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Portugal hat sechs Hauptferiengebiete - die Costa Verde, die Costa
de Prata, die Costa de Lisboa, die Algarve, die Montanhas und die
Region Planícies.
Costa Verde
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Die Costa Verde beginnt an der spanischen Grenze im Nordwesten
Portugals, erstreckt sich bis südlich von Porto und im Osten bis
nach Vila Real. Die Flüsse Minho, Lima und Douro fließen durch diese
Region. Hier nordöstlich von Braga (ca. 60 Autominuten entfernt)
befindet sich auch der 70.000 ha große Peneda-Gerês-Nationalpark.
Wälder, Wasserfälle, künstliche Seen, fischreiche Flüsse und felsige
Höhenzüge, die auf 1500 m ansteigen, bieten unbegrenzte Wander- und
Freizeitmöglichkeiten. Markierte Wanderwege stehen zur Verfügung. In
der Nähe des Haupteinganges sind Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden.
Gerês war schon in der Römerzeit ein Kurort und ist ein guter
Ausgangspunkt für Fahrten in den Nationalpark. Die Region bietet
viel Interessantes: lange Strände mit Pinienwäldern, Kunstgewerbe,
Spielkasinos, historische Bauwerke und archäologische Stätten. Gute
Angelmöglichkeiten bestehen in den Flüssen und im Meer, und das
Unterhaltungsangebot ist umfangreich. Jede Stadt und jedes Dorf hat
Kirchen und Schreine, die aus besonderem Anlass oder als Danksagung
für erwiesene Gnade errichtet wurden. In dieser vielbesuchten
Urlaubsregion gibt es zudem noch einige Kurorte wie Caldelas,
Vizela und Monção, wo der Alvarinho-Wein herkommt. Die
Urlaubsorte zwischen Espinho und der Mündung des Minho haben breite
goldgelbe Strände. Beliebte Ausflugsziele sind die Täler der Flüsse
Minho und Douro, in denen Portwein und Tafelweine angebaut werden.
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Porto (Internet:
www.portoturismo.pt), die zweitgrößte Stadt Portugals, ist die
wichtigste Stadt der Costa Verde. Aus der Umgebung von Porto stammt
der berühmte Portwein. Der Portweinexport nach England begründete
Anfang des 18. Jahrhunderts den Reichtum der Stadt. Porto hat eine
reizvolle Altstadt mit mittelalterlichen Häusern, barocker Pracht
und bunten Märkten.
Winzige Kirchen, verwinkelte Gässchen mit altem Kopfsteinpflaster
und gemütliche Cafés prägen das auf einem Hügel über dem Minho-Fluss
gelegene Grenzstädtchen Valença. Espinho ist ein
moderner Badeort mit Spielkasino; Vila do Conde ein ruhiges
Fischerdorf, das für seine Klöppelspitze, Schokolade und
Fischerboote bekannt ist. Ofir liegt an einem weitläufigen
Sandstrand, der von Pinienwäldern umgeben ist. Viana do Castelo
ist eine Festungsstadt mit eindrucksvoller Architektur, vor allem
aus der Renaissance. Barcelos ist bekannt für gutes
Kunstgewerbe, insbesondere Töpferwaren. Auch für Antiquitäten ist
Barcelos eine Fundgrube. Braga hat eine schöne Kathedrale aus
dem 12. Jahrhundert, die Glockentürme wurden im 18. Jahrhundert
gebaut. Die reichen Kunstschätze, die auf das 10. Jahrhundert
zurückgehen, sind im Museu de Arte Sacra im nordwestlichen Flügel
der Kathedrale untergebracht. Im früheren Erzbischöflichen Palais
befindet sich heute die Stadtbücherei. Der dahinterliegende Garten
Jardim de Santa Bárbara ist eine Oase der Ruhe. Der für eine
Adelsfamilie im 17. Jahrhundert errichtete Palácio dos Biscainhos,
der nunmehr als Städtisches Museum dient, gibt mit seinem prächtigen
Interieur einen Eindruck vom glanzvollen Lebensstil der gehobenen
Kreise der damaligen Zeit. Zimmerknappheit ist in der mit Pilgern
überlaufenen Stadt fast das ganze Jahr über ein Problem. Lange
Vorausbuchung empfiehlt sich auf jeden Fall, ganz besonders in der
Semana Santa, der Karwoche. Guimarães, rund 50 km nordöstlich
von Porto in einem bewaldeten Tal gelegen, war im Mittelalter
portugiesische Hauptstadt.
Urlaubsorte
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Aboinha, Afife, Além do Rio, Amarante, Arcos de Valdevez, Aver-o-Mar,
Baião, Barcelos, Bom Jesus do Monte, Braga, Caldas de Canavezes,
Caldas das Taipas, Caldas de Vizela, Caldelas, Caniçada, Castro de
Laboreiro, Entre-os-Rios, Ermesinde, Espinho, Esposende, Fafe,
Felgueiras, Gerez, Granja, Guardeiras, Guimarães, Gulpilhares, Leça
do Bailio, Lousada, Marco de Canavezes, Matosinhos, Melgaço, Moledo
do Minho, Monção, Monte Faro, Monte de São Felix, Novelas, Ofir,
Paços de Ferreira, Paredes, Penha, Ponte da Barca, Ponte de Lima,
Porto, Póvoa de Varzim, Praia de Miramar, Riba de Ave, Rio Caldo,
Santa Marta, Santo Tirso, São Bento de Porta Aberta, São Martinho do
Campo, São Tiago, São Vicente, Seixas, Serra do Marão, Terras do
Bouro, Torre, Valença, Valongo, Viana do Castelo, Vieira do Minho,
Vila do Conde, Vila Nova de Cerveira, Vila Nova de Famalicão und
Vila Praia de Âncora.
