| |
Istanbul, direkt am Goldenen Horn gelegen, stellt die Brücke
von Asien nach Europa dar. Die bewegte Vergangenheit dieser Stadt,
die einst Byzanz, dann Konstantinopel hieß und Hauptstadt des
Römischen, Byzantinischen und Osmanischen Reiches war, hat ein
umfangreiches Kulturgut hinterlassen. Unzählige Moscheen, Museen und
prächtige Paläste, das farbige Leben am Ufer des Bosporus und die
überdachten Basare geben der Stadt ein einzigartiges Flair.
-
Die Stadtteile: Istanbul besteht aus drei unterschiedlichen
Teilen. Das alte Istanbul hat zahlreiche Parkanlagen und Gärten. Zu
den Sehenswürdigkeiten gehört der Topkapi-Palast, die Residenz der
ottomanischen Sultane über vier Jahrhunderte. Von hier hat man einen
herrlichen Ausblick auf die Stadt, auf das Goldene Horn, den
Bosporus und das Mamara-Meer mit den Prinzeninseln bis hinüber nach
Asien. Topkapi ist nicht nur ein Palast, sondern ein Komplex von
Gärten, Gebäuden, Bibliotheken und natürlich dem Harem, dem Quartier
der Frauen.
Wenige Schritte vom Topkapi-Palast befindet sich die Hagia Sofia,
einst eine römische Kathedrale aus dem 6. Jh., im Jahre 1453 in eine
Moschee verwandelt und heute ein Museum. Die Blaue Moschee ist
bemerkenswert für ihre sechs Minarette. Der größte überdachte Basar
der Welt, Kapali Çarsi, ist eine der faszinierendsten Attraktionen
Istanbuls. Wer sich im Trubel langsam gen Norden treiben lässt,
landet im Ägyptischen Basar, dem Masir Çarsisi, dem Gewürzbasar. Nur
wenige Schritte davon entfernt liegt die anmutigste Moschee der
Stadt, Rüstem Pasa Camii. Auf der gegenüberliegenden Seite des
Goldenen Horns liegen Pera und Galata, Sinnbild des
modernen Istanbuls. Es gibt keine bedeutenden historischen Gebäude
in diesen Stadtteilen, dennoch sind beide Viertel einzigartig. Die
großen Hotels, die weitläufigen Plätze und das internationale
Nachtleben bilden einen starken Kontrast zur Altstadt. Sehenswert
ist die Prinzenpassage mit ihren vielen Restaurants. Üsküdar
(Scutari) und Kadíköy, beide am dritten Ufer gelegen, sind
die asiatischen Teile Istanbuls. Überfahrten werden von der
Galata-Brücke aus angeboten. Zwei Hängebrücken, die längsten
Europas, überspannen den Bosporus. Von ihnen hat man einen
unvergesslichen Rundblick über Istanbul.
-
Die Umgebung: Zahlreiche Urlaubsorte am Bosporus wie Tarabya
und Machka liegen ganz in der Nähe. Besonders sehenswert sind die
alten Befestigungsmauern von Rumeli Hisarti, der Nationalpark am
Berg Olympus von Mysia und die Ruinen von Troja. Boote fahren über
den Bosporus zu den Prinzen-Inseln, die zweifellos einer der
attraktivsten Ausflugsorte in der Umgebung von Istanbul sind. Die
Inselgruppe besteht aus neun Inseln, die größte dieser Inseln ist
Büyük Ada, die ca. 25 km von der Galata-Brücke entfernt liegt.
Thrakien und Marmara
-
Die Dardanellen, das Marmara-Meer und der Bosporus trennen die
sanften Hügel und Sonnenblumenfelder des europäischen Thrakien vom
asiatischen Teil der Türkei. In Edirne, der
Provinzhauptstadt, stehen drei der schönsten Moscheen der Türkei,
die Eski Cami, die Uc Serefeli Cami und die bekannte Selimiye.
