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Einreise für Deutsche
Visumfrei, maximale Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel 6 Monate
(Aufenthaltsdauer wird bei der Einreise von der Einwanderungsbehörde
festgelegt). Notwendig sind: der mindestens noch über den geplanten
Aufenthalt hinaus gültige Reisepass, Rückreisetickets, ausreichende
Geldmittel für den Aufenthalt.
Landesdaten
Kanada liegt im Norden des amerikanischen Kontinents. Es grenzt im
Süden an die USA, im Westen an den Stillen Ozean und Alaska, im
Norden an das nördliche Eismeer, im Osten an die Baffin-Bucht und
den Atlantischen Ozean. Kanada ist nach der Russischen Föderation
das zweitgrößte Land der Erde.
Fläche: 9.984.670 km².
Verwaltungsstruktur: 10 Provinzen (Alberta, British Columbia,
Manitoba, Newfoundland und Labrador, Nova Scotia, New Brunswick/Nouveau-Brunswick,
Ontario, Prince Edward Island, Québec, Saskatchewan) und 3
Territorien unter Bundesverwaltung (Northwest Territories, Nunavut,
Yukon Territory).
Einwohner
Bevölkerung: ca. 32 Millionen.
Städte: Ottawa (Hauptstadt) ca. 1 Million, Toronto ca. 4,7
Millionen, Montreal ca. 3,4 Millionen, Vancouver ca. 2 Millionen,
Edmonton ca. 938.000, Calgary ca. 951.400, Winnipeg ca. 671.200,
Quebec ca. 683.000, Hamilton ca. 663.000, Kitchener ca. 415.000,
Halifax ca. 359.000.
In Kanada leben ca. 975.000 Ureinwohner (First Nations, Inuit, Métis).
Sprache
Kanadas offizielle Landessprachen sind Englisch und Französisch. Die
meisten Provinzen sind englischsprachig, Manitoba ist offiziell
zweisprachig und Québec ist französischsprachig.
Zeitverschiebung
In Kanada gibt es 6 Zeitzonen. Die Zeitunterschiede zur
Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) betragen von Ost nach West -4 1/2
Stunden bis -9 Stunden. Beginn der kanadischen Sommerzeit ist am
ersten Sonntag im April, Ende am letzten Samstag im Oktober.
Stromspannung
110/120 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Für die Steckdosen wird ein
Adapter ("Amerika-Stecker") benötigt, außerdem sollte ein
Transformator für nicht auf 110 V umschaltbare Elektrogeräte
mitgeführt werden.
Telefon/Post
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Kanada
ist 001. Nach Europa wählt man 011, danach die Vorwahl des
jeweiligen Landes nach Deutschland die 49, nach Österreich die 43
und in die Schweiz die 41, dann die Ortsvorwahl und die
Teilnehmernummer. Ferngespräche können mit Kredit- oder Telefonkarte
bezahlt werden.
NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung, Feuerwehr 911.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 850/1900
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Kanada von E-Plus,
O2, T-Mobile und Vodafone. GSM 1900-fähig sind Triband- oder
Quadband-Handys. Für die Netztechnik GSM 850 wird ein Quadband-Handy
benötigt. Mobiltelefone können gemietet werden.
Internet
Länderkürzel: .ca
Internetcafés sind weit verbreitet. Anschlüsse stehen auch an
Flughäfen und in Hotels zur Verfügung.
Feiertage
1. Januar (Neujahr), Karfreitag, Ostermontag, Mitte Mai (Victoria
Day), 1. Juli (Canada Day), erster Montag im September (Labour Day),
zweiter Montag im Oktober (Thanksgiving Day), 11. November (Rememberance
Day), 25. und 26. Dezember (Weihnachten). Zusätzlich haben die
einzelnen Provinzen noch eigene Feiertage.
Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.
