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    Indonesien

 

   

Lage: Die Republik Indonesien besteht aus den größeren Inseln Java (132 174 km2), Sumatra (473 605 km') und Sulawesi (früher Celebes, 189 034 km2), Kalimantan (Borneo, 539 460 km2) und dem westlichen Teil Neu-Guineas, Irian Jaya (393 140 km2); außerdem aus etwa 13 000 kleinen Inseln, von denen nur 3000 bewohnt sind.
Der Inselstaat liegt beiderseits des Äquators zwischen dem südostasiatischen Festland und Australien. Im Norden und Nordwesten der Insel Borneo liegen die beiden malaysischen Staaten Sarawak und Sabah und das selbständige Sultanat Brunei.
Das Reiseziel Indonesien: Als ausge-
sprochene Touristengebiete gelten nur die Inseln Java und Bali. Ureinwohner war der „Javamensch", der älter ist als der Neandertaler.
Um 1602 breiteten sich die Holländer auf den Inseln aus und nannten sie „Niederländisch-Indien". 1949 wurde die Unabhängigkeit international anerkannt.
Indonesien ist reich an landwirtschaftlichen Produkten. In der Erzeugung von

Kautschuk und Zinn, Tabak und Gewürzen gehört es zu den führenden Ländern der Welt.
Java wird von einer vulkanischen Bergkette durchzogen (Semeru 3676 m hoch). Das Hügelland ist überaus fruchtbar. Das Klima von West- und Mitteljava eignet sich besonders für einen Aufenthalt.
Produkte: Reis, Zuckerrohr, Tabak; Textilindustrie.
Sumatras Landschaft wird vom vulkanischen Bukit-Barisan-Gebirge (bis 3805 m hoch) geprägt. Es gibt dort zahlreiche Flüsse und Seen. Der Toba-See (1265 km') ist ein lohnendes Reiseziel. Produkte: Palmöl, Kopra, Tabak, Kaffee, Tee, Kautschuk, Reis, Pfeffer, Zimt, Kampfer; Erdöl, Kohle, Eisen, Zinn, Magnesium.
Kalimantan, wie Borneo, die drittgrößte Insel der Welt, bei den Indonesiern heißt, ist größtenteils mit tropischen Urwäldern bedeckt. Lange, breite Flüsse dienen als Verkehrswege. Produkte: Kautschuk, Kopra, Reis, Tropenfrüchte, Zuckerrohr; Erdöl, Kohle, Gold, Diamanten.
Sulawesi (Celebes) ist im Inneren gebirgig. Die größten Bevölkerungsgruppen sind Buginesen, Makassaren und Toraja.. Produkte: Kopra, Palmöl, Kaffee, Mais, Muskat, Zimt.

Die Molukken sind seit dem 16. Jahrhundert als „Gewürzinseln" bekannt. Viele sind vulkanischen Ursprungs und haben 3000 m hohe Berggipfel. Außer Gewürzen sind Kopra und Sago Hauptprodukte.
Irian Jaya ist von dichtem Dschungel bedeckt, der von Gebirgszügen durchschnitten wird. Höchster Berg ist der mit ewigem Schnee bedeckte Puncak Jayawijaya (5030 m). Der Boden, der vermutlich reiche Mineralvorkommen birgt, ist erst wenig erkundet

Reisewege: Internationale Flughäfen haben Jakarta (Java), Denpasar (Bali) und Medan (Sumatra); diese werden von Europa aus angeflogen. Inlandflüge verbinden die größeren Inseln miteinander. Java und Bali verfügen über relativ gut ausgebaute Straßennetze.

Staatsform: Indonesien ist eine präsidiale Republik, an deren Spitze der Staatspräsident steht. Das Militär spielt im Lande eine bedeutende politische Rolle. Die Republik ist in 24 Provinzen und 3 Territorien (Jakarta, Yogyakarta, Aceh) aufgeteilt, die von Gouverneuren verwaltet werden.

Die Bevölkerung lebt zu 65% auf der Insel Java, deren Fläche nur 7% des Staates ausmacht. Java gehört daher zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt.
Um das Jahr 1000 wurde der Islam ins Land getragen, der 1521 das letzte hinduistische Königreich Majapahit überschwemmte. Der Hinduglaube erlebte nach 1850 eine Renaissance, doch ist der Islam nach wie vor Hauptreligion.
Neben den Ureinwohnern der indonesischen Inseln (Batak, Papuas u a.), halten die eingewanderten indischen, arabischen, malaiischen und chinesischen Volksgruppen zum Teil noch an ihren alten Sitten und Bräuchen fest.

Die moderne indonesische Amtssprache ist Bahasa Indonesia, eine Fortentwicklung der malaiischen Grundsprache. Außer ihr gibt es noch über 200 andere, zum Teil sehr eigenständige Sprachen und Dialekte. An höheren Schulen und Universitäten wird weitgehend Englisch gelehrt.
Speisen und Getränke: Die Basis der indonesischen Küche ist der Reis. Eine Spezialität ist Nasi Goreng, Reis in K okosöl gebraten mit Sojabohnensoße. Gado gado ist ein gekochter Gemüsesalat mit Erdnußbuttersoße; Sate ist gegrilltes Fleisch am Bambusspieß. Viele Gerichte werden mit Kokosmilch, Eiern, Sojabohnen und verschiedenen Soßen zubereitet.
Der gute Ton: Der Indonesier ist sehr nationalbewußt. Man hüte sich, politische Meinungen zu verbreiten, die der seinen entgegengesetzt sind. Vor islamischen Gebetsstätten ist Zurückhaltung geboten.
Feiertage: 1. Januar, Ostern, 17. August, 25. Dezember und bewegliche islamische Feiertage.

Das Klima Indonesiens ist durch vier Faktoren gekennzeichnet: Gleichmäßig hohe Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, starke Regenfälle sowie regelmäßige Wiederkehr der Monsunwinde. Bei einer Durchschnittstemperatur von 26° C ist es ohne jahreszeitliche Verschiebung in

Indonesien das ganze Jahr lang gleichbleibend tropisch warm, mit zum Teil reichen Niederschlägen. Die Nächte bringen nur geringfügige Abkühlung. Kühler ist es dagegen in vielen gebirgigen Regionen Indonesiens. Auf Java und Bali ist es im Juli/ August am schönsten.




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