Berge, Wälder und Strände machen die umliegende Landschaft aus. Das
pittoreske Marmara ist ein populäres Urlaubsgebiet. An der Küste
liegen die Urlaubsorte Yalova, Erdek und Gemlik. Der Berg Uludag,
der ehemalige sagenhafte Berg Olympus von Mysia, ist heute das
bedeutendste Wintersportgebiet der Türkei. Am Fuß des Berges liegt
die historische Stadt Bursa, die gleichzeitig ein Kurort ist.
Sie zeichnet sich durch zahlreiche elegante Gebäude aus der
ottomanischen Zeit aus, wie das Grüne Mausoleum und die Große
Moschee. In der Stadt Iznik treffen Besucher auf Ruinen aus
verschiedenen Epochen; Römer, Byzantiner, Seldschuken und Ottomanen
haben hier ihre Spuren hinterlassen. Hier werden die bildschönen
Kacheln hergestellt, die so viele Moscheen und Paläste in der Türkei
schmücken. Die Stadt Izmit, heute leider von Abgasen
verpestet, hat antike Stadtwälle und ein römisches Aquädukt.
Die Ägäische Küste
-
Das antike Ionien ist eine der Wiegen der westlichen Zivilisation.
An der herrlichen Küste liegen malerische Urlaubsorte und bedeutende
Ausgrabungsstätten, hier wurden die Überreste des legendären
homerischen Troja gefunden. Die Ruinen der einst bedeutenden Stadt
Pergamon (das heutige Bergama) liegen südlich von Troja. Zu
besichtigen gibt es den Athena- und den Trajans-Tempel, den
Zeusaltar, eine Akropolis, ein Theater, ein Gymnasium, das Asklepion,
ein Museum und eine Basilika aus roten Ziegeln.
Die Hafenstadt Izmir, der Geburtsort Homers, ist die
drittgrößte Stadt der Türkei. Die moderne Großstadt liegt in einer
wunderschönen Bucht, umgeben von terrassenartig aufsteigenden
Hügeln. Hier befand sich einst die griechische Festung Smyrna.
Mehrere Erdbeben und ein großes Feuer haben die alte Siedlung fast
vollständig zerstört. Übriggeblieben ist die auf dem Berg Pagos
gelegene Zitadelle aus dem 4. Jahrhundert, die eine wunderschöne
Aussicht auf die Stadt, den Golf von Izmir und eine römische Agora
mit gut erhaltenen Säulen und Statuen von Poseidon und Artemis
bietet. Çesme mit ausgezeichneten Stränden, einer Festung aus
dem 15. Jahrhundert, und Thermalquellen ist nur einer der vielen
beliebten Urlaubsorte der Region. Die malerische Hafenstadt
Sigacik, die Ruinen der alten ionischen Stadt Teos und
die Sandstrände von Akkum liegen zwischen Izmir und Çesme. Am
Fuß des Berges Pion befinden sich die Ruinen der
griechisch-römischen Stadt Ephesus (das heutige Selçuk). Das Große
Theater sowie die Celsus-Bibliothek sind inzwischen restauriert
worden; außerdem können der Serapis-Tempel (2. Jh.), die Fassade des
Hadrian-Tempels, die Hafenstraße, Häuser, die Agora, ein Gymnasium
und ein Stadion besichtigt werden. Meryemana, angeblich das Haus der
Jungfrau Maria, liegt in der Nähe von Ephesus in einem kleinen Tal
des Bergs Bulbul Dagi. Die Ruinen von Priene, Milet und Didyma
(einst eine bedeutende Orakelstätte) sind ebenfalls interessant. Sie
liegen unweit des Ferienortes Kusadasi, der ausgezeichnete
Sandbuchten hat und sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die
Umgebung anbietet.
