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Brava
Maio (269 qkm, 5000 E)
Maio ist die östlichste Insel der Südgruppe. Die Ostküste ist
stark gegliedert mit Steilküste und Klippen, die West- und
Nordküste flacher mit Sandstränden. Auf den wenigen
fruchtbaren Ebenen weiden Schafe, durch Aufforstung wird
versucht, den Anteil fruchtbaren Bodens zu vermehren. Maio
liegt am Rande der Sahelzone und ist von Dürrekatastrophen
betroffen. Hauptort mit Flughafen und Fähranleger ist Vila do
Maio an der Südküste. An den Stränden haben sich Lagunen mit
Salzseen gebildet, doch die kommerzielle Nutzung der Salinen
ist bislang ausgeblieben. Bademöglichkeiten bieten zahlreiche
Strände, der schönste ist der Strand Ribeira Don Joäo an der
Südküste. In touristischer Hinsicht liegt Maio im Abseits.
Boavista (620 qkm, 3.500 E)
Boavista ist die östliche Insel, sie liegt zwischen der Nord-
und der Südgruppe. Ein großer Teil der Wüsteninsel ist von
Sand und Dünen bedeckt. Der Gefahr von Wanderdünen versucht
man durch Anpflanzung von Tamariskenwäldern Herr zu werden.
Dazwischen liegen fruchtbare Täler mit Maisfeldern und überall
wachsen Palmen. Hauptort ist Sal Rei mit der für den Ort
riesigen Kirche Säo Isabel (19. Jh.)
lich bei der alten Hauptstadt Rabil mit seiner festungsartigen
Kirche San Roque. Sehenswert ist das Campo da Serra, ein 15 km
großer Krater mit einer faszinierenden Mondlandschaft. Der
höchste Berg, der Monte Estäncia (387 m) liegt im Süden. Im
Südwesten liegt der 34 km lange Traumstrand von Santa Mönica,
der mit dem Strand Praia da Chave bei Sal Rei die schönsten
Strände der Kapverden bietet. Konstant kräftiger Wind bei
kleiner Welle machen die Küsten der Insel zu idealen
Surfrevieren. Sehenswürdigkeiten sind die Windmühlen von Norte
und die Keramikfabrik am Praia da Chave. In der Bucht von Sal
Rei liegt die Schildkröteninsel Ilhäu de Sal Rei, ein
Taucherparadies. Sal (216 qkm, 8000 E)
Sal, die östlichste Insel der Nordgruppe, ist die Urlaubsinsel
par excellence. Kilometerlange Strände mit Dünen und Brandung
bietet das Urlaubsparadies. Rund um die Insel befinden sich
Strände, die schönsten liegen in der Bucht von Santa Maria, im
Süden der Insel, der Hochburg des Tourismus, und beim
Fischerort Pedra Lume. Sal ist touristisch gut erschlossen, es
bietet ideale Bedingungen für Surfer, Taucher, Segler und
Hochsee-Angler. Zahlreiche Salinen gaben der Insel ihren
Namen, Sal - Salz. Hauptort ist Espärgos (Flughafen) in der'
Inselmitte, Haupthafen ist Palmeira an der Westküste.
Säo Nicolau (349 qkm, 14.000 E)
Säo Nicolau bietet eine Vulkanlandschaft mit bizarren
Felsnadeln und großen, grünen Tälern mit hübsch gelegenen
Dörfer. Hauptort ist Ribeira Brava, inmitten der Insel
gelegen. Der Flughafen liegt südöstlich auf dem Campo de
Preguiga. An der Westküste liegt der Fischerort und Fährhafen
Tarrafal mit herrlich weißen Sandstränden und guten
Fischlokalen. Wichtigster Arbeitgeber ist die Thunfischfabrik.
Der höchste Berg ist der Monte Gordo (1312 m), dessen Gipfel
meist in Wolken verschwunden
ist. Die Insel hat nur wenige und kleine Strände, sie ist
ideales Wanderrevier zu den Dörfern Ribeira Prata und Praia
Branca.
Santa Luzia (35 qkm, unbewohnt)
Westlich von Säo Nicolau liegt die unbewohnte Insel Santa
Luzia. Sie ist bergig und kahl. Schöne Strände mit bis zu 35 m
hohen Dünen befinden sich an der Südküste. Südöstlich von
Santa Luzia liegen die beiden unbewohnten und kleinen Inseln
Branco und Razo, Branco der steile Fels im Meer mit Höhlen,
Razo eine flache Insel mit Steilküsten. Razo ist ein
Vogelparadies.
Säo Vicente (227 qkm, 50.000 E)
Die trockene Insel mit verbranntem Boden bietet schroffe
Bergrücken und breite Trockentäler. Mit Windrädern versucht
man, den Boden zu bewässern, um Mais und Bohnen anzupflanzen.
Hauptort und Fährhafen ist Mindelo, an einer traumhaften Bucht
gelegen mit dem Hafen Porto Grande, die als Krater auf der
einen Seite im Meer versunken ist, auf der anderen Seite mit
Bergen die Bucht in weitem Bogen schützt. Mindelo war seit
Beginn der Seefahrt wichtiger Zwischenstopp auf dem Weg nach
Süden. Sehenswert sind die Burg aus dem 18. Jh. und die alten
Wohnviertel mit den Kolonialhäusern. Der Inselflughafen liegt
im Südwesten bei Säo Pedro (wellenlose Sandstrände, ideal für
Schwimmer, Surfer und Schnorchler). Interessant ist der
Fischerort Baia das Gatas mit seiner Freilichtbühne
(Musikfestivals). Höchster Berg ist der Monte Verde (750 m),
der grünbewachsene Berg. Calhau an der Ostküste hat sich zum
Feriendomizil der Inselbewohner entwickelt. Santo Antäo (779
qkm, 45.000 E)
Santo Antäo ist die westlichste Insel der Nordgruppe. Sie ist
nicht so trocken wie die Nachbarinseln und und hat auf
Terrassen angelegte Maisfelder. Daneben werden Maniok und
Erbsen geerntet. Santo Antäo bietet eine faszinierende
Hochgebirgslandschaft mit bizarren Felsspitzen und weiten
Tälern. An den Berghängen liegen vereinzelt Dörfer. Die
Inselhauptstadt ist Ribeira Grande an der Nordküste. Der
Flugplatz Ponta do Sol liegt nordwestlich, größte Hafenstadt
ist Porto Novo an der Südostküste. Die Insel ist ideal zum
Wandern, besonders in der Berggegend des Südwestens, wo der
höchste Berg, Tope de Coroa (1979 m), alles überragt. Der Berg
Faja Rotella bei Ribeira Grande hat sich zum
Drachenflieger-Geheimtip entwickelt.
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