Costa de Prata
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Die Costa de Prata ist ein schmaler Küstenstreifen südlich der Costa
Verde. Die Region ist das ganze Jahr über ein Ferienparadies für die
ganze Familie. Im Norden liegt Espinho, im Süden Ericeira.
Anziehungspunkte dieser beliebten Urlaubsregion sind Coimbra, Fátima
mit dem berühmten Schrein der Jungfrau Maria, die Kurbäder Luso
und Curia und die Höhlen von Santo António und Alvados. In
Küstennähe liegen die Ilhas Berlengas, ein Anglerparadies. Wie an
der Costa Verde laden auch hier Denkmäler, Burgen, Paläste, Klöster
und Museen zur Besichtigung ein. Die modernen Urlaubsorte haben alle
wunderschöne Strände.
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Coimbra ist die drittgrößte Stadt Portugals. Diese alte
Universitätsstadt hat verwinkelte Gassen, Gebäude mit hübschen
Fassaden und eine eigene Variante des Fado, der melancholischen,
bewegenden Musik der Portugiesen. Sehenswert sind die romanische Sé
Velha (Alte Kathedrale), das Kunstmuseum Museu Machado de Castro im
ehemaligen Bischofspalast (bedeutende Skulpturensammlung), die
Kirche und das Kloster vom Heiligen Kreuz (Mosteiro de Santa Cruz)
und die Universität. Auf dem Gelände der Velha Universidade liegt
die prächtige Capela de São Miguel, deren glanzvolles Interieur
schon viele Besucher beeindruckt hat. Direkt daneben befindet sich
die Biblioteca Joanina, eine der schönsten Barockbibliotheken der
Welt. Die Anlagen des Botanischen Gartens nahe der Universität
gehören zu den eindrucksvollsten in ganz Portugal. Reizvoll ist auch
der reich geschmückte Renaissancepalast Casa de Sôbre-Ripas.
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Aveiro, das »portugiesische Venedig«, ist von Salzmarschen,
Lagunen und Stränden umgeben. Das Stadtbild wird vom großen Kanal
geprägt. Besuchenswert sind vor allem die Kathedrale, die mit
Fayencekacheln geschmückte Karmeliterkirche (Igreja das Carmelitas)
und das Museu de Aveiro. Die Hafflandschaft der Ria de Aveiro
nördlich der Stadt erkundet man am besten auf einer Bootsfahrt.
Torreira, ein typisches Fischerdorf, liegt zwischen dem Meer und
einer Lagune. Man erreicht das Dorf mit einem Boot von Aveiro.
Anadia ist Mittelpunkt des Weinanbaugebietes Bairrada, die
Weingüter können besichtigt werden. In Conimbriga sind vor
allem die römischen Ruinen aus dem Jahr 1 v. Chr. besuchenswert.
Buçaco ist bekannt für seinen schönen Nationalpark und für den
herrlichen Baumbestand des Waldes, in dessen Mitte ursprünglich ein
Karmeliterkloster stand. Das Kloster gibt es jedoch längst nicht
mehr, an seiner Stelle wurde ein grandioses Jagdschloss für die
königliche Familie erbaut, das heute ein teures Luxushotel ist.
Figueira da Foz ist ein moderner Urlaubsort mit ausgezeichnetem
Strand, einem Spielkasino und anderen Sport- und
Unterhaltungsmöglichkeiten. In der Umgebung von Pinhal do Rei
liegt ein schöner Kiefernwald, der Pinhal Real. Fátima ist
seit dem angeblichen Erscheinen der Jungfrau Maria 1917 ein
bekannter Wallfahrtsort. Am 13. jedes Monats von Mai bis Oktober
werden besondere Zeremonien abgehalten. Das großartige Kloster
Mosteiro de Santa Maria da Vitória da Batalha, das an den Sieg der
Portugiesen gegen eine spanische Übermacht 1385 erinnert, steht
direkt an der Schnellstraße von Lissabon nach Coimbra. Das gotische
Meisterwerk gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des Landes.
Sehenswert sind auch die Höhlen von Santo António e Alvados
und das Fischerdorf Nazaré, dessen Hauptattraktion der
herrliche lange Strand ist. Alcobaça ist eine beschauliche
Stadt mit engen Straßen und einem interessanten Markt. Unbedingt
ansehen sollte man sich das grandiose Mosteiro de Santa Maria (12.
Jh.). Im idyllischen Óbidos kann man die gut erhaltenen
mittelalterlichen Stadtmauern besichtigen. Leiria ist ein
ruhiges Provinzstädtchen zwischen Lissabon und Porto. Auf einem
Plateau oberhalb der Stadt steht eine Burg aus dem 12. Jahrhundert.
Tomar ist eine malerische alte Stadt mit Parks und
mittelalterlichen Gässchen. Hoch über der Stadt auf einem Hügel
ragen die Zinnen einer Burg auf. Hauptsehenswürdigkeit ist jedoch
zweifellos das Convento de Cristo, die einstige Hochburg des
Templerordens. Caldas da Rainha, Monte Real, Curia, Luso, Vimeiro
und Cucos sind berühmte Thermalbäder.