Weiter im Südwesten liegt die Küstenstadt Bodrum, dem
Geburtsort des antiken Geschichtsschreibers Herodot. Hier befinden
sich auch die Fundamente des Grabmals von König Mausolos, des
imposanten Mausoleums, das eines der Sieben Weltwunder der Antike
war. Die St.-Peter-Burg aus dem 15. Jahrhundert beherrscht das
heutige Stadtbild. Von hier aus kann man Ausflüge zur griechischen
Insel Kos unternehmen. Marmaris liegt an einer Förde
und ist von Pinienwäldern umgeben. Ganz in der Nähe ist das
Fischerdorf Datca, weiter südlich liegt Fethiye, ein
Urlaubsort in einer geschützten Bucht mit vielen kleinen Inseln. Die
Felsengräber der Lykier sind einen Besuch wert. Ganz in der Nähe
liegt der erst vor kurzem entdeckte Öludeniz eine vom Meer
geschützte Lagune mit kristallklarem Wasser, die unter Naturschutz
steht. Pamukkale in der Nähe von Denizli ist bekannt für die
spektakulären, zu Kalkstein erstarrten Wasserfälle. Die Heilkraft
der Thermalquellen war schon den Römern bekannt. Hier befinden sich
auch die Ruinen der römischen Stadt Hierapolis.
Die westliche Mittelmeerküste
-
Die Türkische Riviera ist ein viel besuchtes Urlaubsgebiet,
das mit viel Sonnenschein um Besucher wirbt. Die Türkische Riviera
reicht von der Provinz Antalya (Internet:
www.antalya.de)
im Westen bis zum Kap Anamur im Osten. In dieser Region findet man
überall Kreuzritterburgen und andere Zeugnisse einer bewegten
Geschichte. Mitten in der Provinz Antalya, die sich im Osten
von Alanya bis nach Kalkan im Westen erstreckt, liegt auf einer
Klippe die gleichnamige Stadt Antalya, die über Jachthafen
und ausgezeichneten Hotels verfügt. Sie ist idealer Ausgangspunkt
für Ausflüge zu den antiken griechischen Städten Perge,
Aspendos und Side. In Antalya selbst kann man das
Hadriantor, die Moscheen Kesik Minare und Yivli Minare und den
runden römischen Turm Hidirlik Kulesi besichtigen. Westlich von
Antalya in der Nähe von Kemer liegt ein Feriendorf des Club
Mediterranée. Außerhalb der hellenistischen Stadtmauern der Ruinen
von Perge befindet sich ein gut erhaltenes römisches
Amphitheater. Außerdem gibt es ein Siegestor, ein Thermalbad und
eine Agora. Im eindrucksvollen Amphitheater (2. Jh.) in Aspendos
werden noch heute griechische Tragödien aufgeführt. Nördlich der
Stadt liegt das schönste römische Aquädukt in der Türkei. In
Side, einem belebten Badeort, kann man nahezu unbeschädigte
griechische Stadtmauern besichtigen sowie einen Brunnen, ein
Theater, zwei Agoras und die römischen Bäder. Alanya, einer
der populärsten Urlaubsorte am Mittelmeer, liegt in der Provinz
Antalya am Fuße des Taurus-Gebirges unterhalb einer
Seldschuken-Zitadelle. Eine Küstenrundfahrt mit dem Boot führt an
Klippen und versteckten Buchten vorbei. Von der Zitadelle mit
dreifachen Burgmauern hat man eine atemberaubende Aussicht.
Der größte Reptilienpark der Welt, der EKO-Park bei Tekirova
in der Provinz Antalya, ist seit 2005 auch für die Öffentlichkeit
zugänglich. In dem Park, der momentan 50.000 qm groß ist, sind eine
Vielzahl von Schlangenarten, Riesenechsen, Fröschen und Schildkröten
sowie zahlreiche Kakteenarten, Heilpflanzen und exotische Bäume zu
sehen.
Die östliche Mittelmeerküste
-
Eine landschaftlich schöne Straße führt von Anamur, dessen
Stadtbild von einer auf einer Klippe gelegenen byzantinischen Burg
beherrscht wird, nach Silifke. Das Museum der historischen
Stadt enthält Funde der Ausgrabungsstätten dieser Region. Die
Hafenstadt Mersin wurde auf bis in die Altsteinzeit
zurückreichenden Fundamenten errichtet. Adana in der
Cukurova-Ebene ist das Zentrum der türkischen Baumwollindustrie. Die
enorme Taskopru-Brücke wurde im 2. Jahrhundert von Hadrian erbaut.
Der überdachte Basar sowie die Kreuzritterburgen und
Hethiter-Siedlungen in der Umgebung sind sehenswert. Von
Iskenderun führt eine Straße über den Belen-Pass nach Antakya,
dem biblischen Antiochia. Hier gründete Petrus die erste christliche
Gemeinde. Etwas außerhalb der Stadt liegt die Grotte, in der er
seine ersten Predigten hielt.
