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Antigua Guatemala ist bekannt für seine Jade-Werkstätten,
ebenso für Keramik, die handbemalten, bunten Vögel und
Schmetterlinge. Mittelpunkt der Fiestas sind die 50 und 100 m
langen künstlichen Teppiche, die aus buntgefärbtem Sägemehl
mit beeindruckenden Ornamenten von Hand zusammengestreut
werden. Südwestlich liegt Ciudad Vieja, die zweite Hauptstadt
des Königreichs Guatemalas nach lximche, heute Tecpän, die
1541 durch einen Vulkanausbruch zerstört wurde. Wie auch in
Antigua ist die Stadtkirche erhalten geblieben. Der zwischen
Vulkanen Tolimän, Atitlän und San Pedro eingebettet liegende
Lago Atatitlän. Der See ist vulkanischen Ursprungs und liegt
auf 1562 m Meereshöhe (210 qkm, 324 m tief). Region:
Westliches Hochland
Zum Westlichen Hochland gehören die 4 Departments
Quetzaltenango, Totonicapän, San Marcos und Huehuetenango mit
jeweils gleichnamiger Hauptstadt.
Das westliche Hochland ist die gebirgigste Region des Landes
und erstreckt sich nach Norden und Westen bis zur
mexikanischen Grenze. Quetzaltenango ist die Hauptstadt der
gleichnamigen Provinz und zweitgrößte Stadt Guatemalas. Sie
hat ihren kolonialen Charme
Huehuetenango ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im
Nordwesten, an der Grenze zu Mexiko. Die Stadt liegt zu Füßen
der bis 3786 m hohen Sierra de las Cuchumatanes. Nördlich der
Stadt liegt die archäologische Region Zaculeu, die zur
nachklassischen Periode der Mayakultur gehört. Die
Gebäudekomplexe mit Tempelpyramiden gehören zur großen Festung
der Mam-lndianer, die hier im 13. Jh. ihre Blütezeit erlebten.
Die Festung ist schmucklos, ohne Figuren und Hieroglyphen. Die
Landschaft ist so abwechslungsreich wie ihre Vegetation, der
Kontrast liegt zwischen
Todos Santos Cuchumatän ist eine von der Außenwelt isolierte
Bergstadt inmitten des Cuchumatän-Bergrückens, die Bewohner
tragen noch ihre alten Trachten.
Region: Nördliches Hochland
Zur Region gehören die Departments Quichö mit der Hauptstadt
Santa Cruz del Quiche, Alta Verapaz mit der Hauptstadt Cobän
und Baja Verapaz mit der Hauptstadt Salamä.
Das Nördliche Hochland liegt auf einer Meereshöhe zwischen 950
m und 2020 m.
Santa Cruz de Quichä ist die Hauptstadt des Departments
Quiche. Zu den großen Kolonialbauten zählen die Kathedrale,
das Regierungsgebäude und das Rathaus.
Vor den Toren der Stadt liegt die aus dem 13. Jh. stammende,
von den Spaniern zerstörte Stadt der Quiche-Indianer, Utatlän.
Chichicastenango, im Süden des Department Quiche gelegen, hat
einen der meistbesuchten Indianermärkte des Landes.
Beeindruckend sind besonders die farbenfrohen Stoffe mit einer
schier unendlichen Vielfalt an Mustern, die an den offenen
Marktständen feilgeboten werden. An den Markttagen,
donnerstags und sonntags kann einer der ungewöhnlichsten
Rituale in der Stadtkirche Santo Tomäs beobachtet werden.
Katholiken zelebrieren in der Kirche vorchristliche Rituale
der Indianer und tragen dabei die seit Jahrtausenden
traditionellen indianischen Trachten. Das große Santo
Tomäs-Fest findet kurz vor Weihnachten statt. Attraktion sind
die "Voladores" (Vogelmenschen), die von 30 m hohen Pfählen,
mit Seilen festgebunden, in großen Kreisen zur Erde "niederfliegen".
Die Las Verapaces-Departments Alta Verapaz und Baja Verapaz
bieten reichhaltige Folklore. Cobän ist die Hauptstadt von
Alta Verapaz. Der überwiegende Teil der Bevölkerung sind
Indios (Folklorefest El Paabanc).
