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Havanna
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Mit einer Bevölkerung von 2 Millionen ist die kubanische Hauptstadt
Havanna (La Habana) eine der größten und lebhaftesten Städte
im Karibikraum. Havannas Altstadt wurde von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt. Der umliegende Bezirk, der hauptsächlich aus
dicht aneinanderstehenden, vom Verfall bedrohten Häusern aus dem 19.
Jahrhundert und engen Gässchen besteht, hat seinen ganz eigenen
Charakter, ebenso wie das von Hochhäusern geprägte Stadtzentrum (Vedado),
das in den 1940-er und 1950-er Jahren entstand, als der
amerikanische Einfluss am größten war. Das bekannteste Hotel hier
ist das Nacional, das immer noch bei den Hollywoodstars sehr beliebt
ist. Aus der selben Zeit stammt Miramar, das grüne
Botschaftsviertel, das an Miami erinnert. Der als Malecón bekannte
Schutzwall am Meer erstreckt sich über 5 km und ist besonders abends
ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen. Havannas beste
Strände, die Playas del Este, sind etwa 20 km vom Stadtzentrum
entfernt.
Havanna wird oft mit dem amerikanischen Schriftsteller Ernest
Hemingway in Verbindung gebracht, der sich gern in der nur einen
Katzensprung von der prachtvollen Kathedrale entfernten Bar La
Bodeguita Del Medio aufhielt. An der nahe gelegenen Plaza de Armas
befindet sich das Museo de la Ciudad und das Palacio del Segundo
Cabo, der einstige Wohnsitz des ?Capitan General?, von dem aus man
eine herrliche Sicht hat. Die Räume des Museo de Arte Colonial sind
ebenfalls einen Besuch wert, und auch das Castello de la Real Fuerza,
die älteste der drei Festungen Havannas. Das prunkvoll eingerichtete
Capitolio, das nach dem Vorbild des Kapitols in Washington DC erbaut
wurde, war einst der Sitz der kubanischen Regierung. Im einstigen
Präsidentenpalast befindet sich nun das Museo de la Revolución, und
davor kann man unter einer Glaskuppel die Granma bewundern, die
Jacht, auf der Castro und die Rebellen 1956 nach Kuba zurückkehrten.
Geführte Touren durch die Tabakfabrik werden ebenfalls angeboten.
Pinar del Río und der Westen
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Pinar del Río ist unbestritten Kubas schönste Provinz. Die
Landschaft ist äußerst vielfältig, die wohl größte Attraktion sind
die mogotes (merkwürdig runde, von üppiger Vegetation bewachsene
Berge aus Kalkgestein). Die Höhlen in dieser Region, vor allem die
Cueva de las Indio, sind definitiv einen Besuch wert. Die Stadt
Pinar del Río sollte eigens besichtigt werden. Hier gibt es
mehrere Zigarrenfabriken, die für Touristen zugänglich sind. Die
Tabakplantagen bei Vuelta Abajo, eine kurze Fahrt südwestlich von
Pinar del Río entfernt, sind von Dezember bis April für Besucher
zugänglich. Die Straße von Viñales bis zur Küste führt durch
äußerst reizvolle Landschaft.
Die Isla de la Juventud (Insel der Jugend) ist die größte der 350
Inseln des Canarreos Archipels und war einst als 'Papageieninsel'
bekannt, auf der sich Piraten wie z.B. der berüchtigte Engländer
Captain Henry Morgan versteckten. Diese Insel soll auch die
Inspiration für Robert Louis Stevensons Die Schatzinsel gewesen
sein. Im selben Archipel liegt auch Cayo Largo, eines der
bekanntesten Touristenzentren Kubas, das einige der besten Strände
der Karibik zu bieten hat.
Varadero, der größte Urlaubsort Kubas, liegt auf einer
geschützten Halbinsel 130 km nordöstlich von Havanna. Am Strand, der
ganzjähriges Baden ermöglicht, stehen Villen und Hotels in
weitläufigen Parkanlagen. Auch an der Südküste kann man nach
Herzenslust baden. Zu nennen ist hier vor allem das Feriengebiet
Parque Baconaco (Provinz Oriente). Das wieder aufgebaute
Indianerdorf Guama liegt an einer weiten Lagune, 179 km
südöstlich von Havanna in der Provinz Matanzas. Hier entstand ein
Urlaubsort mit Hütten aus Palmenholz, die durch Brücken über die
Lagune miteinander verbunden sind.
