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Lage: Costa Rica
liegt zwischen Nicaragua im Norden, der Karibischen See und
Panama im Osten und dem Pazifik im Westen. Von einer Südgrenze
kann man nicht sprechen, da nur eine ganz schmale Halbinsel
nach Süden gerichtet ist.
Das Reiseziel Costa Rica ist ein Land, das nur wenig größer
als das deutsche Bundesland Niedersachsen ist. Den Kern dieses
Tropenlandes bildet die Meseta Central, ein von Gebirgen
umgebenes und 800-1600 m hoch gelegenes Becken, das wegen
seines angenehmen Klimas seit der Eroberung des Landes durch
die Spanier das bevorzugte Siedlungsgebiet der Weißen ist. In
diesem Becken entstand eine blühende bäuerliche
Kulturlandschaft, die durch Kolonisationsarbeit mehr und mehr
in Richtung auf die karibische und pazifische Küste ausgedehnt
wird.
Costa Rica ist ein Agrarland mit beständiger Agrarkolonisation
und unterscheidet sich gerade dadurch wesentlich von allen
anderen mittelamerikanischen Ländern. Großartige bauliche
Sehenswürdigkeiten sind hier nicht zu finden, aber
landschaftliche Schönheiten (Nationalparks) an den Küsten wie
im gebirgigen Landesinnern besitzt es im Überfluß.
Reisewege: Die Hauptstadt San Jos.e erreicht man mit dem
Flugzeug am besten über Dallas und Miami (von dort täglich
Direktverbindungen) oder ab Düsseldorf direkt.
Staatsform: Costa Rica ist eine präsidiale Republik mit einem
aus einer Kammer bestehenden Parlament. Das Land ist in sieben
Provinzen gegliedert.
Bevölkerung: Neben den Weißen (über 75%) und den Mestizen
(15%) gibt es nur kleine Gruppen von Schwarzen, Mulatten und
Indianern. Die Landessprache ist Spanisch. Mehr als 80% der
Bevölkerung sind katholisch, etwa 10% protestantisch; außerdem
gibt es kleine jüdische Gemeinden.
Verkehrseinrichtungen: Auf der Meseta Central gibt es ein
gutes Straßennetz (Autobusverkehr ab San Jose). Durch die
Eisenbahn ist San Jose mit dem pazifischen Hafen Puntarenas
und mit dem karibischen Hafen Puerto Limön verbunden. Mit dem
Flugzeug sind von San Jose aus alle wichtigen Städte des
Landes zu erreichen. Es gibt Mietwagen für Selbstfahrer.
Speisen und Getränke: Europäische Küche - mit starker
Anlehnung an die spanische und italienische Küche - herrscht
vor. Die Getränke sind vorwiegend europäischer und
nordamerikanischer Herkunft.
Die Landeshauptstadt (280 000 Einw.), die 1180 m hoch liegt,
wurde 1736 gegründet, nahm aber erst seit etwa 1840, als sie
zum Mittelpunkt des Kaffeeanbaugebiets wurde, einen
nennenswerten Aufschwung. In der heute wesentlich von Bauten
des 20. Jahrhunderts geprägten Stadt sind sehenswert: die
prachtvollen Parkanlagen (Bolivar mit Zoologischem Garten,
Nacional, Morazän), das Museo Nacional (alt- indianische
Keramiken), das Teatro Nacional (eines der schönsten
Lateinamerikas), die Kathedrale (18. Jh.) und die moderne
Universitätsstadt im Vorort San Pedro.
Ausflugsziele sind: die am Pazifischen Ozean gelegene
Hafenstadt Puntarenas (50000 Einw.), die ein beliebtes Seebad
ist (Badeinsel San Lucas); die ehemalige Hauptstadt Cartago
(25 000 Einw.) mit der Basilica Nuestra Setiora de los Angeles
(Gnadenbild; Fest am 2. August); das östlich von Cartago
gelegene Orosi-Tal, eines der schönen, vegetationsreichen
Täler, die dem Land den Beinamen „Garten Amerikas" eingetragen
haben; die beiden auf guten Straßen zu erreichenden und noch
tätigen Vulkane Irazü (3432 m) bei Cartago und Poils (2704 m)
bei Heredia.
Kleidung: Für den Besuch von San Jose genügt leichtere
Kleidung. Für Ausflüge auf die Vulkane benötigt man wärmere
Kleidung, in den Niederungen Tropenkleidung.
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