Urlaubsorte
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Águeda, Albergaria-a-Velha, Alcobaça, Aljubarrota, Anadia, Arouca,
Aveiro, Avelar, Batalha, Bombarral, Buarcos, Bussaco, Cacia, Caldas
da Rainha, Caldas de São Jorge, Cantanhede, Coimbra, Cucos, Curia,
Esmoriz-Barrinhas, Estarreja, Fátima, Fermentelos, Figueira da Foz,
Figueiró dos Vinhos, Forte da Barra, Foz do Arelho, Ilhavo, Leiria,
Luso, Marinha Grande, Mealhada, Minde, Mira de Aire, Monte Real,
Murtosa, Nazaré, Óbidos, Oliveira de Azeméis, Oliveira do Bairro,
Peniche, Piedade, Pombal, Porto de Barcas, Praia da Areia Branca,
Praia da Barra, Praia do Furadouro, Praia de Mira, Praia de Pedrógão,
Praia do Porto Novo, Praia de Santa Cruz, Sangalhos, Santa Luzia,
São João da Madeira, São Martinho do Porto, São Pedro de Muel,
Seixal da Lourinha, Serém, Sever do Vouga, Sobrado de Paiva, Tomar,
Torres Vedras, Torreira, Vale de Cambra, Vale Gracioso, Vale do Grou,
Vale da Mó, Vieira de Leiria, Vila Nova de Ourém und Vimeiro.
Montanhas
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Diese bergige Region im Nordosten Portugals hat eine wilde, noch
ursprüngliche Landschaft mit Flüssen, Wäldern und Heilquellen. Hier
liegen die bekanntesten portugiesischen Thermalbäder Vidago,
Pedras, Chaves, Felgueiras, Salgadas, São Pedro do Sul, Aregos,
Manteigas und Monfortinho. Die Serra da Estrela östlich
von Coimbra wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Auf den Gipfeln der
Hügel stehen oft Burgen, die den wild-romantischen Charakter der
Gegend noch verstärken. Man kann Weingüter und alte Herrenhäuser
besichtigen, Wanderungen und Bergtouren unternehmen oder in den
Flüssen Forellen fangen. Guarda ist die höchstgelegene Stadt
Portugals, das Städtische Museum und die Kathedrale sind die
wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Gouveia ist eine Kleinstadt
mit bemerkenswerter Architektur. In Manteigas, bekannt für
gutes Kunsthandwerk, findet man noch Häuser mit hölzernen Balkonen.
Penhas da Saúde ist ein Skiurlaubsort nahe der höchsten
Erhebung auf dem portugiesischen Festland, dem über 1900 m hohen
Torre. Das Industriezentrum Covilhã, eine der ältesten Städte
Portugals, bietet gute Restaurants. Die Beira Baixa ist reich
an malerischen Ortschaften mit Burgen wie Belmonte, Sabugal
und Monsanto. Vila Real im Süden der Hochebene
Trás-os-Montes, ist ein wichtiges Wirtschafts- und
Verwaltungszentrum mit einer sehenswerten Kathedrale. Rund 3 km
südlich der Stadt liegt der bekannte Palácio Mateus, der auch heute
noch bewohnt ist. Teile des eleganten Palastes können jedoch
besichtigt werden. Die Gartenanlagen sind außerordentlich prächtig.
Der Parque Natural de Alváo bei Vila Real bietet ideale
Erholungsmöglichkeiten. Lamego hat eine Kathedrale, schöne
Kirchen, Klöster, Herrensitze und andere bedeutende Bauwerke, die
bis auf die Römerzeit zurückgehen. Von der Wallfahrtskirche Nossa
Senhora dos Remédios hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt
und die Umgebung.
Urlaubsorte
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Alfândega da Fé, Alijó, Alpedrinha, Alto do Caçador, Arganil,
Armamar, Belmonte, Bragança, Caldas de Alcafache, Caldas de Aregos,
Caldas da Cavaca, Caldas da Felgueira, Caldas de São Gemil, Caramulo,
Carvalhelhos, Castelo Branco, Castro de Aire, Catraia de São Romao,
Celorico da Beira, Cernache do Bonjardim, Chaves, Cinfães, Coja,
Covilhã, Escalhão, Figueira de Castelo Rodrigo, Fornos de Algodres,
Fundão, Gândara de Espariz, Gouveia, Guarda, Lamego, Lousã, Luga do
Torrão, Macedo de Cavaleiros, Mangualde, Manteigas, Miranda do
Douro, Mirandela, Mogadouro, Moimenta da Beira, Monfortinho, Nelas,
Oliveira de Frades, Oliveira do Hospital Orvalho, Pedras Salgadas,
Penacova, Penhas da Saúde, Peso da Régua, Pinhão, Pinheiro de Lafões,
Pinhel, Póvoa das Quartas, Resende, Rio Torto, Sabugal, São João de
Pesqueira, São Pedro do Sul, Seia, Serta, Torre de Moncorvo,
Urgeiriça, Vidago, Vila Flor, Vila Nova de Poiares, Vila Real, Vilar
Formoso, Vimioso, Vinhais, Viseu und Vouzela.
Costa de Lisboa
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Diese Region besteht aus der Hauptstadt Lissabon, der
Estoriler Küste, der Costa Azul und der Costa
Dourada im Süden. Die Millionenstadt Lissabon, rund 10 km von
der Atlantikküste entfernt, ist eine Metropole mit interessantem
Kultur- und Freizeitangebot. Im Süden liegt der Alentejo, im Norden
die Costa de Prata und die Costa Verde. Die Estoriler Küste zieht
sich von der Mündung des Tejo bis nach Ericeira am Atlantik hin. In
der Umgebung von Lissabon gibt es lange Strände, landschaftlich
schöne Fleckchen und sehenswerte Parkanlagen, Burgen und Paläste. An
der Costa do Estoril herrscht eine kosmopolitische Atmosphäre mit
einem Spielkasino, Restaurants, mehreren Nachtklubs und diversen
Sport- und Einkaufsmöglichkeiten (Golf, Reiten, Wassersport).
Vila Franca ist eine Hochburg des Stierkampfs. Das Fischerdorf
Sesimbra ist ebenfalls einen Besuch wert. Das noch weniger
bekannte Urlaubsgebiet Costa Dourada hat schöne Sandstrände.
