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Jamaica ist die
drittgrößte der Großen-AntillenInseln und liegt 150 km südlich
von Kuba.
Die Länge der gebirgigen Insel ist 235 km, ihre größte Breite
82 km. Eine West-Ost-Bergkette, die Blue Mountains, mit
größten Höhen im Osten (Blue Mountain Peak, 2256 m) beherrscht
die Landschaft. Weiße Strände und Buchten, "blaue" Berge, über
100 Flüsse, Wasserfälle, üppige Regenwälder und rote Seen
(Bauxit) sind weitere charakteristische Kennzeichnungen der
Insel. Die Strände konzentrieren sich an der Nordküste. Die
Südküste ist touristisch wenig erschlossen.
Kolumbus entdeckte die von Arawaks bewohnte Insel 1494. 1655
lösten die Engländer die Spanier als Besatzer ab, 1944 erhielt
Jamaika Selbstverwaltung und wurde 1962 unabhängig. Das Klima
ist tropisch feuchtheiß, aber durch Passatwinde gemäßigt an
den Küsten.
Wirtschaftszweige sind neben dem Tourismus, Bauxit- und
Aluminiumexport, Tabak, Kaffee und der Rum. "Ganja",
Marihuana, ist zum Problem und auch Devisenbringer Nr. 1 auf
der Insel geworden. Der Kaffee der Blue Mountains wird als der
beste der Welt bezeichnet (sein Preis ist auch 10x so hoch,
wie der von Normal-Kaffee).
Die Bevölkerung ist zu drei Vierteln afrikani-
schen Ursprungs, der Rest ist ein buntes Völ-
kergemisch, Jamaikas Motto besagt: "Aus vie-
len - ein Volk". Die Armut der Menschen ist
unverkennbar, in den Städten schlagen den
"Whities" schon mal Haßgefühle für unerlaub-
tes Fotografieren entgegen. Touristenzentren
sind rund um die Uhr bewacht! Wer sich mit der "Cool, mohn
(man) - no problem"-Mentalität arrangiert hat, braucht meist
keine Aggressionen zu befürchten.
Hauptziele der Urlauber sind die Touristenmetropolen Montego
Bay, "Mobay" genannt (Hotels, Resorts, Nightlife, Wassersport,
Segeln, Tauchen, Tennis, Championship-Golf) und Ocho Rios (Dunn's
River Falls, das beliebte Fotomotiv ergießt sich stufenförmig
über 200 m ins Meer).
Runaway Bay, im zentralen Norden, ist ebenfalls edler
Touristenort, mit allen Kategorien von Hotels und Restaurants,
sowie Golf und Polo. Hier landete Kolumbus erstmalig auf
Jamaika.
In Falmouth, zwischen Runaway Bay und MoBay, findet man Höhlen
der Arawak (Felszeichnungen), hier gibt es River-Rafting,
Tauchschulen, Night-Cruises (mit dem Boot durch die leuchtende
Lagune).
Negril, im äußersten Westen, ist ein weiterer Ferienplatz mit
allen touristischen Einrichtungen (Strand-reiten, tauchen an
den Klippen). Negril, früher Piratenhochburg, ist berühmt für
seine Sunset-Beach-Parties am meilenlangen, weißen Sandstrand.
Kaum eine Frau kommt ohne Dreadlocks, "braided hair", aus
Jamaika nach Hause.
Port Antonio im Nordosten bietet Rio-GrandeRafting, (bekanntes
Fotomotiv, die von Filmstar Errol Flynn erfundene Fahrt im
Bambus-Floß, 34 Std. vorbei an Urwald, Riesenfarnen und
Orchideen), die Blue Lagoon, Sommerset Falls
und die Nonsuch Caves. Zahlreiche LuxusResorts haben sich in
der zweiten Heimat Errol Flynns angesiedelt, seine ehemalige
Navy-Insel vor dem West Harbour, ist jetzt Luxus-Resort, in
der Bounty-Bar erinnern Filmplakate an den Helden zahlreicher
Piratenfilme.
Die Hauptstadt Kingston hat neben dem BobMarley-Museum den
botanischen Garten und den Victoria Market (Handwerkskunst).
Blechhütten und morbide Kolonialarchitektur dominieren die
Optik der Hauptstadt.
Im Bob Marley Centre gibt es die nonstop musical fete,
legendär sind der Karneval und der Reggae Sunsplash (Juli).
Wer in Ruhe golfen will, sollte nach Mandeville im Hochland
fahren. Hier im südlichen Hochland ist die britische Tradition
noch spürbar, die Südküste hat schöne Sandstrände (Black
River).
Aus jedem Haus klingen Reggae-Rhythmen. Jamaika ist die Heimat
der aus den Slums von Kingston stammenden Protestmusik, die
Bob Marley weltweit "hoffähig" gemacht hat.
Jamaica hat alle Kategorien von Hotels, Bars und Restaurants
zu bieten, die Sandals-ResortGruppe ist 5x mit ihren Hotels
"Nur für Paare" vertreten. Weitere Sportarten sind Golf, Polo,
Reiten, Cricket, Tennis, Segeln, Tauchen, Hochseefischen und
Angeln. Wer die ganze Insel erkunden will, nimmt einen
Mietwagen, den Intra-Air-Service, oder Helikopter-Charters.
Die Blue Mountains, mit ihren 250 Vogelarten, Farnen, Bambus-
und Mahagonywäldern sind ein hervorragendes Ausflugsgebiet.
Gewundene Straßen, die ständiges Hupen erfordern, führen an
kleinen Ortschaften vorbei, die Grand Ridge, im Osten der
Insel, hat fünf 2000 m-Berge, John Crow (knapp darunter), St.
John's Peak, Mossman's Peak, High Peak und Blue Mt. Peak.
Gutes Bus- und Eisenbahnnetz, auf der Insel fliegen Air
Jamaica und Tras Jamaica Airlines, gute internationale
Flugverbindungen.
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