Salamä ist die Hauptstadt des Departments Baja Verapaz (dem
tiefer gelegenen Verapaz). Es ist bekannt durch seine
Keramikindustrie, die Baumwollverarbeitung und die Herstellung
von Palmenhüten.
In der Nähe von Purulhä, an der Grenze zu Alta Verapaz liegt
das Mario Dary-Naturreservat, zum Schutz des Nationalvogels,
des Quetzals errichtet.
Region: El Petän
Die Region El Peten, identisch mit der gleichnamigen Provinz,
liegt ganz im Norden Guatemalas, zwischen Mexiko im Westen und
Belize im Osten. Die durchschnittliche Meereshöhe liegt bei
130 m. Das Department EI Peten ist das
des, es war bis vor kurzem vom übrigen Staatsgebiet isoliert,
nur mit dem Flugzeug ist die Region komfortabel zu erreichen.
Der Großteil der Mayaruinen Guatemalas liegt in EI Peten. 1990
wurde das Maya-BiosphärenReservat gegründet, es bedeckt den
Nordteil der Region und beinhaltet das zweitgrößte tropische
Waldreservat des Kontinents.
Die Webe-Arbeiten der Maya-Kultur leben fort in den
Kleidungsstücken, die von Ort zu Ort eigene Charakteristika
haben. Zahlreiche historische Stätten sind im ganzen Land
verteilt.
Die Hauptstadt Flores, mitten im Landesinneren, war die letzte
Hauptstadt der Mayas, Taysal (fiel erst 1697, s. auch Mexico,
Yucatan).
Flores liegt auf einer Insel im Süden des rund 100 qkm großen
Lago Peten Itzä und ist über einen Damm mit dem Festland
verbunden.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Guatemals sind die
Maya-Tempel von Tikal im Nationalpark Tikal, die zum
UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Der Tikal-Nationalpark
(1955 gegr.) ist Teil des größten Naturschutzgebietes
Guatemalas, der "Biosphäre Maya", das weite Landesteile
nördlich der Hauptstadt Flores einnimmt. Die erste offizielle
Erkundung dieses Gebietes geschah im Jahre 1848.
Das Kerntempelgebiet umfaßt ca. 16 qkm und enthält mehr als
4000 Einzelbauwerke, im Besonderen steile Stufentempel, die
bis zu 65 m hoch aus dem Dschungel ragen. Ein großer Teil der
Bauwerke ist noch vom Dschungel bedeckt. Die Bauwerke
umspannen die Kultur der Mayas zwischen 800 v. Chr. und 900 n.
Chr. Mittelpunkt der Anlage von Tikal ist die Gran Plaza mit
ihren Zeremonien (Acröpolis del Norte)- und Palastbauten (Acröpolis
Central). Im Osten wird der Platz begrenzt durch den 45 m
hohen Tempel I, "Templo del Gran Jaguar", im Westen durch den
38 m hohen Stufentempel II, "Templo de las Mäscaras", beide
vom Herrscher "Ah Cacao" um 700 n. Chr. errichtet. Im
umliegenden Urwald leben Jaguare, Ozelots, Wild, Kolibris,
Papageien und Affen. Tikal wird direkt von Guatemala City oder
über Flores am Lago Peten Itza, angeflogen.
El Mirador liegt nur 4 km von der mexikanischen Grenze
entfernt. Beeindruckend ist hier weniger der Zustand der
Ruinen als vielmehr die immense Größe dieser Maya-Kultstätte.
EI Mirador ist die derzeit größte bekannte MayaAnlage.
Wahrscheinlich um die Zeitenwende entstanden sind heute nur
wenige Tempel bisher dem Dschungel entrissen worden.
Uaxactün liegt 20 km nördlich von Tikal. Es war
mit dem Kalender begonnen.
Weitere wichtige Mayastätten sind Dos Pilas, Yaxhä, Naküm in
Zentral-Peten, Ceibal (feinst ausgearbeitete Tonfiguren mit
weiblicher und männlicher Gestalt), Itzän, EI Caribe, La
Amelia und Altar de los Sacrificios (26 Bauwerke der
Maya-Kultstätte "Opferaltar") an der mexikanischen Grenze.
Einen Bootsabenteuerurlaub im dichten Dschungel verspricht
eine Fahrt auf dem Rio Usumacinta, zu einigen Ruinenstädten.
Bootstouren können in Flores gebucht werden.
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