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Lissabon (Internet:
www.atl-turismolisboa.pt): Die herrliche Lage macht diese
bedeutende Kulturstadt Europas zu einem idealen Reiseziel. Paläste
und weiße Wohnhäuser bedecken die sieben Hügel der portugiesischen
Hauptstadt. Lissabon hat eine altmodische, stilvolle Atmosphäre und
bezaubert durch das Nebeneinander grandioser Plätze und der dunklen,
engen Gassen des alten maurischen Viertels. Lissabon liegt an der
Mündung des Tejo und hat einen der besten Naturhäfen auf der
Iberischen Halbinsel. Eine imposante Hängebrücke überspannt auf 3 km
Länge den träge dahinfließenden Fluss, zur Weltausstellung 1998
wurde eine zweite Brücke gebaut. Springbrunnen, üppige Gartenanlagen
und mit Blumen übersäte Balkone sind typisch für diese freundliche
Stadt, die man auch leicht zu Fuß erkunden kann. Die Alfama
(Altstadt) ist eines der interessantesten Viertel Lissabons und
steht und neben dem Bairro Alto (der Oberstadt) das einzige, das das
Erdbeben im 18. Jahrhundert weitgehend unzerstört überstand. Einst
lebten hier wohlhabende Bürger, danach war sie ein ärmeres
Wohnviertel. Nach der Sanierung, die den Charme des Viertels
erhalten hat, wohnen hier viele Künstler und wohlhabende Singles. In
den zahlreichen kleinen Lokalen kann man den Klängen des Fado
lauschen, der meist von schwarz gekleideten Sängern zur
Gitarrenbegleitung vorgetragen wird.
Einer der besten Ausgangspunkte für einen Stadtbummel ist das
Kastell São Jorge, das im 8. Jahrhundert hoch über der Stadt auf den
Ruinen einer römischen Festung erbaut wurde und eine schöne Aussicht
über Lissabon bietet. Hier trifft man sich zum Picknick oder isst
eine Kleinigkeit im Casa do Leão, dem Burgrestaurant. Der Weg
hinunter in die Alfama führt an mittelalterlichen Häusern mit
schmiedeeisernen Balkonen vorbei, gemütlichen kleinen Cafés und der
hübschen Kirche von Santa Luzia. Beeindruckend sind die
Fayencekacheln (Azulejos), die viele Häuserfassaden und Kirchen in
der Altstadt verzieren. Die Geschichte dieser Kunst kann man im
Museu Nacional do Azulejo verfolgen, das in den Kreuzgängen der
Kirche Igreja da Madre de Deus untergebracht ist.
Viele alte Bauwerke haben sich auch im Bairro Alto erhalten, einem
Geschäftsviertel mit kleinen Läden und Büros. Dieser hochgelegene
Stadtteil westlich der Innenstadt ist bekannt für seine guten
Restaurants und die Tascas, winzige Gaststuben, die nur aus einem
Raum bestehen und Familienbetriebe sind. Das Bairro Alto erreicht
man am besten mit der Straßenbahn (zwei Linien fahren hinauf) oder
mit dem Aufzug Santa Justa, der Fahrgäste auch zu einer
Aussichtsplattform mit Panoramablick bringt. Eine enge Eisenbrücke
führt von dort zur Ruine einer Karmelitenkirche aus der Zeit der
Renaissance. Eine der Hauptattraktionen des Bairro Alto ist der
Botanische Garten, Jardim Botânico, der 1873 eröffnet wurde.
Ebenfalls schön ist ein Besuch in der Estufa Fria, einem Gewächshaus
im Parque Eduardo Septimo und der Praça de Marquês de Pombal am Ende
der Avenida da Liberdade.
Kunstfreunden wird das Museu Calouste Gulbenkian ein Begriff sein,
dessen Exponate der armenische Erdölmagnat Gulbenkian der Stadt
stiftete. Es gibt zwei große Abteilungen für Kunst des Orients und
des Okzidents. Gemälde der flämischen und niederländischen Schule
von Rubens, Rembrandt und Hals finden sich ebenso wie Arbeiten der
Impressionisten Renoir, Degas und Manet. Moderne portugiesische
Kunst ist im Centro de Arte Moderna vertreten. Unbedingt lohnenswert
ist ein Besuch im Museu Nacional de Arte Antiga, das über eine
bedeutende Kollektion alter Gemälde verfügt. Weitere sehenswerte
Museen liegen im Vorort Belém, etwa 8 km von der Innenstadt. Der
Torre de Belém (Belémer Turm) und das Mosteiro dos Jerónimos
(Hieronymus-Kloster) sind berühmte Wahrzeichen der Stadt. Das
Kloster fasziniert vor allem durch seinen einmaligen Kreuzgang,
einem der schönsten der Welt. In den alten Klostergebäuden sind das
Museu Nacional de Arqueologia e Etnologia (Archäologie und
Ethnologie) und das Museu da Marinha (Marinemuseum) untergebracht.
Eines der interessantesten Museen Lissabons ist zweifelsohne das
Museu dos Coches (Wagenmuseum) im ehemaligen Marstall. Die
prächtigen, überreich verzierten Kutschen suchen ihresgleichen.
Auf dem Weg in die Baixa (Unter- bzw. Innenstadt) kommt man durch
die Haupteinkaufsstraße Rua Garrett mit ihren Straßencafés und
Boutiquen. Das Kaffeehaus Brasileira ist auch heute noch ein
Künstlertreff. Sehenswert ist auch die Kirche Nossa Senhora da
Conceição Velha, deren Portal aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der
Rossio, ein weiträumiger Platz, der auf drei Seiten von
klassizistischen Gebäuden eingerahmt wird, ist voller Leben und das
eigentliche Herz der Stadt. An seiner Nordseite steht das Teatro
Nacional, das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Die von alten
Bäumen gesäumte Prachtstraße Lissabons, die elegante Avenida da
Liberdade, wird oft mit der Champs-Elysées verglichen. Zahlreiche
alte Bürgerhäuser, Straßenmaler und Straßencafés machen den
besonderen Reiz dieses Boulevards aus.
