In der weitgehend unberührten Natur leben die Indianerstämme
Misquito, Sumo und Rama. Die Bewohner der Hafenstädte,
besonders von Bluefields im Süden sind zumeist Schwarze, die
als Sklaven von Engländern aus Afrika mitge- bracht wurden.
In diesem Bereich ist die Hauptsprache Eng- lisch.
Hauptort der nördlichen Spezialzone 1 ist Puerto Cabezas, ein
Fischerort.
Ca. 30 bis 50 km vor der Küste liegen eine Viel- zahl an
kleinen Inseln, der Misquitos Cay Archipielago. Viele Inseln
sind von einem Korallenriff umgeben. Die größte Insel Cayos
Misquitos, 40 km vor der Küste, ist von Misqui- tos-Indianern
bewohnt.
Größter Ort an der Atlantikküste ist Bluefields in Spezialzone
2. Bluefields kann mit dem Flug- zeug von Managua angeflogen
werden. Blue-
fields hat sich auf den Tourismus eingestellt mit zahlreichen
Hotels und Restaurants.
Von den Hafenstädten aus kann man Flußfahr- ten organisieren
und dabei die grandiose Viel- falt an Tieren des Urwalds
erleben.
Das Kunsthandwerk hat sich dieser Gegend eigenständig
entwickelt, es gibt Gold- und Sil- berschmuck, filigran mit
roter und schwarzer Koralle verarbeitet, Arbeiten mit
Schildpatt. Per- len und Holzschnitzereien.
Die Zona Especial 3 ist identisch mit dem Department Rio San
Juan, sie liegt im Süden des Landes, an der Grenze zu Costa
Rica zwi- schen dem Nicaragua-See und dem Atlantik. In einer
wilden Landschaft mit Regenwäldern ist der Rio San Juan, im
östlichen Teil Grenzfluß zu Costa Rica, der Hauptverkehrsweg
des Lan- des. Schon vor dem Bau des Panama-Kanals war die
Landenge im Süden Nicaraguas die schnellste Verbindung
zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean. Man mußte einzig
die knapp 20 km nach San Juan del Sur an der Pazifikküste mit
Pferden und Fuhrwerken bewältigen.
Hauptstadt des Departments ist San Carlos, an der Mündung des
Rio San Juan in den Nicara- gua-See gelegen.
Zu den Kleinoden der Region zählt die Insel- gruppe
Archipielago de Solentiname im südli- chen Teil des Gran Lago.
Die drei größten Inseln sind die 237 m hohe Isla Mancarrön,
die Isla San Fernando und die Isla de Venada. Die Inseln sind
von tropischem Vegetation bedeckt, hier leben Affen und
Papageien.
Die hier lebenden Indios haben in ihrer Kunst den Ursprung
gelegt für die Naive Malerei der Region. Das Nicao-Volk,
dessen Säulenfiguren am See stehen, soll namensgebend für das
Land gewesen sein. Auf der Isla Zapatera gibt es ebenfalls
präkolumbianische Steinfiguren (Idolos).
Islaz del Malz
Ca. 80 km vor Bluefields liegen die Islaz del Maiz, auch
bekannt als Corn Islands. Sie wur- den erst 1971 von den USA
an Nicaragua zurückgegeben. Mit dem Flugzeug gelangt man in 1
Stunde, mit dem Boot in 3 Stunden dort- hin. Die Inselgruppe
besteht nur aus zwei Inseln, der größeren Isla del Maiz Grande
und der kleineren Isla del Maiz Pequefia.
Die Indios, die diese Inseln bewohnen, leben trotz Tourismus
noch althergebracht. Die Inseln sind dicht mit Urwald
bewachsen und haben lange weiße Sandstrände. Sie eignen sich
zum Tauchen in kristallklarem Wasser und beson- ders zum
Fischen, beliebt ist Bergwandern am 96 m hohen Monte Pleasant.
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