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Die Niederlande liegen im Nordwesten Mitteleuropas. Nachbarn
sind im Osten Deutschland und im Süden Belgien. Der Norden und
Osten des Landes grenzt an die Nordsee. Anstelle des
offiziellen Staatsnamens Niederlande wird oft der Name Holland
verwendet. Dieser ist auf die Provinz Holland
dische Kernland an der Nordseeküste mit seinen Windmühlen und
Tulpenfeldern, von dem aus im Zeitalter der großen
Entdeckungen und Kolonisierung Weltgeschichte gemacht wurde.
Die Niederlande gliedern sich in 12 Provinzen. Wie der Name
schon sagt ist das Land flach mit Wiesen, Wäldern, Heide- und
Moorlandschaften, Sandstränden und Dünen. Nur im Süden in der
Provinz Limburg wird das Land hügelig, die höchsten Erhebungen
liegen knapp über 300 m. Über die Hälfte der Landesfläche
liegen unter dem Meeresspiegel. Die Eindeichung von Land durch
Polder begann bereits im Jahre 1150. Im Lauf der Jahrhunderte
wurde so immer wieder Land dem Meer abgerungen. Ein
geflügelter Spruch der Einheimischen belegt dies: Gott schuf
die Erde und die Niederländer haben Holland hinzugefügt.
Dieses neu hinzugewonne Land ist durchzogen von unzähligen
Kanälen, die einerseits der Trockenlegung dienen, andererseits
als Verkehrswege genutzt werden. Die Windmühlen sind
Kennzeichen dieser Landschaft, sie dienen als Wasserpumpen und
funktionieren nach dem Prinzip der Archimedischen Schraube.
Zu den mit eigener Hand geschaffenen Provinzen gehören von
Süden ausgehend Zeeland, Zuid-Holland, Noord-Holland und
Friesland. In Zeeland befindet sich das gigantischste
Wasserbauwerk der Welt, das im Jahre 1987 fertiggestellte
Deltawerk. Nach der Flutkatastrophe 1953, die tausenden
Menschen das Leben kostete, wurde mit dem Bau dieses Wehres
begonnen. Das Deltawerk riegelt im Gefahrenfalle, also bei
Sturmflut, die gesamte Oosterscheide ab. Zwischen den
Provinzen NoordHolland und Friesland wurde die Zuiderzee
eingedeicht und Land im großen Stil gewonnen. An der früheren
Zuiderzee, heute wird sie lisselmeer genannt, liegen die
berühmten Seefahrerstädte Edam, Enkhuizen und Hoorn
(Holländische Seefahrer gaben dem berüchtigten Kap Hoorn an
der Südspitze des amerikanischen Kontinents den Namen ihrer
Heimatstadt), von wo Holland im 17. Jh. die Welt eroberte.
Durch die Nähe zum Nachbarland Belgien haben die drei
südlichen Provinzen Zeeland, Noord-Brabant und Limburg Küche
und Keller schätzen gelernt. Im burgundischen Lebensstil wird
Genuß groß geschrieben, das zeigt sich auch in der üppigen
Architektur.
Noord-Holland, Utrecht, Flevoland und Friesland umrunden das
ljsselmeer, das Paradies der Wassersportler. Die im Norden
liegende Provinz Groningen ist geprägt von weitem Grünland,
das von zahlreichen schnurgeraden Kanälen durchzogen wird.
Hier liegen noch zahlreiche majestätische Höfe und Dörfer auf
den Warften, aufgeschütteten Erdwällen, die an die Zeit vor
der Eindeichung des Landes erinnern.
Die im Süden anschließende Provinz Drenthe ist aus Sand und
Moor entstanden. Noch heute transportieren Torfstecher ihre
begehrte Ware mit kleinen Booten über die Kanäle Hollands. Die
östliche Provinz Overijssel bietet eine wildromantische
Wasser-, Moor- und Sumpflandschaft, im Osten wird das Land
hügelig. Die südlich anschließende größte Provinz Hollands,
Gelderland, ist von den größten Flüssen Hollands durchzogen:
Rhein, Maas, Waal und ljssel. Hier wechseln Fluß- mit
Hügellandschaft, Wald- mit Heidelandschaft einander ab. Auch
das größte Obstanbaugebiet der Niederlande befindet sich in
dieser Provinz.