Im Umkreis von Lissabon gibt es zahlreiche hübsche Badeorte und
schöne Naherholungsgebiete, die sich auch für Tagesausflüge eignen
(s. u.).
Die Badeorte Estoril und Cascais sind nur ein paar Kilometer von der
Hauptstadt entfernt. Estoril war einst exklusiver Urlaubsort
der Reichen aus aller Welt. Heute hat sich die Stadt den
Bedürfnissen des modernen Tourismus angepasst. Der hohe Standard der
Hotels am herrlichen Tamariz-Strand ist jedoch erhalten geblieben,
heutzutage stehen sie auch Gruppenreisenden zur Verfügung.
Sportbegeisterte finden hier ganzjährig ideale Bedingungen. Vor
allem Golf, Reiten und Tennis sind populär. Cascais hat sich
beinahe noch mehr verändert. Aus einem Fischerdorf mit
menschenleeren Stränden ist ein belebter Urlaubsort mit Bars,
Nachtklubs und preiswerten, aber erstklassigen Restaurants geworden.
Das Bergstädtchen Sintra mit den malerischen
Monserrate-Gärten und einem Antiquitätenmarkt, der zweimal im Monat
stattfindet, zählte schon viele berühmte Namen zu seinen Gästen. Die
ca. 25 km von Lissabon entfernte einstige Sommerresidenz der
portugiesischen Könige ist auf alle Fälle einen Abstecher wert;
ebenso Queluz mit dem von herrlichen Gartenanlagen umgebenen
Rokokopalast, das Barockkloster von Mafra (1717) und das
Fischerdorf Ericeira. Das Dorf Colares ist für seinen
Rotwein bekannt. Die farbenprächtigen Fischerboote von Sesimbra
sind ebenfalls sehenswert, hier gibt es ausgezeichnete Meeresfrüchte
und gute Strände; oberhalb des Dorfes liegt eine alte maurische
Burg. Zu erreichen ist das Fischerstädtchen von Lissabon aus in nur
30 Autominuten. Tróia ist ein modernes Ferienzentrum auf
einer Halbinsel in der Nähe der Hafenstadt Setúbal. Hier findet man
ausgezeichnete Strände, Hotels, Restaurants, Supermärkte,
Swimmingpools, Nachtklubs, einen Golfplatz und ein
Wassersportzentrum. Setúbal liegt 39 km südlich von Lissabon.
Besuchenswert ist die idyllische Altstadt mit einer der schönsten
Kirchen des Landes. In dem Dorf Palmela steht eine
mittelalterliche Burg (12. Jh.). Das alte Kloster ist heute eine
Pousada (s. Unterkunft).
Urlaubsorte
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Lissabon, Caparica, Palmela, Azeitão, Arrábida, Setúbal, Tróia,
Sesimbra, Carcavelos, Estoril, Cascais, Guincho, Colares, Sintra,
São Pedro de Sintra, Queluz, Ericeira, Praia das Maçãs, Praia Grande
und Parede.
Planícies
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Dieses weitläufige Gebiet im Landesinneren besteht aus den Regionen
Cova da Beira, Ribatejo, Alentejo, Monsaraz, Marvão, Moura und
Monsanto. Überall in diesem fruchtbaren Agrargebiet kann man
typische portugiesische Dörfer finden. Planícies ist die
Kornkammer Portugals. Hier wachsen auch die Korkeichen, deren Borke
zur Herstellung von Flaschenkorken und anderen Korkprodukten benutzt
wird. Zu den Attraktionen dieser Gegend gehören eine Reihe bunter
Folklore-Festivals; außerdem gibt es gute Angelmöglichkeiten. Wer
Badefreuden genießen will, braucht nicht weit zu fahren. Die Costa
Dourada mit den einsamen Stränden von Alentejo ist schnell erreicht.
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Abrantes wird von einer Burg überragt, von der man einen
herrlichen Blick hat. Im Städtchen Sardoal scheint die Zeit
stehen geblieben zu sein. Castelo de Bode am Südende eines
großen Reservoirs, knapp 15 km von Tomar entfernt, bietet gute
Fischgründe. Santarém liegt auf sieben Hügeln und gewährt
einen schönen Blick auf die fruchtbare Ribatejo-Ebene. Erwähnenswert
sind die zahlreichen Kirchen, darunter vor allem die anmutige Igreja
de Marvila und die Kathedrale. Wunderschön ist auch die gotische
Igreja da Graça mit der eindrucksvollen Fensterrosette. Die ältesten
Stücke des Archäologischen Museums stammen aus der Römerzeit. Durch
die Portas do Sol tritt man in einen wundervollen Garten mit
Ausblick auf den Tejo und die weite Ebene des Ribatejo. Die Region
Alentejo liegt auf dem Weg von Lissabon Richtung Süden zu den
Stränden der Algarve. Mit alten Korkeichen und Oliven bewachsene
Ebenen prägen das Landschaftsbild. Kaum jemand weiß, dass die
zahlreichen Dolmen und Menhire der Gegend älter sind als die
ungleich bekannteren in der Bretagne. Eine Broschüre, in der die
Standorte verzeichnet sind, ist u. a. vom Verkehrsamt in Évora (s.
u.) erhältlich. Der Dolmen von Zambujeiro ist der größte der
Iberischen Halbinsel. Weitere Reize dieses beschaulichen Landstrichs
sind die vielen mittelalterlichen Städte und die interessanten
Ruinen aus der Römerzeit. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind
allerdings noch recht begrenzt. Eine der schönsten Städte der für
ihre Töpferwaren bekannten Region ist das Kulturzentrum Évora,
das zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Eine Vielzahl
schöner Bauwerke erwartet den Besucher, darunter der Römische Tempel
und das Museu de Évora gleich gegenüber, das im ehemaligen
Erzbischöflichen Palais untergebracht ist (Skulpturen und Gemälde).
