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FIJI-INSELN
Lage: Die mehr als 500 Fiji-Inseln, von denen rund 105 bewohnt
sind, liegen östlich von Australien und nördlich von
Neuseeland im südlichen Pazifischen Ozean.
Das Reiseziel Fiji-Inseln wurde nach einem Militärputsch im
Herbst 1987 zur Republik proklamiert und wird von
melanesischen Fidschianern (rund 370 000) und fidschianischen
Indern (rund 355 000) bewohnt. Minderheiten sind Europäer,
5000 Chinesen und Ureinwohner von praktisch allen Inselgruppen
im pazifischen Raum. Die Hauptinsel ist Viti Levu, die mehr
als die Hälfte der Gesamtfläche einnimmt und teilweise von
Korallenriffen umgeben ist. Der Westen der Insel besteht aus
waldbestandenen Hügeln und weiten Zuckerrohrplantagen. Im
Flachland wird auch Reis angebaut. Das Inselzentrum ist
gebirgig und mit tropischen Dschungeln bedeckt. An der
regenreichen Ostküste liegt die Hauptstadt Suva mit
bedeutendem Hafen.
Abel Tasman entdeckte die Fiji-Inseln 1643; sie wurden 1774
erstmals von den Engländern Cook und Captain Bligh von
der Bounty erforscht. Die melanesischen Häuptlinge der
Fiji-Inseln wurden bis zum 19. Jahrhundert von den Königen von
Tonga beherrscht. Mit der Kolonisierung und Christianisierung
seitens der Engländer wurden indische Einwanderer als
Arbeitskräfte hergebracht. Hauptprodukte sind Zuckerrohr,
Kokosnüsse (Kopra), Bananen, Zitrusfrüchte, grüner Ingwer,
Meeresfrüchte und Nutzholz.
Sehenswert in der
Hauptstadt Suva (90 000 Einw.) ist vor allem der saisonal
mitunter malerische Markt unweit Princes Landing, wo an
Wochentagen diverse Händler aller Hautfarben und Südseerassen
in Dutzenden verschiedenen Sprachen ihre Waren anpreisen. Das
Fiji-Museum enthält u. a. interessante Gegenstände des
einheimischen Kunsthandwerks, Bootsmodelle und Waffen aus den
Kannibalen- kriegen. Neben dem Museum liegt der Botanische
Garten mit seltenen tropischen Pflanzen.
Benachbart befindet sich die bewachte Residenz des
Generalgouverneurs. Die breite, schöne Prachtpromenade
(Victoria Parade) führt an eleganten Hotels, dem Rathaus und
dem Regierungsgebäude vorbei. Hier befindet sich auch der „Deed
of Cession"-Obelisk, der an die Übergabe Fijis an die
Engländer im Jahre 1874 durch Häuptling Cacobau erinnert. In
den Suva Wharves sieht man ständig einheimische Holzboote und
kleinere Handelsschiffe, die Waren (Kopra, Bananen usw.) von
den anderen Fiji-Inseln bringen.
Es gibt einen regen Autobus- und Taxiverkehr.
Sehr lohnend ist es, einer fidschianischen Tanzvorführung, „meke",
oder der Feuergeherzeremonie zuzusehen: Männer schreiten über
Steine, die zuvor erhitzt wurden. Alljährlich im September
wird hier das beliebte und berühmte "Hibiskusfest" aufgeführt,
zu dem alle Südseevölker, Inder, Chinesen und Eingeborene ihre
Musik- und Tanzgruppen entsenden.
Pacific Harbor heißt ein Resortkomplex, wo man golfen, tauchen
und Tennispielen kann.
Sehr ansprechend ist das Ausflugsziel Orchid Island, unweit
von Suva, und nicht weniger einladend ist der Küstenabschnitt
zwischen Deuba und Sigatoka, die Coral Coast
(„Korallenküste"). Von der in Höhe von Deuba vorgelagerten
Insel Beqa kommen die schon erwähnten berühmten „Feuergeher".
Die verschiedenen Legenden um diese Zeremonie kann man sich an
Ort und Stelle erzählen lassen. Das Cultural Centre and
Marketplace of Fiji bietet interessante Ausstellungen und
Tanzvorführungen.
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