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Die Vereinigten
Arabischen Emirate (VAE), United Arab Emirates (UAE), sind
eine Union von 7 Emiraten an der nördlichen Ostküste der
Arabischen Halbinsel.
Die Nordgrenze bildet der südliche Persische Golf, die
Westgrenze Katar, die Südgrenze Saudi-Arabien, die Ostgrenze
Oman. Die Spitze der Halbinsel Hormuz, zu Oman gehörig, bildet
die Nordostgrenze.
Zur Union gehören die Scheichtümer (Emirate) Abu Dhabi
(670.000 E), Dubai (400.000 E), Ajman (60.000 E), Sharja
(250.000 E), Umm alQuaiwain (30.000 E), Ras al-Khaimah
(120.000 E) und Fujairah (70.000 E).
Abu Dhabi ist die provisorische Bundeshauptstadt.
Die Regierung bildet der Oberste Rat (Supreme Council), der
aus den Regierungschefs der einzelnen Scheichtümer besteht.
Präsident ist der Scheich von Abu Dhabi.
In einer Ost-West-Ausdehnung von 570 km und einer
Nord-Süd-Ausdehnung von 110 km bildet die Landschaft flache
Wüstenebenen mit Hügeln bis 150 m. Im Osten erhebt sich das
omanische al-Hajar-Gebirge bis auf 3000 m. Nach dem
endgültigen Rückzug der Briten 1971 schlossen sich die 7
Emirate zur Föderation der VAE zusammen.
Das Klima ist wüstenhaft, heiß und trocken mit wenig Regen
(nur Feb-März). Im Winter weht der Wüstenwind Shamah Sand und
Staub über die Region.
Die Vegetation ist karg. Bis auf Büsche, dürres
Gras und Dornst äucher für Ziegen- und Kamelherden der Nomaden
(10% der Bevölkerung), wächst nichts ohne Bewässerung. In
bewässerten Wadis (trockene Flußtäler) stehen Hühnerfarmen,
Gewächshäuser und Gemüsefarmen, einsame Tankstellen trifft man
auf den Wüstenstraßen an.
Die stark reduzierte Tierwelt besteht aus Antilopen,
Schakalen, Gazellen, Leoparden (wenige, im Hajar-Gebirge).
Haupteinnahmequellen sind Erdöl- und Erdgasförderung (5% der
Weltproduktion).
Der Tourismus der Emirate besteht im wesentlichen aus
Konferenz- und Tagungszentren für Geschäftsleute, wobei sich
allerdings daneben eine Art Luxushotel-Tourismus entwickelt
hat. Geboten werden Wüstenabenteuer, gepaart mit dem
abendlichen Komfort im Luxusresort mit Pool, Bar und
Tanzvergnügen.
Strandhotels bieten alle Annehmlichkeiten der gehobenen
Hotelkategorie plus Wassersport (tauchen, segeln, Wasserski,
etc.) an den schier endlosen Sandstränden und orientalische
Tänze. Dazu kommen Shopping-Gelegenheiten in den Basaren,
Geschäften und Soukhs. Beliebt sind die Goldmärkte.
Fotografieren von Einheimischen (bes. Frauen) ohne Erlaubnis
wird als beleidigend angesehen (nicht nur in den Emiraten).
Abu Dhabi (670.000 E) ist Hauptstadt und zweitgrößte Stadt der
Region. Die Stadt liegt auf einer Insel, mit einer Brücke
verbunden. Die moderne Stadt hat nur noch wenige erhaltene,
historische Bauwerke (Festung, Teile der Alt- stadt). Breite,
baumbestandene Boulevards durchziehen, künstlich bewässert,
Abu Dhabi. Zu Abu Dhabi gehört Al Ain, die Oasen von Buraimi.
