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Hauptstadt
Rom. Einwohner: 2.561.180 (2006).
Staatsform
Republik seit 1946. Verfassung von 1948. Zweikammerparlament:
Abgeordnetenhaus (Camera dei Deputati) mit 630 Mitgliedern und
Senat (Senato della Repubblica) mit 315 Mitgliedern. Wahl des
Staatsoberhauptes alle 7 Jahre durch ein Wahlmänner-Kollegium.
Nationale Einheit seit 1861. Italien ist EU-Mitglied.
Geographie
Italien gliedert sich in die italienischen Alpen, die
norditalienische Tiefebene, die eigentliche Apenninenhalbinsel
und zahlreiche Inseln. Sizilien, Sardinien, Elba, Ischia und
Capri sind wohl die bekanntesten. Die in Oberitalien gelegenen
Alpen bilden eine natürliche Grenze zu Frankreich, der Schweiz,
Österreich und Slowenien. Im Süden, Südwesten und Südosten wird
das Land vom Mittelmeer begrenzt. Die Apenninen, die eine Höhe
bis zu 2910 m erreichen, durchziehen die gesamte Halbinsel.
Norditalien umfasst die Alpen, die fruchtbare, dicht besiedelte
Po-Ebene und den ligurisch-etruskischen Teil der Apenninen. In
der Region Piemonte und Val d'Aosta liegen einige der höchsten
Berge und schönsten Skigebiete Europas. Zahlreiche Gebirgsflüsse
fließen von den Bergen zur Po-Ebene und durchziehen das
italienische Seengebiet (Lago Maggiore, Lago di Como und Lago di
Garda sind die bekanntesten). Die Po-Ebene besteht überwiegend
aus fruchtbarem Schwemmland. Der Po, der größte Strom Italiens,
mündet im Osten in die Adria.
Mittelitalien liegt im nördlichen Teil der italienischen
Halbinsel. Die Landschaft der Toskana ist sehr
abwechslungsreich; schneebedeckte Berge (Appennino Toscano),
saftiges grünes Land, Hügel, Sandstrände und zahlreiche Inseln
in Küstennähe erwarten den Besucher. Die Region Marche, zwischen
den Apenninen und der Adria gelegen, ist ein Bergland mit
Flüssen und kleinen, fruchtbaren Ebenen. Die gebirgigen Regioni
(Verwaltungsbezirke) der Abruzzen grenzen im Norden an die
Marche, das südlich der Abruzzen gelegene Molise grenzt im Süden
an Puglia. Lazio und Campania liegen am Tyrrhenischen Meer und
bilden die westliche Grenze. Umbria, das »grüne Herz Italiens«,
besteht aus Hügeln und weiten Ebenen.
Süditalien reicht von Baia Domizia bis hin zum Golf von Neapel
und zieht sich an der felsigen Küste entlang bis zur Grenze nach
Kalabrien hin. In der Campania gibt es niedrige Berge mit
flachen Küstenregionen. Die süditalienischen Apenninen sind
niedriger als die nördlichen, die Appennino Neapolitano gehen
langsam in das sanfte Hügelland der Umgebung von Sorrent über.
Die Inseln Capri, Ischia und Procida im Tyrrhenischen Meer
gehören ebenfalls zur Campania. In Apulien prägen vulkanische
Hügel und abgelegene Sümpfe das Landschaftsbild. In Süditalien
gibt es noch aktive Vulkane, der Vesuv, östlich von Neapel, ist
einer der größten Vulkane Europas. Kalabrien, die
»Stiefelspitze«, ist waldreich und dünn besiedelt.
Sprache
Amtssprache ist Italienisch. Südtirol ist offiziell
zweisprachig, es wird überwiegend Deutsch gesprochen. Ladinisch
ist z. T. Schulsprache in Trentino. In den Grenzgebieten zu
Frankreich und zur Schweiz von der italienischen Riviera bis zum
Gebiet nördlich von Mailand wird Französisch gesprochen,
Slowenisch in Triest und Gorizia. Auf Sardinien spricht man in
einigen Gegenden Katalanisch. In Ferienorten und größeren
Städten wird z. T. Englisch, Deutsch oder Französisch
gesprochen.
Religion
90% römisch-katholisch; protestantische, jüdische und
muslimische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ
+ 1 (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer
jeweils 0 Std.
Netzspannung
125 V oder 220 V, 50 Hz.
Regierungschef
Romano Prodi, seit April 2006.
Staatsoberhaupt
Giorgio Napolitano, seit Mai 2006.
Hinweis
Auf dem fruchtbaren Sizilien gibt es zahlreiche Vulkane und
große Lavafelder. Der Küste sind einige kleine Inseln
vorgelagert. Die Landschaft von Sardinien (Sardegna) besteht aus
hohen Bergen und schönen Sandstränden. In Küstennähe liegen
zahlreiche felsige Inseln.
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