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Tunis und Umgebung
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Tunis ist eine moderne Hauptstadt mit eleganten Hotels, Geschäften
und Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art. In der Mitte liegt die
Medina (die Altstadt), eine der am besten erhaltenen
mittelalterlichen Städte der islamischen Welt. Der Haupteingang an
der Porte de France und der britischen Botschaft führt direkt zur
Rue Djamaa Ez-Zitouna, der Hauptstraße der Souks (Märkte). Weitere
Souks, die sich mitunter auf ganz bestimmte Produkte spezialisiert
haben, zweigen von der Hauptstraße ab. Djamaa Ez-Zitouna, die große
Moschee, ist eine gute Orientierungshilfe.
Das Bardo-Museum ist im ehemaligen Palast des Bey untergebracht und
beherbergt karthagische, römische, byzantinische und arabische
Schätze. Das Nationalmuseum hat prähistorische, punische, römische
und byzantinische Ausstellungsstücke und steht auf den Ruinen des
Antonius-Bades, das man ebenfalls besichtigen kann.
Im bewaldeten Belvédère-Park oberhalb der Stadt gibt es einen
moslemischen Pavillon und einen Zoo. Im Vorort La Soukra
findet man einen Golfplatz und Reitställe.
Urlaubsorte
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Im Nordosten von Tunis liegt der Hafen und Badeort La Goulette;
dort kann man an heißen Sommernächten vor den Restaurants und Cafés
sitzen und Fischspezialitäten und andere tunesische Gerichte an der
frischen Luft genießen. Weiter an der Küste entlang gibt es die
Ruinen von Karthago zu besichtigen, einer Stadt, die einst
ebenso berühmt war wie Rom (s. Historische Stätten); Sidi-Bou Said,
La Marsa und Gammarth sind ebenfalls sehenswert. Alle Städte können
von Tunis aus mit der Bahn erreicht werden. Sidi-Bou Said ist
eine mit Bougainvillea, Nelken und Geranien bewachsene Landspitze
mit vielen, im andalusischen Stil erbauten Villen mit
leuchtendblauen Türen und Fensterläden. La Marsa, Gammarth
und Raouad liegen in einer grünen Landschaft mit herrlichen
Sandstränden und bieten ausgezeichnete Hotels, internationale
Restaurants und ein interessantes Nachtleben.
In den südlichen Randgebieten liegt Hammam-Lif, ein kleines
Urlaubsdorf am Strand, das vom Djebel Bou Kornine (einem Berg mit
zwei Gipfeln) überragt wird.
Der Norden
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Dieser als »Grünes Tunesien« bekannte Landesteil ist eine
wunderschöne Gegend mit Hügeln, Bergen und fruchtbaren Ebenen. Das
Wetter ist auch im Sommer etwas kühler als im Süden. Die Hotels an
der Küste sind erstklassig. Bizerte war früher die römische
Stadt Hippo Dyarrytus. Der alte Fischereihafen, die Kasbah
(arabisches Altstadtviertel) und das andalusische Viertel sind
erhalten geblieben. Breite Alleen ziehen sich durch die Stadt,
moderne Hotels mit schönen Gärten und die prächtige Kongresshalle
liegen an der Corniche oberhalb der Dünen. Die Landschaft um Cap
Bizerte, Cap Blanc, den Bizerte-See und den Ichkeul-See lädt zu
Spazierfahrten ein. Der Ichkeul-See ist das Habitat vieler Arten von
Federwild und der bewaldete Djebel Ichkeul die Heimat von Büffeln.
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Utica, 32 km von Bizerte und Tunis entfernt, ist eine alte
phönizische Siedlung (s. Historische Stätten). Raf Raf in der
Nähe ist ein bezauberndes Dorf auf einer Hügelkuppe.
Nach Tabarka, einer Hafen- und Urlaubsstadt ca. 140 km
westlich von Bizerte, gelangt man über eine kurvenreiche Straße, die
durch Teskraia und Djebel Aboid führt. Die friedliche Stadt Tabarka
hat eine genuesische Festung, die Einwohner betreiben Fischfang
(Seehecht und Meerbarbe) und tauchen nach Korallen. Die
Korallenbänke laden zum Erforschen mit der Taucherbrille ein. Vorort
befindet sich u.a. ein großer 10.000-Betten-Komplex und ein
Jachthafen. In der Nähe des Hügeldorfs und Seebads Ain Draham
kann man das ganze Jahr über Rotwild, Luchse und Schakale
beobachten. Weiter südlich, an Bulla Regia (s. Historische
Stätten) vorbei, stößt man auf das hoch gelegene El Kef mit
Thermalquellen.
