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Apulien liegt im
Südosten Italiens, nördlich von Basilicata, nimmt den ganzen
Stiefelsporn ein und dehnt sich im Norden bis zum Gargano.
Norditaliener fühlen sich in Lecce, südlich von Brindisi, am
Ende der Welt. Spürbar sind die griechischen Traditionen in
den kleinen Dörfern des Umlandes. Die Kirche am Cap Leuca (griech.:
Licht), dem Zusammenprall der adriatischen und ionischen
Wellen, ist Wallfahrtsort. Sehenswert in dieser Region sind
die Trulli genannten
Ferienhäuser in Italien,
deren Dächer kegelförmig aus Tuffstein gebaut sind. Der Sporn
des italienischen Stiefels ist der Gargano. Der gleichnamige
Nationalpark gehört zu den malerischten Gebieten Süditaliens.
Binnenseen (Lago die Varano, Lago di Lesine), Wälder,
Olivenhaine, Felsküste und Strände prägen das Landschaftsbild.
Ganz außen am Sporn liegt Vieste mit ihrer sehenswerten
Altstadt und dem mittelalterlichen Schloß von Friedrich II.
(Ausflüge zur Grotta Campana und zu den Isole
Tremini).
Hauptstadt der Region ist Bari (Fährhafen nach Kroatien und
Griechenland). Sehenswert ist der antike Stadtkern der heute
modernen Großstadt.
Ceglie Messapica in der Provinz Brindisi ist ein Städtchen
abseits der großen Straßen, das sich seine "mittelalterliche"
Ruhe bewahrt hat. Auf einer Landzunge zwischenzwei Meeresarmen
liegt Brindisi (Dom, Treppe mit byzantinischer Säule). An der
Küste südlich von Brindisi liegen die mittelalterlichen
Städtchen Otranto, mit wünderschöner Kathedrale, und Taranto,
einst mächtige Stadt der Magna Grecia. Taranto liegt am
Nordufer des Golfo di Taranto, der den Absatz des Stiefels
formt.
Nördlich des Gargano liegen etwa 20 km vor der Küste die
Tremiti-Inseln San Nicola, San Domino und Capraia, mit Fähr-
und Helikopterdienst verbunden. Die Inseln haben sich von
Piratennestern und Mussolinis Strafkolonie auf der Klosterburg
von San Nicola zum Ausflugsziel und Unterwasser-Naturpark
gemausert. Bezeichnend sind zerklüftete Wälder, Felsenriffe,
Strände und Grotten. Der schönste Wald ist der Foresta Umbra
auf San Domino. Auf San Nicola steht die berühmte Kirche Santa
Maria (9. Jh.).
Basilicata (9.992 qkm, 600.000 E)
Basilicata liegt westlich von Apulien. Hauptstadt der Region
ist Potenza (Industriestadt). Im Süden liegt der nördliche
Teil des Nationalparks Pollino. Malerisch liegt Acerenza,
Sommerferienort der Region. In Tricarico fühlt man sich in
byzantinische Zeiten zurückversetzt.
Emilia-Romagna (22.122 qkm, 4 Mio E)
Die Region Emilia-Romagna zieht sich im italienischen Norden
von der Adria bis fast zum Ligurischen Meer. Der Nordteil
besteht aus der flachen Poebene, der Süden aus den
Gebirgszügen des Apennin. Hauptstadt ist Bologna, zentraler
Verkehrsknoten des italienischen Autobahnsystems. Die
etruskisch-römische Stadtrepublik ist ein Kulturzentrum, das
auch wegen seiner gastronomischen Spezialitäten berühmt ist.
Sehenswert sind neben zahlreichen weiteren Palästen und
Plätzen der Palazzo Communale mit seinem Turm, die Piazza
Maggiore mit der berühmten unvollendeten Fassade der Kirche
San Petronio und dem Palazzo dei Notai, der prunkvolle
Neptunbrunnen, die Via Zamboni und die beiden
mittelalterlichen Türme Torre degli Asinelli (98 m hoch) und
Torre della Garisenda (48 m).
Ravenna ist die ehemalige Hauptstadt des Weströmischen
Reiches. Die kunstgeschichtlichen Attraktionen sind die
Basilika San Vitale (6. Jh.), das Mausoleum der Galla Placidia
(5. Jh.), der Dom mit seinem zylinderförmigen Glockenturm,
Sant' Apollinare Nuovo mit den beeindruckenden Mosaiken, das
Grabmal Dantes, der 1321 hier im Exil starb, das wuchtige und
vieleckige Mausoleum König Theoderichs und außerhalb des
Stadtgebiets Sant'Apollinare in Classe (Mosaiken) mit dem von
Dante und Byron besungenen Pinienhain.