Diese fruchtbarste Region der Emirate, 150 km von Abu Dhabi im
östlichen Bergland gelegen (ein Teil gehört zu Oman), ist der
Obst- und Gemüsegarten der VAE (Kamelmarkt, Museum mit
Ausgrabungen, Steingräber von Hili, Hotels, Ausgangspunkt für
Wüstenfahrten). Hotels und ein Freizeitpark bieten den
Komfort, den US-Touristen erwarten.
Dubai ist wichtigster Handelsplatz und größte Stadt der
Emirate, das Emirat Dubai ist das zweitgrößte (3885 qkm).
Dubai hat den einzigen natürlichen Hafen der Küste sowie einen
Hoch- seehafen (den größten künstlich erstellten der Welt).
Die moderne Stadt hat eine attraktive Alt- stadt um den 10 km
langen Binnenkanal "Dubai Creek" (Wassertaxis). Sehenswert
sind die Soukhs und Basare, Goldschmuck wird hier nach Gewicht
(Tagespreise) verkauft. Der Herr- scherpalast aus dem 19. Jh.
wurde mittlerweile restauriert. Das Galadari Shopping Centre
hat eine ganzjährige Eislaufbahn. Sogar riesige Golfanlagen
mit künstlichen Seen wurde mitten in die Wüste gesetzt.
Mittlerweile hat Dubai 3 Championship-Grasplätze, der Emirates
Golf Club veranstaltet seit 1988 die PGA Desert Classic,
daneben gibt es den Creek und den Golf and Racing Club.
Ältester Golfclub ist der Dubai Country Club, mit "browns"
(Ölsand) anstelle von Grüns. Auf dem Fairway schlägt man von
einem mitgebrachten Kunstrasenstück weiter.
Beliebte Freizeitvergnügen sind Wadi-Fahrten mit Geländewagen,
Dünen-Skifahren oder -Sur- fen (als halb- oder ganztägige
Safari buchbar),
Kamelreiten und natürlich Wüstensafaris, Wüstenfeste
(Grillpartys), Kamelrennen, Pfer- derennen, Vogelbeobachtung
(über 360 Vogel- arten), Dhow-Fahrten, Heißluftballon-Fahrten
in die Wüste.
Sharjah hat eine geringe Ölförderung. Das Emi- rat, in
Sichtweite Dubais gelegen, ist Ausgangs- punkt für
Wüstentouren und Wassersport (von den Hotels aus). Bekannt
sind die modernen Markthallen, die in modern-arabischer
Architek- tur, eher neuromanisch-gotischen Bahnhöfen aus dem
19. Jh. ähneln. Als einziges Emirat hat Sharjah Alkoholverbot
(gilt auch für das zu Sharjah gehörige Khor Fakkan, an der
Ostkü- ste).
Fujairah und Khor Fakkan, an der bergigen Ost- küste (Hajar-Berge),
am Arabischen Meer, bie- ten Hotel- und Freizeitoasen an den
kilometer- langen, einsamen Sandstränden (ideale
Tauchmöglichkeiten, 3 Tauchbasen). Die ruhi- gere Ostküste
eignet sich hervorragend, sich vom geschäftigen Betrieb der
Westküste (Persi- scher Golf) zu erholen. Im kleinen Emirat
Fujai- rah gibt es noch wenig Tourismus.
Im Dorf Badyah, nördlich von Fujairah und Khor Fakkan, steht
die älteste Moschee (16. Jh.) der Emirate.
Sharjah, Ras al-Khaimah und Ajman betreiben
Bewässerungslandwirtschaft (Obst, Gemüse, Datteln).
Im Persischen Golf und im Omanischen wird Fischfang betrieben
(Makrelen, Thunfisch, Haie, Shrimps, Garnelen, manchmal sogar
Wale!). Eine teilweise palmengesäumte Straße verbin- det die
Emirate untereinander. Es bestehen gute Flugverbindungen
national (2 Linien) und inter- national (4 internationale
Airports, Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ras al-Khaimah).
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