Öffnungszeiten
Banken: meist Mo bis Fr 10-15 Uhr;
Geschäfte: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr, Do und Fr 9-21 Uhr; kleine Läden
(Lebensmittel u.ä.) meist bis spätabends, teilweise auch das ganze
Wochenende;
Post: Mo bis Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr (vereinzelt auch länger);
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Kanadas Geschichte ist die eines klassischen Einwanderungslandes.
Asiatische Völker, die gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 20.000
Jahren die Beringstraße überquerten, waren die Vorfahren der
Indianer und Eskimos, die auch bis zum 16. Jahrhundert die einzigen
Bewohner Kanadas blieben. 1534 drangen die Franzosen ins
Landesinnere vor und nahmen das Gebiet um den Sankt-Lorenz-Strom in
Besitz. In der Folgezeit wurde der französische Einfluss ausgedehnt
und 1608 die Stadt Quebec gegründet. Durch weitere
Siedlungsgründungen konnte Frankreich schließlich die strategisch
wichtige Verbindung zwischen Sankt-Lorenz-Strom und Mississippi
herstellen. Nach dem Siebenjährigen Krieg gegen England, der von
1756 bis 1763 dauerte, musste Frankreich seinen gesamten kanadischen
Kolonialbesitz an das siegreiche Großbritannien abtreten. Da sich
das vorher französische Quebec hinsichtlich Sprache und
Rechtsprechung deutlich von den anderen britischen Besitzungen
unterschied, wurde 1774 der Quebec Act erlassen, der den
katholischen Frankokanadiern besondere Rechte zusicherte. In der
Folgezeit stieg die Zahl der Einwanderer aus Großbritannien, während
die Immigration aus den USA langsam abnahm. Auch zahlreiche Russen,
Italiener und Deutsche kamen ins Land und sorgten somit für einen
starken Anstieg der Bevölkerung.
In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts kam es zu verstärkten
Forderungen nach Autonomie. Föderationsverhandlungen führten 1867
zur Verabschiedung des British North America Act, das Kanada zu
einem Bundesstaat (Dominion of Canada) mit voller innerer Autonomie
erklärte. Entlang der 1885 fertiggestellten transkontinentalen
Bahnstrecke entstanden Siedlungen und Bergwerke. Die erfolgreiche
Kriegsteilnahme auf der Seite der Alliierten im Ersten Weltkrieg
ermutigte die Kanadier in ihrem Streben nach vollständiger
nationaler Unabhängigkeit. 1939 erklärte Kanada dem Deutschen Reich
den Krieg und trat in den Zweiten Weltkrieg ein, was die Position
des Landes weiter stärkte. Es wurde 1945 Gründungsmitglied der
Vereinten Nationen (UN) und trat 1949 dem Nordatlantikpakt (NATO)
bei.
Die Bevölkerung nahm durch hohe Geburtenraten und starke
Einwanderung aus Europa, vor allem aus Großbritannien, stetig zu.
Die Forderungen der Parti québecois nach Loslösung Quebecs aus dem
kanadischen Staatenverband wurde 1980 in einer Volksabstimmung von
der Mehrheit abgelehnt. 1982 wurde der alte British North America
Act durch die erste eigenständige Verfassung Kanadas abgelöst.
