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Guernsey liegt 27
km nordwestlich von Jersey und ist ca. 13 km lang und 6,5 km
breit. Die Landschaft ist leicht hügelig (bis 80 m, Mt.
Härault), helle Sandstrände finden sich fast durchgehend an
der Nordwestküste und im nördlichen Teil der Ostküste. In der
Mitte der Ostküste befindet sich die Hauptstadt St. Peter
Port. Alle anderen Küsten sind felsig.
Von Guernsey mitverwaltet werden die anderen Kanalinseln
Alderney (hat aber eigene Briefmarken), Sark, Herrn, Jethou
und Brecqhou.
Fliegt man über die Insel und blickt dabei gegen die Sonne,
dann glaubt man wegen der zahlreichen Reflexe, daß sich auf
der Insel hunderte von Seen befinden müßten. Beim Näherkommen
stellt man fest, daß ein großer Teil der Insel mit Glas
überdacht ist. Es sind alles Gewächshäuser (und ein paar
Seen).
Sehenswert sind Fort Grey (18. Jh., heute Marine-Museum),
Little Chapel (die kleinste Kapelle der Welt, es passen nur
der Priester und vier
Kirchgänger hinein), die aus dem 14. Jh. stammende Steinkirche
St. Apolline's Chapel, Cornet Castle (1204) und die Altstadt
von St. Peter Port.
Alderney
Alderney liegt am nördlichsten von allen Kanal-
Friedhof auf Guernsey
inseln. Sie ist die drittgrößte (5,5 x 2,5 km). Dazu gehört
die unbewohnte kleine Insel Burhou, ein Vogelparadies. Die
Landschaft ist hügelig mit Sandstränden, bunten Wiesen,
Pferdekoppeln, Klippen und Steilufer.
Wegen seiner strategischen Lage (es ragt schon in den
Englischen Kanal hinein), war es in der Geschichte immer die
wichtigste Insel. Von hier wurden Signale gegeben, als die
spanische Armada "um die Ecke" kam, von hier wurden
französische Aktivitäten beobachtet und schließlich wurde
diese Insel von den deutschen Nazis mit Bunkern und
Minenteppichen so stark belegt, daß es für die Bewohner keinen
Platz mehr gab. Sie wurden evakuiert und kamen nach dem Krieg
in eine völlig zerstörte Heimat zurück. Besonders die Nord-
und Westküste sind voller Festungen und Bunker, zum großen
Teil im 19. Jh. gegen die Bastionen Cherbourgs errichtet.
St. Annes wird allgemein "die Stadt" genannt, ist aber nur ein
größeres beschauliches Dorf. Die schönsten Strände liegen an
der Nordküste, Corblets und Arch Bays, die große Braye-Bucht
wird bei Ebbe zu einem riesigen, feinsandigen, vom Wasser
sauber gewaschenen Strand. Achtung: Nur an den zum Baden
vorgesehenen Plätzen baden! Die Strömung ist teilweise so
stark, daß selbst kleine Schiffe keine Chance haben. Dies gilt
prinzipiell für alle Kanalinseln. An der Nordküste zwischen
Braye Road und Mannez Quarry fährt eine 3 km lange
Schmalspur-Dampfeisenbahn, die ursprünglich für den
Steintransport zu den Wellenbrechern gebaut wurde. Heute
bedienen Freiwillige die von während der Saison an Wochenenden
und Feiertagen.
Sark
Sark ist eine Welt für sich. Hier fahren keine Autos, nur
Trecker und Pferdefuhrwerke, die Insel kann nur mit dem Schiff
erreicht werden. Die 6 x 2,6 km große Insel wird durch einen
100 m langen Damm mit Namen "La Coupäe" in Great und Little
Sark geteilt. Die 114 m hohe Insel wird von Steilküsten
gesäumt, die schönen Badebuchten werden über schmale Pfade
erreicht, die Ortschaften liegen auf einem Plateau mit
zahlreichen Mooren, Blumenwiesen und Kornfeldern.
Sark gehört zu den letzten Feudalstaaten, 1563 erhielt Sir
Helier de Carteret dieses Lehen auf alle Zeit mit der Auflage,
immer 40 Mann zur Verteidigung bereitzuhalten.
Set damals stellen auch heute die 40 Familien de Insel je
einen Mann ab, der in wunderschöne Uniform nichts anderes tut
als ein Gewehr in der Hand zu halten.
Nur knapp 100 m entfernt im Westen liegt die in Privatbesitz
befindliche Insel Brecqhou, Zutritt ist verboten. Zwischen den
Inseln liegt die berüchtigte Gouliot-Passage, hier fließt das
Wasser mit Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h.
Herrn
Die 2,5 km lange und nur 900 m breite Insel liegt etwa mitten
zwischen Guernsey und Sark, ca. 5 km östlich von St. Peter
Port. Sie ist die kleinste Kanalinsel, die für Touristen
zugänglich ist. Flache Sandstrände liegen im Norden (Shell
Beach), die Landschaft steigt allmählich an zu der Steilküste
im Süden.
Es ist sehr friedlich, es gibt nur ein Hotel, die meisten
Besucher sind Tagesgäste, die mit dem Boot von St. Peter Port
herüberkommen.
Die südwestlich liegende kleine Insel Jethou ist in
Privatbesitz und darf nur auf Einladung
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