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    Irland

 

   


Golfstromküste und Golden Vale
Zentrum dieser Region ist Cork, Irlands zweitgrößte Stadt und bedeutender Hafen im Norden der tief ins Land reichenden Bucht (Cork Harbour) an der Mündung des River Lee. Sehenswürdigkeiten sind die St. Patricks Bridge, die Mitte des 19. Jh. erbaut wurde, das Court House (Klassizismus), der Fitzgerald Park mit dem Cork Public Museum, der Coal Quay Market und die Promenadenstraße Mardyke Walk. 17 km westlich der Stadt liegt das Blarney Castle mit dem berühmten Blarney Stone, wer der Sage nach diesen Stein küßt, erhält die Gabe überzeugender Beredsamkeit.
Auf einer Insel mitten in der Bucht Cork Harbour liegt die Hafenstadt Cobh, letzte Station der großen Atlantikdampfer vor ihrer Ozeanüberquerung. 1720 wurde als erster Yachtclub

der Welt der Royal Cork Yacht Club gegründet. Das Clubgelände liegt in Crosshaven, gegenüber von Cobh.
Die Süd- und Westküste bietet ein ideales Segelrevier um das kleine Ferienstädtchen Kinsale, das über die Landesgrenzen bekannt ist für seine vorzüglichen Restaurants. Zwischen den hübschen georgianischen Häusern, die auf den Terrassen von Compass Hill hoch über dem Hafen erbaut wurden, schlängeln sich kleine Straßen hinunter zum Ufer. Am Hafeneingang stehen zwei mächtige Festungsanlagen aus dem 17. Jh.
Im Herzen Irlands liegt in einem weiten, parkähnlichen Hügelland mit zahlreichen Forest Parks die irische Seenplatte.
Westlich von Kinsale wird die Küste immer stärker zergliedert. Die Buchten sind beliebte Ankerplätze unter den Wassersportlern. Man findet hier hübsche Fischerdörfer wie Courtmacsherry und das kleine Marktstädtchen Skibbereen, das über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist.
Vom 200 m hohen Mizen Head, einem in den Atlantik ragenden, wellenumtobtem Felskoloß

hat man eine herrliche Aussicht auf die Küste mit ihren Buchten und viele vorgelagerte Inseln. Bei guter Sicht erkennt man den Leuchtturm des 15 km südöstlich gelegenen Fastnet Rock, Wendemarke der im englischen Solent startenden Segelregatta Americas Cup.
Eine der schönsten Buchten Irlands ist Bantry Bay, von Bergen umsäumt inmitten subtropischer Vegetation (Golfstrom) liegen dort die Städtchen Bantry und Glengariff. Zu Füßen des Turner's Rock, ein paar Kilometer östlich von Glengariff liegt Gougane Barra, ein kleiner See, an drei Seiten von Felsen eingeschlossen, Quelle des River Lee. Nördlich der Spitzenmanufakturstadt Kenmare liegen die höchsten Berge Irlands, die Macgillycuddy's Reeks mit dem 1041 m hohen Carrauntoohil.
Killarney ist wichtigstes Ferienzentrum dieser Bergregion. Drei Seen laden zum Baden ein, immer wieder überraschend ist die südländische Palmen-Vegetation. Der größte ist der Lough Leane mit dem Bourn Vincent Memorial Park, einem der schönsten Nationalparks Irlands. Die Küstenstraße von Kenmare führt in Richtung Westen auf einer der weltschönsten Küstenstraßen, dem Ring of Kerry, zu den Fischerstädtchen und Badeorten Sneem, Caherdaniel und Waterville, dazwischen liegt Staigue Fort, eines der besterhaltenen prähistorischen Ringforts.
Der Küste vorgelagert sind zahlreiche Kleinstinseln und Riffe. Nördlich der Dingle Bay erstreckt sich die Dingle-Halbinsel mit Dingle, der westlichsten Stadt Europas. Die Fischerstadt erlebte ihre Blüte, als im Mittelalter. irische Städte mit Spanien und Portugal Handel trieben. In der Umgebung der Stadt liegen einige Badestrände. Von Slea Head, dem Südwestzipfel der Halbinsel, hat man eine schöne Aussicht auf Blasket Island, Festlandeuropas westlichster Punkt (nur die Atlantikinsel Island und die Azoren liegen westlicher). Hauptstadt des County Kerry ist Tralee. Am Ausgang des River Shannon liegt in der Nähe von Listowel der beliebte Badeort Ballybunion mit kilometerlangen Sandstränden.
Golden Vale ist das fruchtbare und hügelige Acker- und Weideland im Dreieck zwischen Limerick, Tipperarary, Clonmel und Mallow. Berühmtester Felsen Irlands ist der Rock of Cashel, ein 60 m hoher Felsklotz inmitten einer kilometerlanger Ebene, der gekrönt ist von den wuchtigen Mauern einer mittelalterlichen Burg-, Kirchen- und Klosteranlage. Ursprünglich als Sitz der Könige von Munster gegründet