Wirtschaft
Kanada, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch ein typisches
Agrarland war, zählt heute zu den am höchsten industrialisierten
Staaten der Erde. Mit den USA bestehen enge wirtschaftliche
Verflechtungen. Die Landwirtschaft ist das Rückgrat der kanadischen
Wirtschaft. Hauptanbauprodukt ist Weizen. Die Provinzen Alberta,
Manitoba und Saskatchewan zählen zu den ausgedehntesten
Weizenanbaugebieten der Erde. Weitere Anbauprodukte sind Gerste,
Mais, Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben, Obst (vor allem Äpfel), Tabak
und Sojabohnen. Milchviehwirtschaft in größerem Umfang wird in den
Provinzen Quebec und Ontario betrieben, Viehzucht außerdem in
Alberta. Auch die kommerzielle Pelztierzucht, die hauptsächlich
Nerz- und Fuchs, Biber und Präriewolf hält, hat sich zu einem
rentablen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Kanada zählt zu den weltweit
größten Produzenten von Holz und Holzerzeugnissen. Die Gebiete vor
der kanadischen Küste sind ergiebige Fischgründe. Es werden dort vor
allem Thunfisch, Kabeljau und Hummer gefangen. Kanada verfügt über
zahlreiche Bodenschätze. So gehört es zu den bedeutendsten
Förderländern von Platin, Gold und Silber. Vor allem in Alberta gibt
es große Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die wichtigsten
Produktionszweige sind der Maschinen- und Fahrzeugbau, die
Erdölverarbeitung, die Elektrotechnik, die Textil- und
Papierindustrie sowie die Verarbeitung von Holz und Nahrungsmitteln.
Der Fremdenverkehr ist ein wichtiger Zweig der kanadischen
Wirtschaft. 90 Prozent der Besucher kommen aus den USA, wovon ein
hoher Anteil Geschäftsreisende sind.
Religion
Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind Christen. In der Provinz Québec
ist der Anteil der katholischen Glaubensgemeinschaft mit über 80
Prozent besonders hoch. Größte protestantische Glaubensgruppen sind
die Anglikaner und die Vereinigte Kanadische Kirche. Zu den
religiösen Minderheiten gehören Muslime und Hindus.
Duty Free, Gebräuche
Duty Free
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt
sind, wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel usw. können
zollfrei eingeführt werden.
Dazu gehören auch:
Schmuck,
Fotoapparat,
Video- und Schmalfilmkamera mit Zubehör und einer angemessenen
Anzahl von Filmen,
Fernglas,
Kofferradio,
tragbares Fernsehgerät,
Reiseschreibmaschine,
Musikinstrument,
Tonbandgerät,
Plattenspieler mit einer angemessenen Anzahl Schallplatten,
Fahrrad,
Sportgeräte,
Campingausrüstung,
Angelgerät,
Kinderwagen,
Kanu und andere motorlose Boote, Außenbordmotor.
UM SCHWIERIGKEITEN BEI DER AUSREISE ZU VERMEIDEN, WIRD EMPFOHLEN,
ÜBER ALLE WERTVOLLEN GEGENSTÄNDE eine Liste (2fach) mitzuführen und
diese bei der Einreise zu deklarieren. Unter Umständen kann bei
Einreise Zollhinterlegung gefordert werden.
Zollfrei sind außerdem für Nichteinwohner, sogenannte Non-Residents:
200 Zigaretten, 50 Zigarren, 200 Tabak-Rolls/Sticks und 200 g
Pfeifentabak für Personen über 16 Jahre;
1,1 Liter Spirituosen oder 1,1 Liter Wein oder ca. 8 Liter Bier für
Personen über 18 Jahre (in den Provinzen Alberta, Manitoba, Prince
Edward Island, Quéebec) bzw. über 19 Jahre (in den übrigen
Provinzen);
eine angemessene Menge Parfüm.
GESCHENKE im Gesamtwert von 60 kan$ (keine Tabakwaren oder
Alkoholika) pro zu beschenkende Person.
FÜR EINWOHNER Kanadas gelten teilweise andere Zollfreigrenzen;
Näheres durch die kanadischen Vertretungen.
MOBILE CB-FUNKGERÄTE bis zu einer Eingangsleistung von 100 Milliwatt
können genehmigungsfrei benutzt werden, wenn sie im Frequenzbereich
zwischen 26,97 und 27,27 Mhz betrieben werden. In allen anderen
Fällen ist eine vorab zu besorgende Genehmigung zur Benutzung
notwendig; Näheres durch die deutschen Automobilclubs oder die
Kanadischen Fremdenverkehrsämter.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Kanada besitzt aufgrund der Größe des Landes sehr unterschiedliche
Klimazonen.
