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    Irland

 

   


Irland ist eine Insel im Atlantik, im Nordwesten Europas, von der britischen Hauptinsel durch die Irische See getrennt. Der Staat Irland nimmt den mittleren und südlichen Teil der Insel ein, im Norden und Nordosten verläuft die Grenze zu Nordirland. Der Norden und der Süden sind gebirgig, im Inneren befindet sich eine Zentralebene mit wasserreichen Flüssen (Great Shannon Basin), großen Seen und Mooren. Der Südwesten hat fast mediterrane Flora, mit immergrünen Eichen, Myrten, Erdbeer- und Lorbeerbäumen, die Landschaft ist parkartig mit großen Farnheiden. Die reich gegliederte Küste hat besonders im Süden viele Naturhäfen, Cork ist allerdings einziger Überseehafen, Irland ist das waldärmste Land Europas. Wegen seiner vielen Wiesen und Weiden wird es auch die "Grüne Insel" genannt.
Bereits vor der Zeitrechnung war Irland von Kelten besiedelt. Um 500 n. Chr. christianisierte der Mönch St. Patrick die Insel. 1172 eroberte Heinrich II. von England Irland, das erst 1921 Freistaat und endlich 1949 selbständige Republik wurde.
Irlands Klima wird durch den Atlantik und den Golfstrom bestimmt. Gemäßigt, mit kühlen Sommern und milden Wintern, ist es ganzjährig regenreich, besonders an der Westküste, die in der Westwindzone liegt.
Die Wirtschaft ist landwirtschaftlich ausgerichtet, daneben ist Irland Westeuropas größter Zinkproduzent.
Über 90% der Iren sind keltischer

und römisch-ka holisch. Als klassisches Auswanderungsland wegen hoher Arbeitslosigkeit und Hungersnöten im 19. Jh., stellte Irland die größte Einwanderungsgruppe Europas in die USA.
Die Tierwelt Irlands ist nicht sehr artenreich, im Südwesten gibt es golfstrombedingt subtropische Pflanzen mit verschiedenen Palmenarten. Irland birgt eine Vielzahl kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten. 5000 Jahre alte Hühnengräber, Forts aus der Eisenzeit, frühchristliche Klosteranlagen, Hochkreuze, Rundtürme, Burgen, Festungen und Schlösser aus allen Epochen des Mittelalters, großteils als Ruinen, z. Teil restauriert, sind über das Land verteilt. Besonders an den Westküsten und im Süden gibt es zahlreiche "Gaeltachtgebiete", Gebiete in denen vorwiegend die gälische Sprache gesprochen wird.
Beliebt sind Bootsausflüge auf den Flüssen, Reitferien, Wanderungen, Fischen, Golfausflüge, Radtouren, Fahrten im einspännigen Zigeunerwagen und Autotouren.
Die Lust der Iren zu feiern zeigt sich in der Vielzahl von Festivals, bei denen die mittlerweile weltbekannte "Irish Folk Music" gespielt wird. Beliebt sind die "Singing Pubs", in denen man nicht nur das berühmte Guiness trinkt, sondern auch kräftig mitsingt.
Ebenso laden die, "Seisiun" (Session) genannten, Folk-Abende im Sommer das Publikum zum mitmachen ein.
Irland wird unterteilt in die 4 Provinzen Lein-

ster, Munster, Connacht und Ulster. Die touristischen Regionen sind Dublin und die Ostküste, der Südosten, Connemara und Westirland, die Irische Seenplatte, die Golfstromküste und Golden Vale, die Atlantikküste und das Hochland von Donegal, die Flüsse und Seen der Shannon-Erne-Region.
Dublin und die Ostküste
Irlands Hauptstadt ist Dublin (Baile Atha Cliath), an der Ostküste gelegen. Der Stadtkern ist im georgianischen und viktorianischen Stil erbaut. Mitten in der Stadt liegt der Park St. Stephen's Green, der Phoenix-Park, mit Zoo und Pferderennbahn, ist einer der größten der Welt. Die Stadt ist kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Sehenswürdigkeiten sind die Christ Curch Cathedral, der Parlamentssitz Leinster House, das Dublin Castle und die Bank of Ireland. Die zentrale Einkaufsstraße ist die Grafton Street. Weltbekannte Schriftsteller wurden in Dublin geboren, wie Swift, Wilde, Shaw, Yeats, Beckett und Joyce. Auf einer Halbinsel nördlich von Dublin liegt das Wassersportzentrum Howth (Bootsausflüge zur vorgelagerten Insel Ireland's Eye) mit den Ruinen von St. Mary's Church (1235) und dem Howth Castle hoch über dem alten Hafen. Empfehlenswert sind die guten Fischrestaurants. Historische Attraktionen bietet der Norden von

Lawrence's Gate, einem der schönsten Stadttore Irlands, und Boyne Valley mit prähistorischen Fundstätten, bis 1000 n.Chr. residierten hier die irischen Könige. Dundalk ist ein Industrie- und Hafenstädtchen.
Südlich von Dublin liegt die Hafenstadt Dun Laoghaire (Fährhafen nach Holyhead in Wales)

Das bedeutende Seebad beherbergt einen der führenden Yachthäfen Irlands. Im Landesinnern liegen die Hausberge der Hauptstadt, die Wicklow Mountains mit Bergseen, Wasserfällen und Heidelandschaft. Hübsche Hafenstädte sind Wicklow und Arklow (5 km westlich liegt Woodenbridge, berühmt durch den Goldrausch am Croghan Kinsella vor 200 Jahren).
Südosten
Zentrum von Irlands Südosten ist Waterford, an der Mündung des River Suir in den großen Fjord des natürlichen Waterford Harbour. Berühmt ist der hier von Hand geschliffene Waterford-Kristall. Aus der Normannenzeit stammt Reginald's Tower, dessen Museum besichtigt werden kann. Die Altstadt ist im Sommer Austragungsort für Operetten- und Musical-Festivals.
Westlich von Waterford findet man die Badeorte Tramore und Ardmore mit mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten (29 m hoher Rundturm). Diese beiden Ferienorte liegen in einem Gaeltacht-Gebiet, d.h. hier wird noch heute gälisch gesprochen.
An der Südostküste östlich von Waterford liegen zahlreiche Badeorte und Fischerdörfer mit weiten Sandstränden, wie Duncannon (Festung), Kilmore Quay und Rosslare Strand. Rosslare Harbour ist wichtiger Fährhafen nach Fishguard und Pembroke in Wales, sowie nach Cherbourg und Le Havre in Frankreich. An der Mündung des Laney River liegt malerisch das Städtchen Wexford, winklige Gassen, Westgate Tower und das Theater aus dem 18. Jh. bestimmen das Stadtbild. Internationalen Ruf hat das Ende Oktober jährlich stattfindende Wexford Opera Festival.
Zentrum irischer Pferdezucht ist die Grafschaft Kildare, westlich von Dublin. Auf der weltberühmten Pferderennbahn Curragh findet alljährlich das lrish Derby statt.
Kilkenny in der gleichnamigen Grafschaft war im Mittelalter zeitweilig irische Hauptstadt. Beherrscht wird die Stadt von der mittelalterlichen Schloßanlage. Besichtigen sollte man die Kilkenny Design Workshops, wo alltägliche Gebrauchsgegenstände formvollendet geschaffen werden.
 

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