|
Mimar Sinan —
der große Architekt der Osmanen
Hand wieder
zurückgenommen werden konnte. Und die Absetzung Sultan
Abdülhamid II. im April 1909 durch die sogenannten Jungtürken
stellte eher einen Militärputsch als ein Volksaufstand im
Sinne der europäischen Revolutionen dar.
Aber die Tage
des Osmanischen Reiches waren gezählt: Am 29. Oktober 1923
wurde unter Mustapha Kemal Pascha, genannt Atatürk (Vater der
Türken), die Türkische Republik ausgerufen — das Ende des
Omanischen Reiches war damit offiziell besiegelt.
477 Gebäude
soll er gebaut haben. In Buda (Ungarn) war er tätig, in Mekka
(Saudiarabien) hat er seine architektonischen Spuren
hinterlassen. In Jerusalem (Israel) hat er den Felsendom
restauriert. Die Karagöz Mehmet Paea Moschee in Mostar
(Jugoslawien) nennt ihn als ihren Baumeister, ebenso die
Sultan Süleyman Moschee in Damaskus (Syrien). Alleine in
Istanbul, dem Zentrum seines Wirkens, nennen die Kunstkenner
319 Gebäude im Zusammenhang mit seinem Namen: als Restaurator
oder Architekt. Mag auch manche Zuschreibung umstritten, der
eine oder andere Bau mehr oder weniger intensiv betreut worden
sein. Fest steht, hinter der einfachen Bezeichnung Mimar Sinan,
Sinan der Architekt, verbirgt sich eine der produktivsten
Künstlerpersönlichkeiten, nicht nur der islamisch-osmanischen
Architekturgeschichte.
Heute ist nur
vergleichsweise wenig von dem Mann bekannt, der sich in seinen
Bauwerken ein ewiges Denkmal gesetzt hat. Er war schon 40
Jahre alt, als ihn 1438 Sultan Süleyman zum Hofarchitekten
berief. Und ein Großteil des prachtvollen Rahmens jenes
Sultans, der bis in unsere Zeit den Besucher in Erstaunen
versetzt, wurde auf seinem Reißbrett entworfen: die Rüstem
Paea, die $ehzade oder die Mihrimah Moschee in Istanbul, die
Selimiye in Edirne oder die
Moschee seines
Herrn und Förderers: Süleyman, um nur einige wenige Höhepunkte
seines Schaffens zu nennen.
Karriere bei
den Janitscharen Einige Quellen verlegen seinen Geburtsort
nach Kayseri oder ins kappadokische Aernas verlegen. Aber
letzte Beweise gibt es nicht. Die Papiere, so würden wir heute
sagen, sind verloren. Solche Papiere aber gab es wohl einmal,
denn Sinan war Berufssoldat in der Elitearmee der Janitscharen.
Damit haben wir eine weitere Information über seine Herkunft.
Denn die Janitscharen (übersetzt: die neue Truppe) rekrutierte
sich ausschließlich aus den Söhnen nicht-muslimischer
Untertanen des Sultans, zumeist Christen.
Diese
ansonsten unbehelligt und toleriert im weiten Osmanenreich
lebenden Religionsgruppen waren verpflichtet, einen Knabenzins
(Devsirme) zu entrichten. Ein Hauptmann der Janitscharen und
ein Rekrutierungsoffizier zogen durch die Städte und Dörfer
vor allem Kleinasiens, Griechenlands und des Balkan und
suchten dort Knaben zwischen 8 und 18 Jailren, die sich als
gesund, energisch, kräftig, intelligent und talentiert
erwiesen. Ihre Namen wurden in Listen eingetragen.
In Gruppen von
etwa hundert Kindern wurden sie in die Hauptstadt gebracht.
Vom schlichten
Gebetsraum zur prachtvollen Moschee
Durch den
Islam, die neue Religion im Mittelasien, wurde auch die Ar,
chitektur stark beeinflußt. Bestimmend für die osmanische
Architektur wurde die Begegnung und Auseinandersetzung mit der
römisch- byzantinischen Kunst.
Allgemein läßt
sich dieser Prozeß unter zwei Aspekten sehen:
Profitieren Sie
von einer Vielzahl von Vorteilen und buchen Sie mit dem Online
Reisebüro - reiseknaller.com
Wir wünschen einen schönen Urlaub und einen angenehmen
Flug !
Mehr Infos und Buchung |