Im Allgemeinen hat Kanada heiße Sommer, in denen es bis zu 35°C warm
werden kann. Die Winter hingegen sind mit Temperaturen, die bis auf
-35°C sinken können, sehr kalt.
In den Prärie-Provinzen sind die Temperaturunterschiede zwischen
Sommer und Winter am größten. Dort werden im Sommer 35°C gemessen,
während das Thermometer im Winter auf -37 °C sinkt. Die Westküste
hat angenehmes Seeklima. In den Provinzen Québec (Montreal) und
Ontario (Toronto) sind die Jahreszeiten am deutlichsten ausgeprägt.
In dieser Gegend sind die Winter kalt, die Frühjahrs- und
Herbstmonate angenehm. Der Sommer in den Monaten Juli bis Mitte
September hat durchschnittliche Temperaturen von 25°C. In Montreal
kann es dann oft schwül-heiß werden.
Beste Reisezeit
April bis Oktober.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Empfohlene Impfungen
Keine.
Informationen zur Malaria
Keine.
Verbreitung
Kanada ist malaria-frei.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit: Kanadischer Dollar (kan$)
1
Kanadischer Dollar = 100 Cents.
Derzeitiger Devisenkurs:
1
Euro = ca. 1,36 kan$
1
US-$ = ca. 1,05 kan$
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um
reine "Geldkurse" für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie
nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am
Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen
dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren.
Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da
hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - Ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 Can-$
erforderlich.
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Internationale Kreditkarten: Ja - werden fast überall akzeptiert.
Bei Zahlung mit Kreditkarte ist der Umtauschkurs deutlich günstiger
als bei Barzahlung.
Geldautomat: Ja - mit EC-Karte mit Maestro- oder Cirrus-Symbol und
dem PIN-Code möglich. Kreditkarten mit Interac-Symbol funktionieren
auch.
Reiseschecks: Ja - in Kan. Dollar (nicht Euro)
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Botschaften und Konsulate
Reisetipps
Sehenswertes
Nationalparks
Der BANFF Nationalpark in der Provinz Alberta ist nicht nur Kanadas
meistbesuchter und beliebtester Park sondern auch der älteste. In
der Hochgebirgswelt der kanadischen Rockies können mit Glück
Grizzly- und Schwarzbären sowie Wölfe und Koyoten beobachtet werden.
Der JASPER- Nationalpark zeichnet sich durch hohe Berge, Gletscher,
Wasserfälle und Seen aus. Hier leben u.a. Grizzlys und Elche.
Naturfreunde finden schöne Wanderwege und Plätze zum Angeln.
Bademöglichkeiten bestehen in den Miette Hot Springs.
POINT PELEE ist für kanadische Verhältnisse ein kleiner Park und
liegt in Ontario. Strände, Marschen und Laubwälder sind
charakteristisch für das Gebiet. Hier findet man über 700 Arten von
Pflanzen. Zwischen Mai und September kommen Zehntausende von
Zugvögeln.
NAHANNI ist ein entlegenes bergiges Gelände entlang des Nahanni
Rivers. Beeindruckend sind die 100 Meter in die Tiefe fallenden
Virginia Falls. Auf dem südlichen Nahanni werden Wildwasserfahrten
angeboten. Auf dem Terrain leben Grizzy- und Schwarzbären, Karibus
und Biber sowie viele Fisch- und Vogelarten.
WOOD BUFFALO, der größer als die Schweiz ist, wurde zum Schutzgebiet
für die vom Aussterben bedrohten Wildbisons erklärt. Hier können
mehr als 6.000 dieser Tiere beobachtet werden.
Die Nationalparks TERRA NOVA und GROS MORNE in Neufundland sind
durch tiefe Fjorde gekennzeichnet. In Terra Nova sind Luchse, Elche,
Bären, Biber und Otter heimisch. Gleich vor der Küste gibt es Wale.
Der Park kann auch mit dem Auto erkundet werden. Gros Morne ist für
seine alten Steinformationen bekannt.