Sehenswert ist auch die in der Renaissance erbaute
Jesuitenuniversität. Die Kathedrale wurde nach 64 Jahren Bauzeit
1250 fertiggestellt. Die Wände im Gebäudeinneren schmücken die
vielleicht schönsten Azulejos ganz Portugals. Estremoz ist
ein bunter Marktflecken mit steilen, von weißen Häusern gesäumten,
Gässchen. In Monsaraz unweit der spanischen Grenze ist das
maurische Erbe unverkennbar. Die Hauptstraße verläuft vom Stadttor
hinauf zur Burg (13. Jh.). Vila Viçosa erfreut das Auge durch
seine von Orangen- und Limonenbäumen eingefassten Straßen und
Esplanaden. Der grandiose Paço Ducal, das Fürstenpalais, war seit
seiner Fertigstellung 1601 Sommerresidenz der portugiesischen
Könige. Der alte römische Bade- und Kurort Castelo de Vide
ist eine der reizvollsten Städte Portugals. Eine Burg thront über
der Stadt und bietet einen unvergesslichen Blick auf die Dächer des
Ortes und weiter auf Berge und Wälder. Das alte jüdische Getto, das
Judiaria, besteht aus winzigen verzweigten Gässchen mit
Kopfsteinpflaster. Am Platz des Dom Pedro V. mit seinen prächtigen
Villen gilt es, die Igreja de Santa Maria zu besichtigen. Marvão
klammert sich förmlich an den 850 m hohen Granitfelsen, auf dem es
liegt, und ist ganz von einer Stadtmauer umgeben. Zugang erhält man
durch das mittelalterliche Stadttor. Auch hier gibt es eine alte
Festung, schöne Kirchen und Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Von der Festung hat man eine gute Fernsicht und kann an klaren Tagen
bis zur Serra da Estrela sehen.
Urlaubsorte
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Alcácer do Sal, Alter do Chão, Beja, Benavente, Campo Maior,
Castanheira, Castelo de Vide, Caxarias, Charneca do Infantado,
Coruche, Elvas, Estremoz, Évora, Ferreira do Alentejo, Grândola,
Lagoa de Santo André, Marvão, Minde, Monsaraz, Monte das Flores,
Montemor-o-Novo, Moura Ponte do Sôr, Portalegre, Rio Maior, Santa
Clara-a-Velha, Santarém, Santiago do Cacém, Serpa, Sines, Tomar,
Torrão, die Costa Alentejana von Troia bis zur Algarve, Sines und
Vila Nova de Milfontes.
Die Algarve
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Die Algarve liegt im Süden Portugals am Atlantik; die herrliche
Küstenlandschaft zieht sich westlich von der spanischen Grenze bis
hin zum Cabo de São Vicente. Die Strände erstrecken sich über eine
Länge von über 250 km und gehören zu den saubersten in Europa.
Zwischen verschiedenfarbigen Klippen und bizarren Felsformationen
liegen versteckte kleine Sandbuchten. Große Hotels, Spielkasinos,
Sportanlagen und zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten vermitteln
eine internationale Atmosphäre. Es gibt Feriendörfer für den
Familienurlaub und zahlreiche Campingplätze. Alle Hotels, Apartment-
und Villenanlagen haben den in Portugal üblichen hohen Standard.
Trotz der modernen Hotelkomplexe und Feriensiedlungen findet man in
dieser beliebten Urlaubsregion auch heute noch historische Städte
und hübsche Marktflecken, einsame Strandfreuden und beeindruckende
Naturerlebnisse. Typisch für die Algarve sind die vielen
Mandelbäume, deren weiße Blüten schon im Februar den Frühling
ankündigen. Am späten Abend verlassen von Laternen beleuchtete Boote
die Häfen zum Fischfang, der für die Bewohner dieser Region
weiterhin eine sehr große Rolle spielt. Es gibt über 30 Golfplätze.
Man kann auch Tennis oder Squash spielen, reiten und jede
Wassersportart ausüben.
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Faro, die Provinzhauptstadt, wurde 1755 durch ein Erdbeben
zerstört; nur ein kleiner Teil der Altstadt ist erhalten geblieben.
Mehrere Museen, die in verschiedenen Stilen erbaute Kathedrale und
die Barockkirche Igreja do Carmo sind die Hauptsehenswürdigkeiten.
Schön ist eine Bootsfahrt durch das Feuchtgebiet des Parque Natural
da Ria Formosa, bei der man zahlreiche Vogelarten beobachten kann.
Die Marktstadt Loulé ist berühmt für ihre ausgezeichneten
Lederwaren und Kupferartikel. Albufeira ist der wohl
beliebteste Badeort der Algarve und im Sommer ziemlich überlaufen.
Die Altstadt besteht aus engen Gässchen und terrassenförmig zum Meer
hinunterreichenden Häuschen. Der geschäftige Fischerort bietet
zahlreiche Cafés, Restaurants, Boutiquen und Diskotheken. Auf der
alten Festung (16. Jh.) kann man eine Kleinigkeit essen und dabei
den schönen Ausblick genießen. Das Fischerdorf Armação de Pêra
liegt an einem der längsten Strände der Algarve. Silves hat
alte Stadtmauern und eine sehenswerte Kathedrale aus dem 12.