Trinidad und das Landesinnere
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Das wohlhabende und moderne Cienfuegos, 325 km südöstlich von
Havanna, liegt am Fuße der Escambray Berge und hat einen malerischen
Hafen. Das Stadtzentrum wurde im 19. Jh. mit der Hilfe französischer
Siedler aus Louisiana erbaut, weshalb viele der schönsten Gebäude
Ähnlichkeit mit New Orleans aufweisen. Der historische Stadtkern
gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die
Hauptsehenswürdigkeiten um den Parque José Martí sind die Kathedrale
und das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Teatro Tomás Terry, das
vor allem für sein prunkvolles Interieur bekannt ist. Näher am Hafen
liegen die Burg, Castillo de Jagua und das Palacio de Valle, das
mehrere architektonische Stile und maurische Einflüsse aufweist.
Hier befindet sich heute ein Restaurant mit Dachterrasse, von der
man eine herrliche Sicht auf die Bucht und die Umgebung hat.
Das historische Trinidad (444 km östlich von Havanna) hat
sich trotz der steigenden Zahl von Touristen die Atmosphäre einer
alten Kolonialstadt bewahrt. Gegründet im Jahr 1514 war Trinidad
eine der ersten sieben Städte Kubas, und die zahlreichen
Prachtbauten aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert
sicherten der Stadt ihren Platz unter den von der UNESCO als
Weltkulturerbe ausgezeichneten Orten der Erde. Außer den
kopfsteingepflasterten Straßen und pastellfarbenen Häusern sind die
Hauptattraktionen der elegante Parque Martí und mehrere Museen in
den Kolonialbauten, von denen das beste, das Museo Romántico,
herrlich im Stil der damaligen Zeit renoviert wurde. Das Taller
Alfarero, eine Keramikwerkstatt, in der immer noch die
traditionellen Methoden angewandt werden, ist ebenfalls einen Besuch
wert. Viele Touristen wohnen nicht in Trinidad selbst, sondern im
nahe gelegenen Strandresort Playa Ancón. Außerdem sollte der 50 m
hohe Torre de Manaca Iznaga erwähnt werden, ein Aussichtsturm mit
herrlicher Sicht auf das Valle de los Ingenios (Tal der
Zuckermühlen) und die Escambray Berge.
Die geschäftige Stadt Santa Clara (288 km östlich von
Havanna) liegt im Herzen einer Agrarregion. Santa Clara wird oft mit
dem Revolutionshelden Ernesto 'Che' Guevara in Verbindung gebracht,
der die Stadt für die kubanische Revolution unterwarf, bevor der
Diktator General Batista abdankte. Neben der Förderung dieser
lebhaften Stadt bemüht sich die Regierung auch, das Potential der
restlichen Attraktionen dieser Region auszuschöpfen, darunter
Remedios und die Strände um Cayo Las Brujas.
Die Steinbrücke über den Fluss Yayabo bei Sancti Spíritus ist
die älteste der Insel. Bei einem Spaziergang durch die verschlafenen
Sträßchen dieser ruhigen Stadt kann man gut die koloniale
Architektur bewundern. Das beste Beispiel für diesen Baustil ist das
Colonial Art Museum.
Santiago de Cuba und der Osten
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Das 563 km östlich von Havanna gelegene Camagüey bietet eine
Reihe von sehenswerten Kirchen und Museen. Die Stadt befindet sich
im Zentrum einer fruchtbaren Ebene, in der Zucker hergestellt wird.
Das fast unberührte Camagüey Archipel ist auch als Jardines del Rey
bekannt. Innerhalb des Naturparks befinden sich etwa 20 km herrliche
weiße Sandstrände, die bekanntesten sind Cayo Coco und Cayo
Guillermo. Letzterer war ein beliebter Aufenthaltsort von Ernest
Hemingway, der hier zum Angeln herkam.
Bayamo ist der Geburtsort von Manuel de Cépedes, dem
Revolutionär aus dem 19. Jahrhundert, der hier Kubas Freiheitskampf
von 1868 bis 1869 begann. Das heutige Bayamo ist ein hübsches
kleines Städtchen mit einer der wenigen Fußgängerzonen der Insel.