Die Küstenlandschaft um Ravenna ist geprägt von Lagunen und
Kanälen (Valli e Pialasse) mit seltenen Tier- und
Pflanzenarten (valle della Canna, Pialasse della Baiona).
Beeindruckend sind der Piniennaturpark, die Salinen und das
künstliche Kanalsystem zur Wasserstandsregulierung.
Am Po liegt Ferrara, eine der schönsten Städte Italiens und
ehemalige Residenz der Fürsten Este. Prachtbauten sind u.a.
der Palazzo dei Diamanti von Rossetti (1492), Schloß Este, ein
Wunderwerk mittelalterlicher Militärarchitektur, Haus Romei
(15.Jh.), das schönste Haus der Stadt, das Lusthaus Marfisa
d'Este und der Palazzo Schifanoia mit den Fresken von Mesi,
der eindrucksvoll das Hofleben z.Zt. des
sten Borso d'Este darstellt.
Die Zahl der geschichtsträchtigen Städte der Region ist
riesig, es sind u.a. Parma (Dom mit "Mariä Himmelfahrt" von
Correggio in der Kuppel, nicht zu vergessen der typische
Schinken), Modena (roman. Dom, Symbol der Stadt ist der
Glockenturm "Ghirlandina"), Reggio nell'Emilia (enge gewundene
Straßen und mittelalterl. Stadtbild, Dom (13. Jh.), Piacenca
("il Gotico" mit den Pferdestatuen der Farnese) und Forli
(Piazza Saffi mit historischen Gebäuden). Die Adriaküste
bietet mit Rimini den berühmtesten und größten Badeort der
Adria, das Synonym für Massentourismus. Aber Rimini ist weit
mehr als Sand, Disco und Spielautomaten. Als frührömisches
Ariminum genannt entwickelte sich Rimini florierenden Zentrum,
nach dem röm. Imperium wurde sie Byzantinisch, danach ging die
Stadt in den Besitz der Kirche über. Nach kurzer Zeit als
autonome Kommune und unter der Vorherrschaft der Malatesta,
fiel Rimini im 16. Jh. wieder an den Kirchenstaat. Wichtigste
Baudenkmale der Stadt sind der Malatesta-Tempel (eines der
hervorragendsten Beispiele der Frührenaissance), der
AugustusBogen (27 v.Chr.), die Tiberius-Brücke (21 n.Chr.) und
Piazza Cavour, der historische Mittelpunkt der Stadt.
Sehenswert in der Umgebung sind die Malatesta-Burg Montefiore
Conca, San Arcangelo, Verucchio und San Giovanni in Gallilea
(alle mit mächtigen Burgen). Rimini ist auch Ausgangspunkt zur
kleinsten und ältesten Republik der Welt, San Marino (siehe
dort).
Rimini hat einen kleinen Yachthafen, mit seinen neun
Ortsteilen besitzt es einen Strandanteil von 15 km. Die
Kulisse bilden grüne Hügel und Burgen, u.a. die Türme von San
Marino. Über 1500 Hotels und Pensionen bieten Platz für Gäste,
neben der Adria gibt es 4 öffentliche Schwimmbäder,
Bootsverleih, 5 Surfschulen, 3 Segelschulen, 2 Reitschulen, 1
Baseballplatz und 36 Tennisplätze.
Südlich von Rimini liegen die Seebäder Riccione, die "Grüne
Perle der Adria" mit Alleen, Gärten und Villen, über 600
Hotels, Wassersportschulen und Freizeitparks, Misano Adriatico
mit Yachthafen, Gocart-Pisten und MotorradAuto-Rennstrecke,
und Cattolica, überragt von der Burg von Gradara, mit
reizvollem Fischerhafen.
Nördlich von Rimini liegen Bellaria-Igea Marina (geteilt durch
den Fluß Uso, Fischerhafen und sehenswerte Festung Castrum
Lusi), San Mauro a Mare (ländliche Stimmung), Gatteo a Mare
(am Strand mündet der historische Fluß Rubikon, ruhiges
Badezentrum), Cesenatico
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