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    Dominikanische Republik

 

   

Die Landeshauptstadt (als Distrikt 1,4 Mill. Einw.), 1494 von einem Bruder des Christoph Kolumbus gegründet, liegt an der Mündung des Rio Ozama. 1930 wurde die Stadt durch einen Orkan fast völlig zerstört. Um den Wiederaufbau machte

sich der Diktator Rafael Lebnidas Trujillo so verdient, daß die Stadt von 1936-61 nach ihm Ciudad Trujillo hieß. Einige Bauten aus spanischer Zeit haben den Orkan überstanden oder sind inzwischen restauriert worden. Es handelt sich um Teile der alten Stadtmauer, um Stadttore (Puerta de la Misericordia, Puerta del Conde), um die aus dem 16. Jh. stammenden Kirchen Regina Angelorum, Las Mercedes und Santa Barbara und um die 1503 erbaute Torre del Homenaje, eine ehemalige Festungsanlage.
Die beiden bedeutendsten Bauten sind der Alcäzar und die Kathedrale. Den Alcäzar ließ sich der Vizekönig Diego Colon, der Sohn des Christoph Kolumbus, 1510-14

erbauen (1957 restauriert; Museo Virreinal). Die Kathedrale wurde 1523-41 erbaut. In ihr befindet sich das Grab des Christoph Kolumbus. In der Nähe des Alcäzar steht oberhalb vom Ufer des Rio Ozama die Atarazana, ein restaurierter Komplex von Gebäuden aus dem Jahr 1507.
Sehenswert sind ferner das Museo de las Casas Reales, das Nationalmuseum (Sammlung präkolumbischer Kunst), die moderne Universitätsstadt (die Universität von Santo Domingo wurde 1538 gegründet und ist die älteste Amerikas), der Mercado Modelo, ein Obst- und Gemüsemarkt, der wegen der bunten Fülle des Gebotenen seinen Eindruck nicht verfehlt.
AUSFLÜGE
San Cristöbal, knapp 30 km westlich von Santo Domingo, ist der Geburtsort des Diktators Trujillo. Die Stadt ließ ihm während seiner Regierungszeit für 2 Mill. Dollar einen märchenhaften Sommerpalast erbauen (Besichtigung möglich).
Nord- und Ostküste. Puerto Plata hat sich mit seinen Stränden fast über Nacht zum ersten Ferienzentrum der Insel entwickelt. Die Bucht von Samanä mit der gleichnamigen, wiederaufgebauten Stadt liegt im Nordosten und wurde gleichfalls bekannt für ihre Strände. Sie ist am besten über Nagua zu erreichen. Besonders an der Südküste dieser Bucht haben sich zahllose Höhlen gebildet. Der Küste vorgelagert sind bizarr geformte Riffe, die oft hochragende Felsblöcke mit dichtem Strauch- und Baumwuchs bilden. Eine ähnlich großartige Landschaft ist im Nordwesten des Landes, bei Monte Cristi, anzutreffen. Punta Cana (Flughafen) an der Ostküste macht größte Anstrengungen, das zweite Touristenmekka der Insel zu werden, bietet es doch bis zur Punta Macao im Norden makellose Strände.

Lage: Die Dominikanische Republik nimmt den östlichen Teil der Insel Hispaniola, einer der Großen Antillen, ein (der westliche Teil bildet den Staat Haiti). Die Südküste ist der Karibischen See, die Nordküste dem Atlantik zugewandt.
Das Reiseziel Dominikanische Republik wird in der einheimischen Touristikwerbung als das „Land, das Kolumbus vor allen anderen Ländern lieb war", bezeichnet. Es gilt als das an Geschichte reichste Land im karibischen Raum. Wirtschaftlich dominiert heute vor allem der Zuckerrohranbau. Zusätzliche Bedeutung hat die Holzwirtschaft und die Gewinnung von Edelmetallen sowie im wachsenden Maß der Tourismus.
Das Land wird von drei West-Ost-Kordilleren durchzogen. Die höchste Erhebung ist der Pico Duarte (3175 m) in der Zentralkordillere. Die größte Tallandschaft liegt zwischen der Nord- und Zentralkordillere und heißt Falle del Cibao. Das schönste und fruchtbarste — von Kolumbus selbst mit Begeisterung geschilderte — Tal ist das Falle de la Vega Real.
Die tropischen Regenwälder, die den größten Teil der Gebirge bedecken, werden wegen ihrer Edelhölzer mehr und mehr abgeholzt und im übrigen durch Brandrodung in ihrem Bestand gefährdet.

In den Tälern wird in erster Linie Zuckerrohr, im Cibao-Tal und in der Vega Real in starkem Maße Tabak angebaut.
In der Hauptstadt Santo Domingo, der ältesten spanischen Kolonialstadt der Neuen Welt, sind zahlreiche Bauten aus spanischer Zeit erhalten.
Reisewege: Mit dem Flugzeug ist Santo Domingo (12-15 Stunden) am besten von Frankfurt/Main über Miami, New York oder San Juan (Puerto Rico) zu erreichen; Charterflüge ab Frankfurt nach Pto. Plata und Punta Cana.
Staatsform: Der Staat ist eine präsidiale Republik mit einem aus zwei Kammern bestehenden Parlament. Neben dem Hauptstadtdistrikt Santo Domingo gibt es 26 Provinzen.
Bevölkerung: Sie besteht größtenteils aus Mulatten (Anteil wird auf 73% geschätzt); Weiße 16%; Schwarze 11%.
Die Landessprache ist Spanisch; in den an Haiti grenzenden Gebieten wird vielfach das haitianische Kreolisch gesprochen. Mehr als 98% der Bevölkerung sind katholisch (kleine protestantische und jüdische Minderheiten).
Verkehrseinrichtungen: Das Land verfügt über ein ausgezeichnetes Straßennetz (Autobusverkehr). Man kann Taxis und Leihwagen mieten.

Speisen und Getränke: Die einheimische Küche ist spanisch beeinflußt.
Feiertage: Neujahr, 21., 26. Januar, 27. Februar, Karfreitag, Oster- und Pfingst-

montag, 1. Mai, Fronleichnam, 16. August, 24. September, 1. November, beide Weihnachtstage. Außerdem gibt es eine Anzahl historischer Gedenktage.

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