Von hier kann man die natürlichen Wanderwege des Parque Nacional del
Granma um das Fischerdorf Cabo Cruz erkunden.
Holguín ist den meisten Touristen aufgrund seiner
Flugzeuglandebahn bekannt, doch die alte Kolonialstadt mit ihren
hübschen Plätzen und Straßen ist durchaus sehenswert. Außerdem
findet man in dieser Region die Strandresorte Guarda la Váca und
Esmeralda.
Die erste Hauptstadt Kubas, Santiago de Cuba (780 km von
Havanna entfernt) besitzt einen eindrucksvollen Tiefseehafen, und
die majestätische Bergkette Sierra Maestra bildet einen dramatischen
Hintergrund. Obwohl Santiago seine Vormachtsstellung sehr bald
aufgeben musste, wurde es nie von Havanna in den Schatten gestellt,
was hauptsächlich den französischen Plantagenbesitzern und ihren
Sklaven zu verdanken war, die sich im 18. Jahrhundert hier
niederließen und die Region für die Kaffee- und Zuckerproduktion
nutzte. Santiago bekam daraufhin ein kosmopolites Flair, was für die
kulturelle und vor allem musikalische Bedeutung der Stadt
verantwortlich war - der Son hat hier seinen Ursprung. Im Juli
findet hier einer der spektakulärsten Karnevals des Landes statt,
dem zu Ehren sogar ein eigenes Museum gegründet wurde. Die
Hauptsehenswürdigkeiten der Altstadt Santiagos (um den Parque
Céspedes herum) sind die Kathedrale, die Casa de Diego Velázquez,
eine der ältesten Kolonialbauten Kubas und das Museo Emilio Bacardí,
in dem sich die Antiquitäten- und Kunstsammlung des gleichnamigen
Rumkönigs befindet. Neben dem Platz liegt das Casa Granda Hotel, ein
Lieblingsort des britischen Autors Graham Greene.
Die Moncada Barracken, wo Fidel Castro und seine Revolutionäre 1953
einen Aufstand begannen, sind die am häufigsten besuchte Attraktion
außerhalb des Stadtzentrums. Besucher sollten auch unbedingt die
Umgebung Santiagos erkunden. Ausflugsziele sind z.B. das Castillo
del Morro, einst eine bedeutende Festung und heute ein Piratenmuseum
mit herrlicher Sicht auf die umliegende Landschaft. Der Schrein der
Jungfrau von Cobre befindet sich in einer prunkvollen
Basilika. Auch Papst Johannes Paul II. kam bei seinem Kubabesuch
1998 zu diesem wichtigen Pilgerort.
Die zauberhafte Stadt Baracoa befindet sich zwischen zwei
Buchten an Kubas östlichstem Punkt. Man sagt, dass Christoph
Kolumbus hier ein hölzernes Kreuz errichtete, als er 1492 an Land
ging. Später wurde dieses Kreuz an die Kirche von Nuestra Señora de
la Asumpción übergeben, wo man es heute besichtigen kann. Bis zu den
1960-er Jahren, als eine Verbindungsstraße zum Festland gebaut
wurde, konnte man Kubas älteste europäische Siedlung nur mit dem
Boot erreichen. Die Rolle der Stadt als ehemaliger spanischer
Stützpunkt wird anhand der drei Festungen deutlich, der Fuerte
Matachín (wo sich heute das Stadtmuseum befindet), dem Castillo de
Seboruco (nun ein Hotel) und der Fuerte de la Punta (heute ein
Restaurant).
Essen & Trinken
Meeresfrüchte sind besonders beliebt, ebenso wie Omelette (oft mit
Käse gefüllt), Schweinefleisch, Spanferkel, Huhn und Reis sowie
gebratene grüne Kochbananen. Eine dicke Suppe aus Huhn oder
schwarzen Bohnen wird ebenfalls häufig serviert. Als Dessert oder
einfach zwischendurch bietet sich kubanisches Speiseeis an, das
genauso gut schmecken soll wie italienisches Gelati. Gerichte in den
Hotels sind nicht unbedingt ausgefallen, dazu gehören z. B. Huhn,
Fisch, Käse und Schinken, frische Papayas, Melonen, Ananas, Mangos
und Bananen. Zum Angebot der wohl schmeckenden Nachspeisen zählen
Gebäck, Obsttorten, Karamelpudding und Guaven-Creme. Getränke:
Bars haben grundsätzlich Tisch- und Tresenbedienung. Kubanischer
Kaffee ist weltberühmt und ausgezeichnet; kubanisches Bier ist nicht
sehr stark, aber schmackhaft. Spirituosen sind teuer, mit Ausnahme
von Rum, der in vielen Cocktails wie Daiquiris und Mojitos
(ausgesprochen »Mo-chi-tos«) verwendet wird.