Im FUNDY Nationalpark in New Brunswick gibt es eine 13 Kilometer
lange Steilküste, an der man den erheblichen Gezeitenunterschied (15
Meter) beobachten kann. Über 80 Kilometer lange Wanderwege führen
durch Naturwälder an Schluchten und Wasserfällen vorbei.
Der PACIFIC RIM Nationalpark ist ein schmales, langgestrecktes
Naturschutzgebiet an der Pazifikküste von Vancouver Island. Von den
drei Sektoren ist Long Beach der für Besucher am leichtesten
zugängliche. Auf Spaziergängen kann man Seelöwen, Robben, Orcas und
Tümmler beobachten. Auf den Broken Group Islands sind Adler zu
finden, während die schönsten Wanderwege durch den dichten, feuchten
Regenwald auf dem Rainforest Trail zu entdecken sind.
Whale-Watching-Touren starten von Ucuelet und Tofino aus.
Northwest Territories
Die Northwest Territories machen ein Drittel von der Fläche Kanadas
aus, haben aber nur rund 64.000 Einwohner und somit viel unberührte
Wildnis zu bieten. Unzählige Seen und Flüsse und große Karibuherdern
geben der Region ihren typischen Charakter. Provinzhauptstadt ist
Yellowknife, ein blühendes Bergbau- und Verwaltungszentrum, mit viel
Luxus an der Grenze zur Wildniss. Die Stadt steht auf goldhaltigem
Gestein und betreibt noch heute zwei Minen. Verstreut über die
Landschaft sind weitere 60 Städte und Ortschaften, in denen viele
Angehörige der First Nations (Indianer und Inuit) leben. Manche
dieser Orte können mit dem Auto, andere nur mit dem Flugzeug besucht
werden. Einen besonderen Reiz üben die Northern Territories im
Sommer aus, wenn die Mitternachtssonne scheint. Aktivitäten für
Besucher sind beispielsweise die Tätigkeiten, die die Einheimischen
noch heute ausführen, wie Jagen und Fischen.
Eine aufregende Art, die Northern Territories zu entdecken, ist eine
Kanufahrt auf den Flüssen und Seen, auf denen man tagelang paddeln
kann, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Ein beliebtes Ziel für
Wassersportler ist auch der Nahanni River in den südlichen Mackenzie
Mountains, wo man Raften und Kanu fahren kann. Im Land der Thule,
das sich vom westlichen Ufer der Hudson Bay bis zum Thelon Game
Sanctuary erstreckt, kann man Karibus, Elche, Wölfe, Grizzlies und
Bisons aufspüren. Rankin Inlet ist die größte Siedlung weit und
breit. Hier ist eine umfangreiche Arktis-Sammlung zu sehen. Besucher
lernen die Landschaft am besten durch mehrtägige Wanderungen auf den
Trails kennen, die es in verschiedenen Längen und
Schwierigkeitsgraden gibt. Eine der schwierigsten Routen ist der 372
km lange Canol Heritage Trail in den Mackenzie Mountains.
Spezialveranstalter von Deutschland aus oder Outdoor-Ausstatter vor
Ort helfen bei der sicheren Reiseplanung.
Ontario und Niagarafälle
Ontario ist eine Provinz der Gegensätze. Die schäumende Gischt und
der Lärm der Niagarafälle wechselt sich ab mit ruhig dahinfließenden
Gewässern, unberührte Natur mit den Metropolen Toronto und Ottawa
sowie das warme Klima des Südens (35 Grad) mit dem des subarktischen
Nordens.