Cap Bon
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Hammamet, 65 km von Tunis entfernt, liegt an der Südspitze
von Cap Bon und ist Tunesiens beliebtester und am besten
erschlossener Urlaubsort. Die Hotels sind in den unterschiedlichsten
maurischen Baustilen errichtet worden. Die vom Meer umgebene Medina
(Altstadt) hat eine Stadtmauer und wird von einer goldbraunen Kasbah
bewacht, von deren Türmen aus man einen herrlichen Blick hat. Das
türkische Bad (Hammam) ebenso wie die Kasbah und die Moschee stammen
aus dem 15. Jahrhundert. Auch ausländische Besucher dürfen das Bad
benutzen.
Ein breiter Sandstrand führt von der Medina aus zum Erholungsgebiet.
Direkt dahinter liegen die Läden, Restaurants, Nachtklubs, Bars und
Cafés. Das Unterhaltungsangebot der Ferienhotels umfasst u. a.
Diskotheken und Folkloreabende.
Das Internationale Kulturzentrum hat eine der schönsten
Gartenanlagen Tunesiens. Sie ist Schauplatz für Konzerte unter
freiem Himmel, für Bühnenstücke von internationalem Rang und
Folklore-Darbietungen.
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Nabeul ist eine moderne Stadt ca. 10 km östlich von Hammamet.
Sie steht auf Ruinen aus punischer und römischer Zeit und hat ihre
jahrhundertealte Tradition der Herstellung von Tontöpfen und feiner
Keramik, Parfüm, Spitze und Lederwaren beibehalten. Jeden Freitag
ist Markttag. Die Hotels und Ferienhäuser, die im traditionellen
Stil gebaut sind, liegen nahe am wunderschönen Strand und den
Geschäften und Freizeitanlagen. Weitere Informationen s. Unterkunft.
Cap Bon hat ein ganzjährig mildes Seeklima, eine leicht erreichbare
Küste und ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Cap Bon ist die
Landzunge zwischen dem Golf von Tunis und dem Golf von Hammamet und
ein großes Weinanbaugebiet, in dem auch Feigen, Oliven, Orangen,
Zitronen und Getreide angebaut werden. Der ehemalige Palast des Bey
von Tunis in Korbous ist in ein Kurzentrum umgewandelt
worden, in dem Arthritis und Hautkrankheiten mit therapeutisch
wirksamen Mineralwässern behandelt werden. Vom nahe gelegenen
Fischerstädtchen Sidi Daoud aus kann man die Inselchen Zembra
und Zembretta erreichen.
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El Haouraria liegt in der Waldregion am Rande des Kaps.
Alljährlich überfliegen zahlreiche Zugvögel das Dorf, und jeden
Frühling findet hier ein Fest der Falkner statt. Ganz in der Nähe
ragen die Klippen bis zu 400 m hoch auf. Kerkouane hat eine
große archäologische Ausgrabungsstätte aus der punischen Zeit.
Kelibia ist ein Fischerstädtchen mit Burgruine.
Landeinwärts von Cap Bon liegen Zaghouan und Thuburba
Majus (s. Historische Stätten).
Die Ostküste
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Dieses zentrale Küstengebiet bietet eine Hügellandschaft und Gärten
und Haine mit Oliven-, Granatapfel- und Mandelbäumen. Die Hügel
enden in weißen Sandstränden, Felsenklippen und Unterwasserfelsen.