Die Niederlande erhielten ihren Namen 1568, nachdem sich die
calvinistischen Provinzen Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern,
Friesland, Overijssel und Groningen unter Prinz Wilhelm von
Oranien von der katholischen spanischen Krone gelöst hatten
und die Republik der Vereinigten Niederlande gründeten, die
1648 im Westfälischen Frieden als souveräner Staat anerkannt
wurde. Hier wurde der Grundstein für ein großes Kolonialreich
geschaffen, das im 17. Jh. eine der führenden See- und
Handelsmächte wurde. U. a. wurde 1626 Neu-Amsterdam gegründet,
das heutige New York. Koloniale Besitzungen lagen vor allem in
Westindien (Karibik) und in Südostasien, in Indonesien.
Hutspot met Klapstuk
(Leidener Eintopf mit Lende)
3 Pf. große Wintermöhren
3 Pf. Kartoffeln
1 Pf große Zwiebeln
1,5 Pf Rinderlende ohne Knochen
3 Tassen Wasser
Salz, Pfeffer, 2 Teel. Schmalz
Das Fleisch
waschen und eine Stunde in Salzwasser einweichen. Die Möhren
putzen und zerkleinern, dann zu dem Fleisch geben. Die
Kartoffeln schälen und vierteln, zusammen mit den Zwiebeln in
den Topf geben, nachdem die Möhren etwa eine Viertelstunde
leicht gekocht haben. Sobald das Fleisch gar ist, Schmalz
hinzufügen. Auf kleiner Flamme eine Stunde kochen, so daß das
Wasser nahezu verdampft ist. Wenn das Gemüse dann noch nicht
völlig gar sein sollte, noch etwas Wasser hinzufügen (jedoch
behutsam: Das Gericht darf nicht zu feucht werden). Dann das
Fleisch aus dem Topf nehmen und warmhalten. Den Eintopf
stampfen und würzen. Das Fleisch in dicke Scheiben schneiden
und auf dem Hutspot anrichten
Dessen heutige Hauptstadt Djakarta hieß bis 1949 Batavia. Das
17. Jh. war das "Goldene Zeitalter", neben großem Wohlstand
erlebte das Land auch eine kulturelle Blüte, vor allem in der
Malerei: u.a. Rembrandt, Vermeer, Frans Hals. 1795 wurde die
Republik französischer Vasallenstaat, der 1810 dem
napoleonischen Frankreich einverleibt wurde. Nach Beendigung
der französischen Besetzung wurde 1814 das Königreich
Niederlande gegründet. 1848 wurden sie eine konstitutionelle
Monarchie mit parlamentarischem Regierungssystem. Im 1.
Weltkrieg konnten die Niederlande noch ihre Neutralität
wahren, doch 1940 wurden sie von Deutschland überfallen und 5
Jahre lang besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Kolonien
der Niederlande selbständig. Indonesien löste sich völlig,
Surinam und die Niederländischen Antillen wurden 1954
gleichberechtigte Partner, 1975 wurde Surinam unabhängige
Republik. Am 1. 1. 86 erhielt Aruba einen Sonderstatus
innerhalb des Königreichs. Es ist seither gleichberechtigter
Partner der Niederländischen Antillen (Curacao, Bonaire, St.
Eustatius, Saba und Sint-Maartin) und der Niederlande. Die
wichtigsten niederländischen Wirtschaftszweige sind die
Landwirtschaft mit Blumen-, Obst- und Gemüseanbau
(kilometerweit aneinandergereihte Gewächshäuser und
Pflanztunnels sind sichtbare Merkmale des weltgrößten
Exporteurs für Obst, Gemüse und Pflanzen), sowie Vieh- und
Milchwirtschaft, Erdgasgewinnung, Erdölveredelung,
Metallindustrie und das Verkehrsgewerbe. Hierfür bedeutend
sind neben dem dichten Straßen- und Eisenbahnnetz vor allem
die 4500 km schiffbaren Wasserwege.
Die großen Städte der Niederlande wie Amsterdam, Rotterdam,
Den Haag, Utrecht und Maastricht gehören auch in touristischer
Hinsicht zu den Glanzstücken des Landes. Amsterdam
begonnen. Das Deltawerk riegelt im Gefahrenfalle, also bei
Sturmflut, die gesamte Oosterscheide ab. Zwischen den
Provinzen NoordHolland und Friesland wurde die Zuiderzee
eingedeicht und Land im großen Stil gewonnen. An der früheren
Zuiderzee, heute wird sie lisselmeer genannt, liegen die
berühmten Seefahrerstädte Edam, Enkhuizen und Hoorn
(Holländische Seefahrer gaben dem berüchtigten Kap Hoorn an
der Südspitze des amerikanischen Kontinents den Namen ihrer
Heimatstadt), von wo Holland im 17. Jh. die Welt eroberte.