Abseits der Städte beginnt in Ontario schnell die Wildnis, die z.B.
mit dem Kanu erkundet werden kann. 1.600 km Wasserwege stehen zur
Verfügung. Hoch in den Norden kommt man nur noch mit den
Wasserflugzeugen der verschiedenen "Fly-in" Gesellschaften. Eines
der beliebtesten Ziele Ontarios (besonders für Flitterwöchner aus
den USA) sind die Niagara- Wasserfälle, an denen der Niagara River
52 Meter in die Tiefe stürzt. Dem Fluss folgend kommt man durch eine
schöne Kulturlandschaft mit Farmen, Obstplantagen und Gärten. Hier
wird Riesling und Chardonnay angebaut und 85 Prozent der kanadischen
Weinproduktion erzeugt. Der Süden und Osten Ontarios zeigt mit
seinen Städtchen wie Kleinburg, St. Jacobs oder Kitchener
kultiviertes beschauliches Landleben. Hier leben die Mennoniten,
eine Glaubensgemeinschaft deutscher Auswanderer, die jeglichen
Fortschritt ablehnt und ihre Äcker noch immer auf traditionelle
Weise bestellt. Auch der Einfluß Englands als alte Heimat vieler
Auswanderer ist erkennbar, so wird in Stratford jährlich das
Internationale Shakespeare-Festival ausgetragen.
Toronto
Toronto, die multikulturelle Hauptstadt der Provinz Ontario, am Lake
Ontario gelegen, ist eine Stadt der Superlative. Die hypermodernen
Wolkenkratzer sind die größten Kanadas, der 553 Meter hohe CN-Tower
ist der welthöchste freistehende Turm und das Eaton Center zählt mit
seinen über 300 Geschäften zu den größten Einkaufszentren überhaupt.
Daneben ist Toronto eines der größten Finanzzentren Nordamerikas und
das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Toronto ist aber auch
eine Stadt der Kontraste. Neben hochmodernen Bauten liegen
wunderschöne restaurierte viktorianische Giebel und Turmspitzen und
faszinierende exotische Stadtviertel stehen den von Stränden
umsäumten baumbewachsenen Toronto Islands gegenüber. Mit zehn Bäumen
pro Einwohner gilt Toronto als grünste Stadt der Welt. 200 Parks
laden in der Großstadt zu Spaziergängen und Erholung ein.
Und genauso kontrastreich und vielfältig wie die Stadt ist das
Angebot. Toronto bietet dem Besucher eine Kombination aus
Sightseeing, Kultur- und Naturerlebnis, Shoppingmöglichkeiten sowie
ein interessantes Abend- und Nachtprogramm. Durch die
multikulturelle Einwohnerschaft, der mehr als 80 ethnische Gruppen
angehören, erleben die Touristen vielfältige, sehr unterschiedliche
Eindrücke, Klänge, Gerüche und kulinarische Erlebnisse. In
unmittelbarer Nachbarschaft liegen hier Chinatown, Little Italy und
das griechisches Viertel beieinander.
Nach New York und London ist Toronto eine der bedeutendsten
englischsprachigen Theater-Städte mit Dutzenden von Theatern und
Konzerthallen. Das National Arts Center bringt jedes Jahr 900
Veranstaltungen auf die Bühne. Im Sommer finden zahlreiche
Musikfestivals, wie beispielsweise das Jazz Festival, statt. Einen
Ausflug zu den 650 Meter breiten Niagara-Fällen im Süden der Provinz
Ontario, die jährlich über zwölf Millionen Besucher anziehen, sollte
man sich nicht entgehen lassen.
Provinz Quebec
In der Provinz Québec kann der Besucher eine Mischung des "Amerikan
way of life" und der französischen Lebensart entdecken. Die etwa
sechseinhalb Millionen Einwohner der Region sind zum überwiegenden
Teil Nachfahren europäischer Siedler. Zusammen mit den Indianern und
Inuit bilden sie ein buntes Völkergemisch. 83 Prozent der Einwohner
sprechen Französisch als Muttersprache. Als Tourist kommt man aber
auch mit Englisch zurecht. Québec hat jedem Urlauber etwas zu
bieten. Die bevölkerungsreichste Gegend im Süden hat viele
historische Sehenswürdigkeiten, malerische Fischerdörfer und
attraktive Ausflugsziele. Mit dem Auto lassen sich
abwechslungsreiche Touren, z.B. entlang der Weinstraße, unternehmen.