In den Dörfern der steinigen Landschaft werden Oliven und Obst
angebaut. In kleinen Museen sind Sammlungen mit jahrhundertealtem
Goldschmuck zu sehen. Viele Handwerker in den Städten üben auch
heute noch die Goldschmiedekunst aus. Diese Gegend ist auch für
traditionelle Webstoffe bekannt. Besonders bemerkenswert sind die
Baumwollstoffe von Ksar Hellal und die Wollstickereien von Mahdia
und El Djem (s. Historische Stätten). In Hergla werden Filter
aus Alfalfa hergestellt, die im ganzen Land für die Olivenpressen
benutzt werden. Viele der Städte und Dörfer stehen auf Ruinen
römischer und punischer Siedlungen. Die Museen von Sousse und El
Djem beherbergen Sammlungen mit ungewöhnlichen Mosaiken, die den
außergewöhnlichen Reichtum dieser Gegend während der römischen
Herrschaft zeigen. Dieser Reichtum war einer der Gründe, der die
Araber bewog, die größten Städte hier zu errichten - Kairouan,
ein wichtiger religiöser Mittelpunkt, und Mahdia, heute ein
beliebter Urlaubsort.
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Sousse, Tunesiens drittgrößte Stadt, ist eine bedeutende
Hafenstadt und liegt in einer günstigen Position an der Ostküste.
Die Sandstrände reichen bis zum 7 km entfernten Port el Kantaoui
im Norden und sind ideal für Pferde- und Kamelritte. Die meisten
Hotels liegen außerhalb dieser modernen Stadt, deren Cafés, Bars,
Diskotheken und ausgezeichnete Restaurants Alternativen zu den von
den Hotels angebotenen Unterhaltungen und Folkloreabenden bieten.
Imposante uralte Wehrgänge umgeben die Altstadt. Das Ribat aus dem
8. Jahrhundert gehört zu einer Kette von befestigten Klöstern, die
gebaut wurden, um Nordafrika gegen Angriffe der Christen zu
verteidigen. Von den Wachtürmen aus hat man einen guten Blick über
die Medina und die Gartenterrasse des Museums - dessen faszinierende
»Zeichentrick«-Mosaiken man gesehen haben muss.
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Port el Kantaoui ist ein Gartenstädtchen mit Jachthafen und
einem Meisterschafts-Golfplatz. Viele Hotels haben große
Rasenflächen, die zu den feinsandigen Stränden herabführen. Es gibt
ausgezeichnete Möglichkeiten zum Hochseefischen.
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Monastir, 24 km weiter südlich, ist ein kleiner Urlaubsort
und bekannt für seine Moschee aus dem 10. Jahrhundert. Monastir ist
eine Mischung aus alt und modern. Während der Hochsaison gibt es
zahlreiche Feste und Pferderennen. Außerdem kann man auch ein Museum
für Islamische Kunst besuchen.
21 km weiter südlich liegt der Marktort Moknine. Ein Teil der
Bevölkerung ist jüdisch, und ihr traditioneller Schmuck gehört zu
den faszinierendsten Ausstellungsstücken im kleinen Volksmuseum.
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Mahdia liegt 25 km weiter südlich an der Küste, ist ein
Fischerstädtchen und Urlaubsort. Der allgegenwärtige Obaid Allah,
bekannt als der Mahdi, baute Mahdia im 10. Jahrhundert zur Hochburg
und Hauptstadt der Fatimiten-Dynastie auf.
Die Inseln Djerba und Kerkennah
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Die Insel Djerba hat eine Größe von 514 qkm und ist über einen 6 km
langen Damm mit dem Festland verbunden. Eine Fähre verkehrt
regelmäßig, und es gibt einen Flughafen. Houmt Souk ist die
Marktstadt für die umliegenden Bauernhöfe und Dörfer. Es gibt ca. 40
Hotels an den Stränden. Mehrere Dörfer auf Djerba spezialisieren
sich auf ein bestimmtes Produkt - in Guellala wird z. B.
Keramik hergestellt, und in Adjim taucht man nach
Naturschwämmen.
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Kerkennahs zwei bewohnte Inseln, Gharbi und Chergui, sind mit
der Autofähre vom schönen Sfax aus erreichbar. Es gibt ein
Feriendorf und mehrere Hotels. Die einzige vorhandene Industrie ist
die Fischerei. Kerkennah ist bekannt für seine traditionellen und
farbenfrohen Hochzeiten.
Zentraltunesien
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Die Oasen und Chotts (riesige getrocknete Salzseen) lassen eine
eigenartige und unheimliche Atmosphäre entstehen. Die Chotts sind im
Sommer weiß überkrustet (zu dieser Jahreszeit sind die Straßen am
besten befahrbar) und erwecken den Eindruck unendlicher Weite.