Durch die Nähe zum Nachbarland Belgien haben die drei
südlichen Provinzen Zeeland, Noord-Brabant und Limburg Küche
und Keller schätzen gelernt. Im burgundischen Lebensstil wird
Genuß groß geschrieben, das zeigt sich auch in der üppigen
Architektur.
Noord-Holland, Utrecht, Flevoland und Friesland umrunden das
ljsselmeer, das Paradies der Wassersportler. Die im Norden
liegende Provinz Groningen ist geprägt von weitem Grünland,
das von zahlreichen schnurgeraden Kanälen durchzogen wird.
Hier liegen noch zahlreiche majestätische Höfe und Dörfer auf
den Warften, aufgeschütteten Erdwällen, die an die Zeit vor
der Eindeichung des Landes erinnern.
Die im Süden anschließende Provinz Drenthe ist aus Sand und
Moor entstanden. Noch heute transportieren Torfstecher ihre
begehrte Ware mit kleinen Booten über die Kanäle Hollands. Die
östliche Provinz Overijssel bietet eine wildromantische
Wasser-, Moor- und Sumpflandschaft, im Osten wird das Land
hügelig. Die südlich anschließende größte Provinz Hollands,
Gelderland, ist von den größten Flüssen Hollands durchzogen:
Rhein, Maas, Waal und ljssel. Hier wechseln Fluß- mit
Hügellandschaft, Wald- mit Heidelandschaft einander ab. Auch
das größte Obstanbaugebiet der Niederlande befindet sich in
dieser Provinz.
Die Niederlande erhielten ihren Namen 1568, nachdem sich die
calvinistischen Provinzen Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern,
Friesland, Overijssel und Groningen unter Prinz Wilhelm von
Oranien von der katholischen spanischen Krone gelöst hatten
und die Republik der Vereinigten Niederlande gründeten, die
1648 im Westfälischen Frieden als souveräner Staat anerkannt
wurde. Hier wurde der Grundstein für ein großes Kolonialreich
geschaffen, das im 17. Jh. eine der führenden See- und
Handelsmächte wurde. U. a. wurde 1626 Neu-Amsterdam gegründet,
das heutige New York. Koloniale Besitzungen lagen vor allem in
Westindien (Karibik) und in Südostasien, in Indonesien
Dessen heutige Hauptstadt Djakarta hieß bis 1949 Batavia. Das
17. Jh. war das "Goldene Zeitalter", neben großem Wohlstand
erlebte das Land auch eine kulturelle Blüte, vor allem in der
Malerei: u.a. Rembrandt, Vermeer, Frans Hals. 1795 wurde die
Republik französischer Vasallenstaat, der 1810 dem
napoleonischen Frankreich einverleibt wurde. Nach Beendigung
der französischen Besetzung wurde 1814 das Königreich
Niederlande gegründet. 1848 wurden sie eine konstitutionelle
Monarchie mit parlamentarischem Regierungssystem. Im 1.
Weltkrieg konnten die Niederlande noch ihre Neutralität
wahren, doch 1940 wurden sie von Deutschland überfallen und 5
Jahre lang besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Kolonien
der Niederlande selbständig. Indonesien löste sich völlig,
Surinam und die Niederländischen Antillen wurden 1954
gleichberechtigte Partner, 1975 wurde Surinam unabhängige
Republik. Am 1. 1. 86 erhielt Aruba einen Sonderstatus
innerhalb des Königreichs. Es ist seither gleichberechtigter
Partner der Niederländischen Antillen (Curacao, Bonaire, St.
Eustatius, Saba und Sint-Maartin) und der Niederlande. Die
wichtigsten niederländischen Wirtschaftszweige sind die
Landwirtschaft mit Blumen-, Obst- und Gemüseanbau
(kilometerweit aneinandergereihte Gewächshäuser und
Pflanztunnels sind sichtbare Merkmale des weltgrößten
Exporteurs für Obst, Gemüse und Pflanzen), sowie Vieh- und
Milchwirtschaft, Erdgasgewinnung, Erdölveredelung,
Metallindustrie und das Verkehrsgewerbe. Hierfür bedeutend
sind neben dem dichten Straßen- und Eisenbahnnetz vor allem
die 4500 km schiffbaren Wasserwege.
Die großen Städte der Niederlande wie Amsterdam, Rotterdam,
Den Haag, Utrecht und Maastricht gehören auch in touristischer
Hinsicht zu den Glanzstücken des Landes
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