In den Küstenregionen Charlevoix, Manicouagan und Duplessis bieten
sich sportliche Aktivitäten wie Kanu fahren, Wandern und Bergsteigen
an. Auf der Halbinsel Gaspé kann der Nationalpark Forillon besucht
werden. Die Steilwände der Küste sind bevorzugte Nistplätze für
Seevögel. Vom Lonque-Pointe aus können auch Walbeobachtungstouren
unternommen werden. Ganz besonders schön ist der Indian Summer
(Herbst) in der hügeligen Wald- und Seenlandschaft des Nationalparks
La Mauricie. Hier werden Aktivurlaubern Möglichkeiten zum Angeln,
Paddeln, Wandern und zur Tierbeobachtung geboten.
Montréal
Montreal, die nach Paris zweitgrößte französischsprachige Stadt der
Welt, zeigt sich mit ihrem bunten Völkergemisch multikulturell. Im
Jahre 1642 als Zentrum des Pelzhandels gegründet, gehört sie zu den
ältesten Städten auf dem amerikanischen Kontinent. Montreal ist
heute eine Welt- und Wirtschaftsmetropole. Neben dem größten
Binnenhafen der Welt ist die Stadt Sitz führender kanadischer
Kreditinstitute und Handelsunternehmen. Ins internationale
Rampenlicht kam Montreal erstmals 1967 durch die Weltausstellung und
die Olympischen Sommerspiele von 1976. Obwohl die Stadt
Großstadtcharakter aufweist, ist sie bis heute übersichtlich und
besucherfreundlich geblieben. Viele Sehenswürdigkeiten sind gut zu
Fuß zu erreichen. Montreal ist lebhaft, wirkt aber nicht gehetzt.
Eine gesunde Mischung aus anglo-amerikanischer Geschäftigkeit und
gelassener, frankophiler Lebensart sorgt dafür, dass man sich als
Tourist wohl fühlt. Dem Besucher zeigt sich Montreal besonders als
Einkaufsstadt mit erstklassiger Restaurantszene. Riesige
Geschäftspassagen, Warenhäuser und Boutiquen wechseln sich ab mit
Cafés und Restaurants. Dazwischen gibt es Museen, Theater und
Kinosäle für die kulturellen Unternehmungen. Auch im Winter braucht
man Dank der Ville Souterraine beim Einkaufen und Bummeln nicht
frieren. Fast die gesamte Downtown wurde unterkellert. Auf 30
Kilometer Länge lässt die unterirdische Stadt mit rund 2.000
Geschäften und 200 Restaurants die Kälte von draußen vergessen.
Aber auch als Geschäftsreisedestination ist Montreal zu empfehlen.
Das Convention Center und eine gute Hotellerie mit zahlreichen
Tagungskapazitäten haben die Stadt nach New York und Washington D.C.
zum drittgrößten Konferenzziel Nordamerikas werden lassen.
In Montreal wird viel gefeiert. Der Veranstaltungskalender ist voll
mit Festivals, Feten und Events.
Québec
Québec, die politische Hauptstadt der Provinz, wirkt mit ihrer
authentischen Stadtmauer und ihren kleinen Gässchen eher wie eine
europäische als eine nordamerikanische Stadt. Von der UNESCO wurde
Québec mit Kairo, Jerusalem, Rom oder Dresden in die Liste der
"Schätze der Welt" aufgenommen. Hoch über der Stadt thront das
Wahrzeichen der Stadt, das Château Trontenac, ein Hotel in dem schon
Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill konferierten.
British Columbia und Vancouver Island
Die westlichste Provinz Kanadas bietet landschaftlich viel
Abwechslung. Fjordartige Küstenstreifen, Prärien, Hochebenen,
zerklüftete Berge und auf Vancouver Island gemäßigten Regenwald. Die
Region weist das mildeste Klima Kanadas auf, und lädt so zu vielen
Freizeitaktivitäten ein.
