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Die Kanarischen Inseln
liegen im Atlantik, nur wenige Kilometer vor der marokkanischen Küste am
Ostrand des so genannten Kanarischen Beckens, was eine Tiefe von bis zu 6500
Meter aufweißt. Das Kanarische Becken gliedert sich in das kleinere
Nordbecken und das größere Südbecken. Diese sind durch die Kanarenschwelle
getrennt und am östlichen Ende dieser Schwelle erheben sich die Inseln.
(Fuerteventura liegt 100 km nordwestlich vom Kap Tarfaya). Die Autonome
Region Spaniens besteht aus den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura,
Lanzarote, Teneriffa, Gomera, Hierro und La Palma und den kleinen Inseln
Graciosa, Alegranza, Lobos und Montafia Clara bei Lanzarote.
Die Kanarischen Inseln waren schon im Altertum besiedelt, das Westkap von
Hierro bedeutete damals das westliche Ende der Welt. Die von den Römern
Fortunatorum Insulae (Inseln der Seligen) waren bis zum Jahre 1434 die
letzten Inseln vor dem "Pot-au-noir", dem "Schwarzmeer" wegen der riesigen
schwarzen Wolkenwände vor dem Kap Bojador, das die südliche Grenze der
bewohnbaren Welt darstellte, dahinter folgte die große Hitze, die jedes
Leben erstickt.
Erst der portugiesische Seefahrer Gil Eanes durchstieß diese "Todeszone",
als er im Auftrag Prinz Heinrichs des Seefahrers das berüchtigte Kap Bojador
in weitem Bogen umsegelte und 200 Seemeilen weit nach Süden vorstieß. 1344
wurde der Spanier Luis de la Cerda zum König der Kanaren gekrönt, erobert wurden
die Inseln aber erst später nach zum Teil ladgen Kämpfen, 1404 Lanzarote,
Fuerteventura, Gomera und Hierro, 1483 Gran Canaria, 1496 Teneriffa. Die
Kanaren sind mit einem geschätzten Alter von etwa 20,6 Millionen Jahren noch
relativ jung. Die ältesten Inseln sind die östlichen liegenden, Lanzarote,
Fuerteventura und Lobos. Vor ca. 12 Millionen Jahren entstand La Gomera. Die
jüngsten Inseln des Archipels sind |