Die Schwarzmeerküste
-
In dieser schöne Bergregion gibt es einige Ferienorte mit guten
Sandstränden wie Kilyos, Sile, Akcakoca,
Unye, Ordu und Giresun. Die Unterkünfte sind oft
einfach. Eine landschaftlich interessante Straße verbindet die
Bezirksstädte Samsun und Trabzon. In Samsun deutet nur
wenig auf die historische Vergangenheit hin, die Stadt spielte
jedoch eine bedeutende Rolle in der modernen Geschichte der Türkei.
Ein Denkmal erinnert an den Unabhängigkeitskrieg, der hier 1919
begann. In Trabzon können die Ruinen einer byzantinischen Festung
und zahlreiche andere alte Bauwerke besichtigt werden. Die
Sofienkirche wurde während der 200 Jahre anhaltenden Herrschaft der
Kommagenen errichtet. Ein etwa 54 km von Trabzon entfernt liegendes
Kloster aus dem 14. Jahrhundert wurde der Jungfrau Maria geweiht; es
ist auf einer Höhe von 300 m in eine Felswand hineingebaut und ist
für seine Wandmalereien bekannt.
Zentralanatolien
-
Mittelpunkt ist die moderne Großstadt Ankara, die Hauptstadt
der Türkei. Sie wurde in den Zwanziger- und Dreißigerjahren in dem
nur dünn besiedelten Gebiet unter der Aufsicht von Kemal Atatürk
gebaut, um die alte Hauptstadt Istanbul zu ersetzen. Ant Kabirr,
Atatürks Mausoleum, ist das Wahrzeichen der Stadt und nur eines der
zahlreichen Denkmäler des Nationalhelden. Ein kleines Museum mit
persönlichen Erinnerungsstücken Atatürks befindet sich inmitten der
riesigen Anlage. Anadolu Medeniyetleri Müzesi, das Museum der
Anatolischen Zivilisationen, auch Hethiter-Museum, südlich der
Zitadelle im restaurierten ehemaligen überdachten Basar
untergebracht, beherbergt eine einmalige und prächtige Sammlung von
Kunst- und Gebrauchsgegenständen der Hethiter, Römer, Seldschuken
und aus der neolithischen Zeit. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die
Arslanhane Camii, eine Moschee aus dem 13. Jh. mit einer von 24
Holzpfeilern getragenen Holzdecke befindet sich im Basarviertel. 200
km östlich von Ankara liegt das kleine Dorf Bogazkale. In der
Umgebung von Bogazkale wurden 1906 die Staatsarchive der Hethiter
gefunden, und die Überreste der ehemaligen Hauptstadt des
Hethiterreiches Hattusa (ca.1650-1200 v. Chr.) befinden sich hier.
Im Dreieck Bogazkale - Alaca Hüyük - Yazilikaya kann man die
bedeutende Stätte besichtigen. Eine der bemerkenswerten
Sehenswürdigkeiten Anatoliens ist das Felsheiligtum Yazilikaya aus
dem 13 Jh. v. Chr. Sungurlu ist ein guter Ausgangspunkt für
Ausflüge in diese faszinierende Region. Amasya, eine der
reizvollsten Städte Anatoliens, war die Hauptstadt des einstigen
Königreiches Pontus. Die Felsengräber der Könige von Pontus und die
auf einem hohen Berg gelegenen Ruinen einer Zitadelle mit den
Überresten eines ottomanischen Palastes sind einen Besuch wert. Ganz
in der Nähe liegen die Städte Tokat und Sivas mit
Beispielen seldschukischer Architektur.
Die surrealistisch anmutende Erosionslandschaft von Kappadokien
besteht aus bizarren Felsformationen, Tuffsteinkegeln und
Schluchten. Die Bewohner dieses Gebietes haben seit 400 v. Chr.
ganze Siedlungen in die weichen Felswände aus vulkanischem Gestein
geschlagen. Einige der Dörfer, z. B. Soganli, sind noch immer
bewohnt. In Göreme kann man Felskirchen mit byzantinischen Fresken
besichtigen. In Zelve steht ein etwas unheimlich wirkendes Kloster.