Whistler ist das bekannteste Erholungsgebiet der Provinz und
gleichzeitig eines der besten Skigebiete Nordamerikas, das auch im
Sommer befahrbar ist. Weiter nördlich liegt Cariboo Chilcotin, das
klassische Cowboyland. Im Gebiet von Shushwap kommen
Wassersportfreunde auf einem der rund 200 Seen auf ihre Kosten. Für
Natur- und Wasserliebhaber ist auch Vancouver Island genau das
richtige. An der Westküste der Insel, dem Pacific Rim Nationalpark,
sind viele wildlebende Tiere beheimatet. Hier werden in der Nähe von
Uculet schöne Übernachtungsmöglichkeiten (Blockhäuser) direkt am
Meer angeboten. Während des Sommers werden täglich
Walbeobachtungstouren unternommen. Interessant in der Hauptstadt
Victoria ist auch das Royal British Columbia Museum, eines der
anschaulichsten natur- und kunsthistorischen Museen Nordamerikas.
Vancouver
"Von Natur aus spektakulär" heißt der Werbeslogan der Stadt und
dieser ist dank der herrlichen Kulisse der Küstengebirge auf der
einen Seite sowie des Pazifiks auf der anderen Seite nicht
übertrieben. Kanadas drittgrößte Stadt mit ihrem multikulturellen
Zentrum, geprägt vor allem durch die chinesischen Einwanderer, gilt
als eine der schönsten der Welt. Seit der Weltausstellung 1986 -
gleichzeitig der 100. Geburtstag der Stadt - haben dies auch die
Touristen erkannt.
Neben der Stadt mit ihren unerschöpflichen Möglichkeiten und ihrem
pazifischen Flair bietet die Umgebung gute Sport- und
Freizeitmöglichkeiten. Die zahlreichen Parks geben Möglichkeiten für
Wanderungen und Outdoor-Sport. In der Umgebung von Vancouver kann
man reiten, Fahrrad fahren, fischen, klettern, Golf spielen,
windsurfen und tauchen. Drei Skigebiete in unmittelbarer Nähe -
Cypress, Seymour und Grouse Mountains - bieten gute
Wintersportmöglichkeiten. Von Granville Island aus kann man
Bootstouren unternehmen und die Küstenlinie Vancouvers vom Wasser
aus besichtigen. Vancouver ist auch ein guter Ausgangspunkt für
einen Besuch von Vancouver Island mit seinem gemäßigten Regenwald
oder anderen Orten in British Columbia.
Vancouver verdankt seinen Namen dem englischen Seefahrer und Kapitän
George Vancouver, der im Jahre 1792 die hiesige Küste erkundete und
dabei die Mündung des Fraser River in den Pazifik entdeckte.
Vancouver ist Austragungsort der Olympischen und Paralympischen
Winterspiele 2010.
Reisehinweise
Reisehinweise
Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Das Rauchen ist in Kanada in öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln
und Einkaufszentren verboten. Außerdem gilt in einigen Städten auch
ein Rauchverbot in Restaurants, Bars und ähnlichen Einrichtungen.
Alkoholische Getränke dürfen ausschließlich innerhalb der dafür
lizenzierten Lokale eingenommen werden. Das Trinken von Alkohol in
der Öffentlichkeit ist in Kanada untersagt.
Es wird empfohlen, Reisepässe, Tickets und Wertsachen nicht im
geparkten Auto zu belassen, da es vor allem während der
Tourismussaison verstärkt zu Autodiebstählen bzw -aufbrüchen kommt.
Dies gilt auch für bewachte Parkplätze.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys
und einige andere elektronische Berechtigungen über die
Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 sperren lassen. Der Anrufer wird
mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese
sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der
angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu
finden.
Infos und Buchung
Viel Spass bei Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
reiseknaller.com
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