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    Indien

 

   

Indien umfaßt den gesamten indischen Subkontinent, mit einem Nordausläufer ins Karakorumgebirge (West-Himalaya) und einem Ostausläufer um den östlichen Nachbarstaat Bangladesh. Im Karakorum liegt der Bundesstaat Jammu und Kaschmir, dessen Grenzen mit Pakistan nach wie vor strittig sind. Im Nordosten liegt das Fürstentum Sikkim, im Osten und Nordosten Bangladeshs liegen 7 weitere der insgesamt 25 indischen Bundesstaaten. Im Westen Indiens liegt Pakistan, im Norden China, Nepal, Bhutan, Tibet. Den Osten beschließen Bangladesh und Burma (Myanmar).
Erste britische Siedlungen (Ostindien-Company) gab es bereits um 1600 zu Zeiten der Mogule. 1784 brachte die britische Regierung die Kontrolle über die Company an sich und ernannte den ersten Generalgouverneur 1786. Seit 1877 ist Königin Victoria von England auch Kaiserin von Indien, der Gouverneur heißt ab dato Vizekönig. 1947 wird die Kolonie Indien geteilt. Es entstehen Indien, Westpakistan (heute Pakistan), Ostpakistan (Bangladesh) und Burma (bereits seit 1937).
Sowohl die Ost-West- als auch die Nord-Südausdehnung beträgt über 3000 km.
Zu Indiens Hoheitsgebiet gehören noch die Lakkadiven (Lakshadweep, nördlich der Maledi-

ven), sowie die in der östlichen Andamanensee liegenden Andamanen und Nikobaren.
Von Norden nach Süden gliedert sich das Biesenland in 3 wesentliche geografische Räume flas Gehirnsland des Himalava und Karakorum.
die großen Stromgebiete des Ganges samt seiner Nebenflüsse sowie das Industiefland im Westen (ohne den Fluß, der in Pakistan fließt) und abschließend das Dekhan-Hochland, das (ohne das Küstentiefland) die gesamte, in den Indischen Ozean ragende Halbinsel einnimmt. Indiens Vegetation ist vielschichtig, im Nordosten, südlich Nepals gibt es noch Regenwälder, in den nördlichen Gebieten dominieren allerdings Plantagenlandschaften (Teezentrum Assam, im Nordosten).
Der vorwiegende Teil des Dekhan-Hochlandes besteht aus Trockengebieten, Savannen mit Strauchbewuchs, dazwischen Anbauflächen. Im Westen liegen zahlreiche Steppen- und Wüstengebiete (Rajastan), im Gir-Forest-Reservat auf der westlichen Halbinsel Kathiawar leben die letzten asiatischen Löwen.
Das Ganges-Delta ist von Mangroven und den Sundarbans bewachsen, einem Dschungelgebiet, in dem bengalische Tiger und das indische Panzernashorn leben.
Indiens Tierwelt, obwohl weitgehend von der Zivilisation zurückgedrängt, besteht aus Affen, Elefanten, Wasserbüffel, Gaur (Wildrind), Tigern, Löwen, Leoparden, Nashorn, Krokodilen, Rotwild, Gazellen, Antilopen, Wölfe, Schakale, eine reichhaltige, exotische Vogelwelt und

vor allem Schlangen (Kobras, Pythons), im Himalaya Schneeleoparden, Bären, Moschustier, Yak, im Westen Kamele, Büffel.
Von zahlreichen Nationalparks sind Kanha (Madhya P.), Sasan Gir (Gujarat, asiat. Löwen, hautnah!), Taroba und Shivpuri (Mahar., Tiger!) die spektakulärsten.
Das Klima reicht vom subtropischen bis zum alpinen. Es gibt im großen und ganzen 4 Jahreszeiten, die kühle von Dez-März, die heiße von April-Mai, die Regenzeit von Juni-Sep und die Trockenzeit von Okt-Nov.
Wichtigste Anbauprodukte sind Getreide, Indien ist weltgrößter Zucker-, Jute- und Teeproduzent, daneben spielen Kautschuk und Kaffee eine wichtige Rolle.
Indien hat die zweitgrößte Bevölkerungszahl der Erde (über 840 Millionen), erschütternd und schockierend ist die Armut in den Großstädten. Indien ist die Geburtsstätte der Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus. Mehr als 1000 Sprachen und Dialekte werden im Land