Die von bizarr geformten Felsen umgebenen Dörfer Ortahisar und
Uchisar mit ihren Festungen bieten einen ausgezeichneten Rundblick.
Das enge Tal von Ihlara und die unterirdischen Städte Kaymakli und
Derinkuyu sind faszinierend. Überall in Kappadokien findet man
kleine Hotels und Campingplätze; die besten Hotels gibt es in den
Städten Nevsehir und Ürgüp. Die historischen
Siedlungen Kanes, Karum und Fraktin (heute ein Wintersportort) in
der Nähe der Stadt Kayseri sind ebenfalls einen Besuch wert.
-
Konya, eine grüne Oase inmitten der kargen,
südwestanatolischen Steppenlandschaft, ist trotz moderner Einflüsse
eine stark vom Islam geprägte, traditionelle anatolische Stadt
geblieben. Die letzte Hauptstadt des Seldschukenreiches und
viertgrößte Stadt der Türkei ist eine der ältesten Siedlungen der
Welt - sie geht auf das 7. Jahrtausend v. Chr. zurück. Hier lebte
der Mystiker Mevlana, der den Orden der Tanzenden Derwische
gründete. Mevlanas Mausoleum wurde 1927 zum Museum erklärt, nachdem
Kemal Atatürk eine weltlich orientierte Politik einführte. Für viele
Gläubige ist es aber immer noch ein Heiligtum. Aus dieser
vergangenen Epoche sind beeindruckende restaurierte Bauten zu
besichtigen. Besonders sehenswert sind die Alaeddins Moschee (13.
Jh.), das Portal der Ince Minare Medresse, das Fayencen-Museum der
Karatay Medresse und die Iplikci-Moschee, Konyas ältestes Gebäude.
Die antiken Stätten Beysehir und Binbirkilise liegen in der Nähe von
Konya.
Ostanatolien
-
Das weitläufige und kaum bevölkerte Ostanatolien ist ein raues Land
mit extremen Temperaturunterschieden. Desolate Schönheit, grüne
Wiesen und gewaltige Gebirgsmassive mit ewigem Schnee, Nomadenzelte,
einsame Dörfer, Lehmhütten und verlassene Kloster prägen das
Landschaftsbild.
Erzurum, die größte Stadt der Region, war Jahrhunderte lang
eine der östlichsten Bastionen des Byzantinischen Reiches. Die
Moscheen und Mausoleen der Seldschuken und der Mongolen,
byzantinische Stadtmauern sowie zwei Koranschulen mit Minaretten und
fein geschnitzten hölzernen Eingangstoren sind einen Besuch wert.
Die Grenzstadt Kars, nordöstlich von Erzurum, zeichnet sich
durch eine mittelalterliche Festung (12. Jh.) aus. Östlich von Kars
liegen die Ani-Ruinen aus dem 10. Jahrhundert. Noahs Arche soll auf
Agri Dagi, dem Berg Ararat aus der Bibel, gestrandet sein. Am Fuße
des Berges, in Dogubeyazit, liegen der Märchenpalast und die
Moschee des Ishak Pascha. Die Aussicht vom Palast ist atemberaubend.
Die befestigte Stadt Van liegt am östlichen Ufer des riesigen
Van-Sees. Sie war zwischen 800 und 600 v. Chr. eine bedeutende
Festung der Urartu. Die Felsengräber und Ruinen von Moscheen der
Seldschuken und Ottomanen sind besuchenswert. Auf der Insel Akdamar
steht die bezaubernde Kirche des Heiligen Kreuzes aus dem 10.
Jahrhundert. Diyarbakir wurde im 4. Jahrhundert erbaut und
ist von drei mächtigen Wällen aus schwarzem Basalt umgeben. In
Mardin stehen Gebäude aus dem Mittelalter und eine römische
Zitadelle. Urfa ist ebenfalls sehenswert. In Nemrut Dagi
stehen gigantische Steinstatuen, die König Antiochus I. im 1.