Jahrhundert. Die Burg erinnert an die lange maurische Herrschaft. Im
Museu Municipal de Arqueologia kann man Ausstellungsstücke aus
dieser Zeit betrachten. Der Hafen des alten Fischerdorfes
Carvoeiro ist äußerst malerisch. Portimão ist eine der
größten Hafenstädte an der Algarve und bekannt für Möbel und
Korbwaren. Der Kurort Monchique hoch in den Bergen wurde
schon von den Römern aufgesucht. Überall locken kleine Läden, in
denen vor allem auch die schönen Kunsthandwerksartikel angeboten
werden, für die das Städtchen berühmt ist. Ganz in der Nähe, auf dem
über 750 m hohen Picota, erwartet Besucher eine wundervolle
Aussicht. In Lagos kann man historische Schiffswerften
besichtigen oder in Straßencafés sitzen. Dieser Ort hat sich zum
Zentrum des Rucksack-Tourismus entwickelt. Es gibt einige Kirchen zu
besichtigen, darunter die Igreja de Santa Maria und die Kapelle des
Heiligen Antonius. Ein Erlebnis ist der Wochenmarkt. Die Innenstadt
ist von Neubauten verschont geblieben, und es macht Spaß, durch die
alten kopfsteingepflasterten Sträßchen zu laufen. Im Sommer ist das
Nachtleben rege. Sagres ist ein winziges Dorf mit einer
Festung aus dem 17. Jahrhundert; die felsige Küste ist hier ideal
für den Hummerfang. Cabo de São Vicente ist der
südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. Die gesamte Costa
Vicentina ist ein Schutzgebiet. Im Südwesten der Algarve befinden
sich einige der schönsten Strände der Provinz. Auch das Hinterland
hat seine Reize, zumal hier der Tourismus noch nicht in dem Maße
Einzug gehalten hat wie sonst in der Algarve. Die Städte und Dörfer
haben hier einen ganz eigenen Charakter, und die Wiesen sind voll
bunter Blumen. In São Brás de Alportel gibt es ein kleines
Volkskunstmuseum, in dem regionale Trachten ausgestellt sind.
Urlaubsorte
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Albufeira, Armação de Pêra, Lagos, Portimão, Praia da Rocha, Silves,
Tavira, Vila Real de Santo António, Olhão, Quarteira, Carvoeiro,
Loulé, Sagres, Vilamoura, Monte Gordo, São Brás de Alportel, Aljezur
und Monchique.
Essen & Trinken
Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der einheimischen Küche;
die Gerichte können jedoch recht kostspielig sein. Suppen, die oft
eher Eintopfgerichten gleichen, werden als Hauptmahlzeit serviert.
Typisch portugiesische Gerichte sind Sopa de Marisco (Suppe aus
Schalentieren mit Wein), Caldo Verde (grüne Suppe aus fein
geschnittenem Grünkohl), Bacalhau (getrockneter Kabeljau, der zu
über 100 verschiedenen Gerichten verarbeitet wird), Caldeirada (ein
Fischeintopf aus neun verschiedenen Fischen, Zwiebeln und Tomaten),
Carne de Porco a Alentejana (gebratenes Schweinefleisch mit einer
Soße aus Muscheln, Tomaten und Zwiebeln). Beliebte Nachspeisen sind
Arroz Doce (Milchreis), Flan (Karamelpudding), Madeira-Pudding und
Nuvens (Vanillepudding). Getränke: Die portugiesischen
Tafelweine sind preiswert. Die bekanntesten Weine sind: Dão und
Serradayres (rot), Bucelas und Colares (weiß), Vinho Verde (junger
Wein, weiß oder rot). Bica ist eine kleine Tasse sehr starken,
schwarzen Kaffees; Galão ein Glas Milchkaffee, und eine Carioca de
Limão ist eine Tasse Tee aus Zitronenschalen, der sehr aromatisch
und überhaupt nicht sauer schmeckt.
Lissabon: Ob regionale Küche oder internationale
Spezialitäten, alles ist zu haben. Vor allem kleine Gaststätten
haben immer einige leckere Cozidos (Eintöpfe) zur Auswahl. Bei
Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt sind die Tascas,
in denen herzhafte Kost zu niedrigen Preisen serviert wird. Man
findet sie vor allem im Bairro Alto. In den Pastelarias, der
portugiesischen Version eines Kaffeehauses, kann man auch den süßen
Hunger stillen. Sonntags haben viele Restaurants Ruhetag. Da die
Portionen generell selbst von ausgehungerten Touristen nicht zu
schaffen sind, teilt man sich am besten ein Gericht und verlangt »uma
meia dose«. Mittagessen wird von 11.30 bis 15.00 Uhr serviert,
Abendessen zwischen 20.00 und 22.00 Uhr. Schlips und Kragen werden
nur in den besten Restaurants verlangt. Die Preise sind, verglichen
mit anderen europäischen Hauptstädten, günstig. Für den kleinen
Hunger zwischendurch kann man auch auf die üblichen
Schnellrestaurants zurückgreifen. Wer mit der Fähre über die
Tejo-Mündung nach Almada übersetzt, kann sich in den ausgezeichneten
Fischrestaurants stärken.
Nachtleben
Nachtklubs und Bars mit Live-Musik in Lissabon sorgen für
Abendunterhaltung. Beliebt ist Clavi di Nos in der Rua do Norte (Bairro
Alto). Jazzfans kommen im Hot Clube de Portugal auf ihre Kosten (Praça
da Alegria). Besonders gefragt unter den Diskotheken war bislang
eine umgebaute Fabrik, die Alcântara Mar, in der Rua da Cozinha
Econômica. Die Trends ändern sich jedoch wie überall recht häufig.