Das Nachtleben konzentriert sich auf Havanna, Varadero,
Santiago de Cuba und Guanabo östlich von Havanna.
Unterhaltungsprogramme werden oft vom Reiseveranstalter geplant und
in Gruppen besucht. Es gibt verschiedene Shows, Nachtklubs und
Theater. Im schon legendären Tropicana-Nachtklub werden
ausgezeichnete Freilichtshows zu mitreißenden Salsarhythmen geboten.
Theater, Oper und Ballett in Havanna haben das ganze Jahr über
Spielzeit, und Karten sind nicht teuer, müssen jedoch im Voraus
gebucht werden. Kinos zeigen Filme in Spanisch, einige haben jedoch
Untertitel.
Einkaufstipps
Zu den besonders beliebten Mitbringseln zählen Zigarren, Rum,
Kassetten mit kubanischer Musik und einheimisches Kunstgewerbe.
Spezielle Devisenläden bieten auch Waren an, die sonst nicht
erhältlich sind. In allen internationalen Flughäfen und einigen
Hotels in Kuba gibt es Duty-free-Shops.Öffnungszeiten: Mo-Sa
09.00-18.00 und So 09.00-12.00 Uhr.
Sport
Alle Sportveranstaltungen im Land sind kostenlos. Baseball
ist Nationalsport, aber Fußball und andere Ballspiele sind
ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen. Es gibt zahlreiche
Stadien, die Kubaner lieben Sportveranstaltungen - sei es als
Zuschauer oder als aktive Teilnehmer. Wassersport:
Tauchen, Wasserski, Rudern und Surfen bieten sich an.
Besonders gute Tauchgründe findet man in den Gewässern vor der Isla
de la Juventud. Die Strände sind im Sommer oft überfüllt,
abgelegenere Strände bieten gute Tauch- und Angelmöglichkeiten, sind
aber ohne eigenes Fahrzeug schwer erreichbar. In einigen
Feriengebieten wird Reiten angeboten. Tennisplätze
gibt es in größeren Orten. Golf kann man nur in Havanna und
Varadero spielen (9-Loch-Plätze).
Veranstaltungskalender
6. März 2007 Karfreitagsprozession, Trinidad. Jun.
Internationaler Hemingway Angelwettbewerb, Havanna. Jul.
Fiesta del Fuego, Santiago de Cuba. 26. Jul. Feierlichkeiten
des 26. Juli, versch. Orte. Jul.-Aug. Karneval, Havanna.
Nov.-Dez. Internationales Jazzfestival, Havanna.
Weitere Informationen erteilt das Kubanische Fremdenverkehrsamt
(s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die Kubaner grüßen sich mit
Compañero, Besucher sollten Señor oder Señora benutzen. Alle Kubaner
haben zwei Nachnamen, bei der Anrede benutzt man allerdings nur den
ersten. Seit der Revolution ist die Kleidung wesentlich legerer.
Kubanische Männer tragen Guayabera (ein leicht faltiges Hemd, das
über der Hose getragen wird). Elegante Kleidung ist selten nötig.
Männer sollten nur in Strandnähe Shorts tragen. Frauen tragen
tagsüber Baumwollkleider oder Hosen und Cocktailkleider zu
besonderen Anlässen. Trinkgeld: Ein kleines Trinkgeld ist
angemessen. Rauchen: In Kuba ist in allen öffentlichen
Gebäuden und Verkehrsmitteln sowie in Kinos, Theatern, Geschäften,
Restaurants, Bars und Kneipen Rauchen verboten. Gastbetriebe können
aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen
und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.
Infos und Buchung
Viel Spass bei Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
reiseknaller.com
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