Jahrhundert v. Chr. errichten ließ und die einen unvergesslichen
Anblick bieten. Unterkünfte in dieser Region sind einfach und
mitunter schwer zu finden.
Wintersportorte
-
Die Wintersportorte der Türkei liegen meist auf bewaldeten Bergen
der mittleren Hochlagen. Die nachfolgenden Skigebiete können mit dem
Auto oder mit dem Flugzeug (Turkish Airlines) erreicht werden.
Weitere Informationen erteilen die Fremdenverkehrsämter (s.
Adressen).
-
Uludag liegt 36 km südlich von Bursa und kann entweder über
eine asphaltierte Straße oder mit der Drahtseilbahn erreicht werden.
Saison ist von Januar bis April. Es gibt Anfängerhügel, Slalom,
Riesenslalom, drei Skilifte, drei Sessellifte, ein kleines
Krankenhaus und Après-Ski. Unterkunft findet man in Hotels und
Skihütten (Kapazität 3100 Betten).
-
Saklikent 48 km nördlich von Antalya liegt die
Bakirli-Dagi-Bergkette (2546 m). Es gibt Pensionen und Skihütten
(Kapazität 2500 Betten). Die besondere Attraktion dieser Gegend ist
das nahe gelegene Mittelmeer. Im März und April kann man morgens Ski
laufen, und am Nachmittag schwimmen gehen.
-
Köroglu Dagi liegt an der Autobahn zwischen Istanbul
und Ankara, etwa 50 km von Bolu entfernt. Das Skigebiet liegt auf
einer Höhe von 1900-2350 m. Das Kartal-Hotel hat einen Swimmingpool
und einen Skilift. Skiausrüstungen können gemietet werden, Skilehrer
stehen zur Verfügung.
-
Palandoken, 6 km von Erzurum (Höhe 2200-3100 m), hat die
längsten und schwierigsten Pisten der Türkei. Das Skihotel
(Kapazität 100 Betten) hat Zentralheizung und einen Sessellift.
Skilehrer stehen zur Verfügung, man kann auch Ausrüstungen mieten.
In Erzurum gibt es ebenfalls einige Hotels. Hauptsaison ist von
Dezember bis April.
-
Sarikamis: Dieses Skigebiet in der Nähe von Kars hat gute
Pisten und ideale Schneebedingungen (Höhe 2250 m). Hauptsaison ist
von Januar bis März. Das Skihotel (Kapazität 60 Betten) hat
Zentralheizung, Sessellift und Skilehrer. In Kars findet man
ebenfalls Unterkunft.
-
Erciyes ist 25 km von Kayseri entfernt und liegt am östlichen
Hang des Berges Erciyes Dagi (2150 m). Saison ist von November bis
Mai. Das Hotel (Kapazität 120 Betten) stellt Skiausrüstungen und
Skilehrer zur Verfügung. Zum Skilaufen benötigt man eine Erlaubnis
des Generaldirektors für Sportunterricht.
Essen & Trinken
Fast alle Hotels haben ein Restaurant. Einheimische Produkte wie
Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch werden frisch verarbeitet.
Lammfleisch steht auf allen Speisekarten, z. B. als Shish Kebab
(gegrillte Lammspieße) und Döner Kebab (Lammfleisch am Drehspieß).
Fische und Schalentiere sind ebenfalls sehr frisch, Spezialitäten
sind Barbunya (Meerbarben) und Kilic Baligi (Schwertfisch). Dolma
(mit Nüssen und Rosinen gefüllte Weinblätter) und Karniyarik (mit
Hackfleisch gefüllte Auberginen) sollte man ebenfalls versuchen.
Getränke: Ayran (ein erfrischendes Getränk aus Jogurt), in
Gläsern servierter Apfeltee und starker, schwarzer türkischer Kaffee
sind überall erhältlich. Der Genuss von Alkohol ist nicht verboten,
während des Fastenmonats Ramadan sollte man aber den Sitten und
Gebräuchen des Landes Rechnung tragen und keinen Alkohol trinken.
Das einheimische Bier und die Weine sind ausgezeichnet. Das
Nationalgetränk Raki (Anisschnaps) wird milchig, wenn man Wasser
zugibt, und wird daher auch »Löwenmilch« genannt. Raki zu trinken
ist ein Ritual, normalerweise werden dazu verschiedene Meze
(Vorspeisen) serviert.