chen, es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Schriften.
Indien ist ein unvergleichlich vielseitiges Reiseland. Prachtvolle Tempel, Maharadschapaläste, Burgen und Festungen, Mausoleen rufen Erinnerungen aus Märchenbildern aus 1001 Nacht hervor. Neben herrlichen Landschaften, die von der Bergwelt des Himalaya bis zu den endlosen Palmenstränden des Südens reichen, gibt es die einzigartigen, für Europäer unbegreiflich unüberschaubaren, Innenstädte, Märkte und Basare zu sehen.
Farbenprächtige Feste versetzen den westlich

kühlen Betrachter immer wieder in Erstaunen. Manche Feste dauern Tage oder Wochen, der überwiegende Teil ist religiöser Natur. Da die Festlichkeiten von Jahr zu Jahr verschiedene Zeitpläne aufweisen, empfiehlt es sich, vor Antritt der Reise einen Plan vom indischen Touristenamt anzufordern.
Verkehrstechnisch am besten erschlossen ist Indien per Eisenbahn. Es umfaßt nach den USA, der GUS und Kanadas das viertgrößte Eisenbahnnetz der Erde. Eisenbahnfans kommen hier voll "zum Zuge", viele Loks und Waggons stammen aus kolonialer Zeit, leider sind die Züge meist hoffnungslos überfüllt (Reservierungen empfohlen).
Das Straßennetz ist mäßig ausgebaut, die indische Bevölkerung ist nicht stark motorisiert, den Nahverkehr bewältigen Busse. Das Inlandflugnetz (93 Airports) ist hervorragend, internationale Flüge ab Delhi, Bombay, Kalkutta, Madras, Trivandrum, Hyderabad, Goa.
Indien läßt sich in Nord, West, Ost und Süd einteilen:
NORD (Bundesstaaten und Territorien Jammu and Kashmir, Himachal Pradesh, Punjab, Haryana, Uttar Pradesh, Hauptstadt Delhi, Rajastan, Madhya Pradesh).
Nordindien hat goldene Weizenfelder, prächtige Tempel, Paläste und Burgen sowie malerische Bergorte.
Delhi, Indiens alte Hauptstadt, hat zahlreiche prächtige Paläste, Tempel, das Rote Fort aus dem 16.Jh., eine gigantische Festung aus rotem Sandstein, beinhaltet Tempel, Museen, Paläste. Neu-Delhi, von den Engländern als Gartenstadt angelegt, zeigt Kolonialhäuser, schattige Alleen. Neu-Delhi ist meist der Einstieg aller Indienbesucher. Von hier gehen auch alle Inlandflüge, ebenso beste Möglichkeiten für Auto-, Bus-, Bahnrundreisen.
Madhya Pradesh, in der Mitte Indiens gelegen, mit seiner malerischen Hauptstadt Bhopal (bei uns bekannt wg. Giftgaskatastrophe 1984), bietet zahlreiche Tempel (sehenswerte Skulpturen in Khajuraho), Festungen, Paläste und Moscheen. Die Tajul-Moschee von Bhopal ist die größte Indiens. Der Kanha-Nationalpark (Rotwild, Antilopen, Vögel, Affen, Gaur, Tiger) inspirierte Rudyard Kipling zu seinem weltberühmten "Dschungelbuch". Weitere Tierreservate sind Taroba (Rotwild, Antilopen, Vögel, Affen, Gaur, Tiger, Leoparden), Shivpuri (Rotwild, Antilopen, Affen, Tiger, Leoparden, gelegentlich Löwen), Nal Sarovar (Vögel, besonders Flamingos, Pelikane).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Stadt

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