In anderen größeren Städten gibt es ebenfalls ein breites
Unterhaltungsangebot, das von Nachtklubs, Theatern, Kinos, Shows und
Volkstanzaufführungen bis hin zu musikalischen Veranstaltungen
reicht. Der Stierkampf wird von berittenen Toreiros ausgetragen. Die
traditionellen Fado-Gesänge können in zahlreichen Restaurants gehört
werden (ab ca. 22.00 Uhr). Die Theatersaison ist von Oktober bis
Mai. In Estoril, Figueira da Foz, Espinho, Alvor, Vilamoura und
Monte Gordo gibt es Spielkasinos.
Einkaufstipps
In Lissabon sind die Geschäfte in der Rua Augusta (Baixa) ideal für
ausgedehnte Einkaufsbummel. Der Chiado ist jedoch immer noch die
beste Einkaufsgegend. Kacheln, feines Porzellan, Stoffe und
Teppiche, Kristallwaren und Schmuck sind schöne Mitbringsel.
Kunstgewerbeläden (Artesanatos) bieten hübsche Qualitätswaren. Im
Centro de Turismo e Artesanato in der Rua Castilho ist die Auswahl
besonders groß. Die Geschäfte schließen im Allgemeinen zwischen
13.00 und 15.00 Uhr, und bleiben bis 19.00 Uhr geöffnet. Wer
Antiquitäten mit nach Hause nehmen möchte, sollte in die Rua da
Escola Politécnica gehen. Gelegenheitskäufe findet man in der Rua
Dom Pedro V. (Bairro Alto), die sich an die Rua da Escola
Politécnica anschließt. So richtig kramen und stöbern kann man auf
dem sonntäglichen Flohmarkt in der Chão da Feira beim Castelo de São
Jorge. Einkaufstips: Lederwaren, Kupfergegenstände, Keramik,
handbearbeitetes Gold und Silber, Stickereien und Wandteppiche,
Holzschnitzereien, Korkprodukte, Porzellan und Geschirr, Kristall-
und Glaswaren. Öffnungszeiten der Geschäfte: Normalerweise
Mo-Fr 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr (im Dezember bis 18.00 Uhr),
Sa 09.00-13.00 Uhr (im Dezember auch 15.00-19.00 Uhr geöffnet).
Einkaufszentren sind 10.00-24.00 Uhr geöffnet.
Sport
Vom Fremdenverkehrsamt sind Broschüren von Hotels und Urlaubsanlagen
mit Sportmöglichkeiten erhältlich. Golf: Es gibt zahlreiche
ausgezeichnete Golfplätze, die auch von Besuchern benutzt werden
können. Tennis: Fast alle Städte und Urlaubsorte haben
Tennisplätze. Reiten: In zahlreichen Ferienorten kann man
Pferde mieten und Reitunterricht nehmen. Wassersport:
Schwimmen, Wasserski, Segeln und Windsurfen sind die beliebtesten
Wassersportarten. Man kann an der Küste oder auf hoher See angeln.
An der Algarve kann man das ganze Jahr über Wassersport betreiben,
obwohl die Gezeiten im Winter recht gefährlich sein können.
Publikumssport: Von März bis Oktober werden in den meisten
Städten Stierkämpfe veranstaltet. Im Campo Pequeno in Lissabon
finden sie jeden Sonntagnachmittag statt. Jedes Jahr werden Golf-
und Tennisturniere veranstaltet. Weitere beliebte Sportarten sind
Tontaubenschießen und Squash.
Veranstaltungskalender
Die meisten portugiesischen Festivals finden im Juni statt, u. a.
die Feiern zu Ehren der Heiligen Antonius, Johannes und Peter in
Lissabon. Erwähnenswert sind außerdem das Internationale
Musikfestival der Algarve in Faro, das bereits im Mai beginnt und
das beeindruckende Fest der Senhora da Agonia in Viana do Castelo.
In Palmela findet man sich im September zum Fest der Weinlese ein.
Das ganze Jahr über werden landesweit religiöse Festlichkeiten aller
Art begangen. Im Mai und Oktober finden die Wallfahrten zum
berühmten Schrein in Fatima statt. Jeden Winter wird das
Gulbenkian-Musikfestival veranstaltet. In den Tagen vor
Aschermittwoch wird überall Karneval gefeiert.
19. Febr.-4. März 2007 Fantasporto (Internationales
Film-Festival), Douro. Febr. Karneval in Lissabon. März
Karwoche in Braga. 29. März-1. Apr. Algarve Open (Golf),
Portimao. 15.-20. Mai Internationales Filmfest der
Algarve, Portimao. Mai Super Bock Super Rock, Lissabon.
Jun.-Aug. Sintra Musik- und Tanzfest, Sintra. Jun.
Lissabon Pride, Lissabon. Aug.-Sept. Romaria de Nossa Senhora
dos Remedios, Lamego. 31. Dez. Magische Nacht (St. Silvester
Festival), Lissabon.
Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Das Leben der Portugiesen verläuft in ruhigen Bahnen.
Althergebrachte Höflichkeit und warmherzige südeuropäische
Gastfreundlichkeit sind selbstverständlich. Legere Bekleidung ist
durchaus akzeptabel, Strandkleidung sollte jedoch nicht in Städten
getragen werden. Trinkgeld: Zwischen 10-15% in der
Gastronomie. Wenn der Kellner das Wechselgeld zurückbringt, lässt
der Gast das Trinkgeld liegen. Als äußerst unhöflich gilt es jedoch,
Kleinstbeträge wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke liegen zu lassen. Im
Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.
Infos und Buchung
Viel Spass bei Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
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