Nachtleben
In fast allen größeren Städten gibt es Kinos und Nachtklubs mit
europäischer und orientalischer Musik. In Izmir, Istanbul und Ankara
kann man Theater- und Konzertveranstaltungen besuchen. Zahlreiche
Restaurants und Hotels veranstalten Unterhaltungsabende. In den
Urlaubsorten ist die Auswahl an Diskotheken und Bars recht groß.
Einkaufstipps
Der Kapali-Carsi-Basar in Istanbul bietet eine große Auswahl an
Schmuck, Teppichen und Antiquitäten. Außerdem Textilien,
Stickereien, Teppichen, Lederwaren, Intarsienarbeiten und bemalte
Kacheln. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.30-13.00 und
14.00-20.00 Uhr. Der große Basar in Istanbul ist Mo-Sa 08.00-19.00
Uhr geöffnet.
Sport
Bergsteigen: In der Türkei gibt es mehrere Bergketten, deren
Gipfel Höhen zwischen 3250 m und 5165 m erreichen (der Agri Dagi/Ararat
ist der höchste Berg in Anatolien), die sowohl Anfängern als auch
erfahrenen Bergsteigern gute Betätigungsmöglichkeiten bieten. Die
notwendige Genehmigung erhält man vom Türkischen Bergsteigerklub.
Skilaufen: Die Wintersportorte liegen meist in schönen
Waldgebieten (s. Wintersportorte), vor allem im Norden (in der Nähe
von Ankara) und im Westen. Sie sind oft einfach über asphaltierte
Straßen oder per Flugzeug zu erreichen. Wandern: Ein
Fernwanderweg führt von Antalya nach Fethiye. Wassersport:
Das Mittelmeer, vor allem in der Nähe von Izmir, ist sehr warm und
daher gut für Wassersport aller Art geeignet.
Veranstaltungskalender
Jan. 2007 Kamelkämpfe (3. Wochenende im Januar), Selcuk.
März (1) Siegesfeier der Seeschlacht von 1915, Çanakkale. (2)
Mesirpaste, Manisa. Apr. Internationales Filmfest, Istanbul.
Mai (1) Internationales Musik- und Folklorefestival, Silifke.
(2) Internationales Jazzfestival, Antalya. Jun.
Internationales Bergama-Fest, Bergama. Jun. (1) Kirkpinar
Öl-Wrestling, Edirne. (2) Internationales Musikfest,
Istanbul. Jun./Jul. Opern- und Ballettfestival im antiken
Theater von Aspendos. Jul. Jazz-Fest, Istanbul. Aug.
Feierlichkeiten zu Ehren von Haci Bektas Veli in Hacibektas.
Sept.-. Okt. Das internationale Biennale-Fest, Istanbul. Okt.
(1) Ahi-Bruderschaft-Kulturwoche, Kirsehir. (2) International
Bodrum Cup. (3) Internationales Kultur- und Kunstfestival, Alanya.
(4) Kultur- und Kunstwoche, Sanliurfa. Dez. (1)
Internationale St. Nikolaus-Gedächtnisfeiern, Antalya und Demre. (2)
Mevlana-Gedächtnisfeiern, Konya. 10.-17. Dez. Derwischtänze
in Konya.
Weitere Informationen von den Fremdenverkehrsämtern (s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Türken sind sehr
gastfreundlich. Besucher sollten islamische Sitten und Gebräuche
respektieren. Legere Kleidung wird überall akzeptiert, Badekleidung
gehört jedoch an den Strand. Rauchen: In Kinos, Theatern,
Stadtbussen und Dolmussen darf nicht geraucht werden. Trinkgeld:
In den Rechnungen der Hotels ist Bedienungsgeld bereits
enthalten. Zimmermädchen und Kofferträger erwarten aber ein
Trinkgeld. Im Restaurant sind 10% Trinkgeld üblich. Im Taxi wird der
Fahrpreis aufgerundet.
Infos und Buchung
Viel Spass bei Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
reiseknaller.com
|
|