Connemara und Westirland
Zentrum der Region ist Galway, am Nordosten- de der großen Galway Bay. Noch heute sieht man die spanischen Einflüsse in der Architektur, die auf den regen Handel mit Spanien im 14. und 15. Jh. zurückzuführen sind. Die Fischerstadt ist das Tor zu Connemara, der Halbinsel an der Westküste. Zentrum Connemaras ist Clifden, ein beschauliches Städtchen, das jedes Jahr im August zum Leben erwacht, wenn die Connemara Pony Show stattfindet. Die Küste der wilden Berglandschaft Connemaras ist wild zerklüftet mit den vorgelagerten Inseln Clare, Inishturk, Inisbofin, Inishshark, High, Omey und weiteren Kleinstinseln.
Den einzigen echten Fjord Irlands findet man im Killary Harbour, einer Meeresbucht, die weit in die Berglandschaft einschneidet. Im Süden des Fjords liegt das Ferienstädtchen Leenaun, im Norden Bundorragha (Ausflugsmöglichkeiten in die Seen- und Heidelandschaft der Umgebung). Hochburg des Hochseeangelsports ist Westport in der Clew Bay. Sehenswert sind Schloß und Parkanlage mit Zoo.
Westlich von Westport steht direkt an der Südküste der Clew Bay der Croagh Patrick, Irlands Heiliger Berg (765 m), auf dem der irische Schutzpatron St. Patrick 40 Tage gefastet hat. Castlebar, 14 km östlich von Westport, ist in die irische Geschichte eingegangen. Hier schlug 1798 eine französisch-irische Truppe die Engländer in die Flucht, woraufhin die "Provisorische Republik Connaught" ausgerufen wurde. Reizvoll ist die Küstenstraße von Westport über Newport zur Corraun-Halbinsel und weiter über die Brücke zur Achill-Insel. Berge, Moore, Heidekrautfelder, Klippen und große Sandbuchten bestimmen das Landschaftsbild. Badeorte sind Keel und Doogort mit seinen großen Dünen. Die nördlich gelegene Mullet-Halbinsel, Zugang über Belmullet, bietet phantastische Dünenlandschaft mit bizarren Klippen, besonders am Nordende, am Erris Head.
Größter See Irlands ist der 30 km lange Lough Corrib, der mit 365 Inselchen übersät ist. Sehenswürdigkeiten an diesem fischreichen Badesee sind Ross Abbey und das Städtchen Cong am Nordufer, mit Resten eines Augustinerklosters, der Cong Abbey aus dem 13. Jh., wo der letzte irische Hochkönig seinen Lebensabend als Mönch verbrachte.
Zwischen Ennis im Norden und Limerick im Süden befindet sich am River Shannon der internationale Urlauber-Flughafen Shannon Air

ten und Saufgelagen teilnehmen kann.
Ennis ist eine mittelalterliche Bischofsstadt mit engen Gassen und georgianischen Häusern. Sie ist Verkehrsknotenpunkt, nach Südwesten führt die Straße nach Kilkee und weiter auf die Halbinsel, fast bis zum Loop Head, nach Nordwesten über Ennistimon nach Lahinch, einem Seebad an der Liscannor Bay und Ausgangspunkt zu den berühmten Cliffs of Moher.
Auf einer Strecke von rund 8 km zwischen Hag's Head und O'Brien's Tower ragen zahlreiche bis zu 200 m hohe Klippen senkrecht aus dem Atlantik.
in der Galway Bay liegen die Aran-Inseln Inishmore, lnishman und lnisheer mit zahlreichen prähistorischen, frühchristlichen und mittelalterlichen Ruinen. Heute leben hier zumeist gälisch sprechende Fischer und Bauern, berühmt sind die handgestrickten Pullover. Attraktion ist das prähistorische Fort Dun Aengus auf Inishmore. Fährmöglichkeit mit Kleinflugzeug oder Schiff ab Galway oder Doolin.
Atlantikküste und Hochland von Donegal
Der Nordwesten Irlands wird bestimmt durch

die Grafschaften Sligo und Donegal. Sligo, Hauptstadt des gleichnamigen County, liegt in einer bewaldeten Ebene zwischen Sligo Bay und dem Lough Gill. In der Umgebung von Sligo und bei Rosses Point und Strandhill findet der Urlauber schöne Dünenstrände. Auf dem Friedhof von Drumcliff, zu Füßen des sagenumwobenen Tafelbergs Benbulben, liegt der irische Dichter und Nobelpreisträger W. B. Yeats begraben. Bundoran an der Donegal Bay ist ein beliebter Badeort mit dem langen Sandstrand, der von bizarren Klippen begrenzt wird. Attraktion ist die vom Wasser ausgewaschene Natursteinbrücke Fairy Bridge, sowie die 25 m lange Höhle Lion's Paw Cave, die allerdings nur bei Ebbe zugänglich ist.
Donegal liegt am Ostende der Donegal Bay.

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