Trugbilder in Form von Palmen kann man manchmal am Nachmittag sehen.
In den Oasen wachsen zahllose Dattelpalmen.
Das leicht erreichbare Gabès ist eine im Süden gelegene Oase
am Meer; man kann mit einer Pferde-Calèche durch die Straßen der
Oase fahren. Gabès hat auch einen Hafen und ist idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge durch die Chotts zu den landeinwärts
gelegenen Oasen Gafsa, Tozeur, Nefta und Douz oder
weiter südlich zur Sahara und den Matmata-Bergen (s. Der Süden).
Gafsa, etwa 160 km landeinwärts, ist eine Stadt mit rosaroten
Mauern; eine Thermalquelle (30°C) verteilt sich über drei römische
Zisternen. Der Zoo liegt am Stadtrand.
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Tozeur ist vielleicht die üppigste Oase des ganzen Landes.
200 Quellen bewässern Tausende der besten Dattelpalmen. Man kann auf
einem Esel oder auf einem Kamel durch die Oase reiten. Die Gebäude
wurden aus ungebrannten Ziegeln in einem geometrischen Muster
gebaut. Tozeur hat einen internationalen Flughafen und wird oft, wie
auch Nefta, mit einem Küstenort kombiniert als Pauschalreiseziel
angeboten.
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Nefta: Die Stadt besteht aus sandfarbenen Häusern und liegt
auf einem Hügel oberhalb der Oase. Trotz eines luxuriösen
4-Sterne-Hotels fühlt man sich wie in einer abgelegenen Grenzstadt.
Nördlich von Tozeur und Nefta liegen die von Lehmwällen umgebenen
Dörfer Chebika, Tamerza und Mides.
Im Südosten, hinter Kebili, liegt Douz an der Grand Erg
Oriental, dem großen Sandsee der östlichen Sahara. Donnerstags wird
der Kamelmarkt abgehalten, der, ebenso wie die Marhoul-Zeremonie,
äußerst schöne Fotos liefert - dieses Sahara-Fest findet jedes Jahr
im Januar in der Nähe von Douz statt; man feiert den Beginn des
saisonbedingten Abwanderns der Nomaden in die Wüste mit Ritualen wie
Kamelringen und Dichterturnieren, Folkloretänzen und musikalischen
Darbietungen.
Mitunter sieht man eine »Wüstenrose«: kristallisierte Mineralien
werden durch starke Sonnenbestrahlung zu blumenähnlichen Formen
»gebacken«.
Anmerkung
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Jeder Ausflug in die Wüste muss sehr sorgfältig geplant werden; ein
entsprechendes Fahrzeug, ausreichende Verpflegung, genug Wasser und
ein erfahrener Führer sind lebensnotwendig (s. Reiseverkehr -
National). Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants findet man
überall in Südtunesien. Gepflasterte Straßen und Sandwege
ermöglichen die Fahrten zu Sehenswürdigkeiten.
Der Süden
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Ein unterirdisches Hotel in einer Mondlandschaft, Höhlensiedlungen
tief im Berg und wie gigantische Honigwaben anmutende Häuser in
uralten steinernen Getreidesilos sind nur einige der faszinierenden
Sehenswürdigkeiten, die man südlich von Gabès, Djerba oder Zarzis
besuchen kann.
Tunesien, und besonders der Süden des Landes, diente viele Male als
Kulisse für Hollywoodfilme. Unter anderem wurden hier Teile der Star
Wars-Filme (Krieg der Sterne) gedreht. Örtliche Veranstalter bieten
Ausflüge zu den bekanntesten Drehorten an. Weitere Informationen
sind von den Fremdenverkehrbüros erhältlich.
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Matmata und andere Berberdörfer bestehen zum großen Teil aus
in den Erdboden gegrabenen Vertiefungen: ein guter Schutz gegen
Sommerhitze und raue Winterwinde. Es gibt sogar unterirdische
Ölfabriken, in denen Kamele benutzt werden, um die Olivenpressen zu
betreiben. Kuppeln, die über den Erdboden reichen, sind Zeichen für
Marabouts, Schreine heiliger Männer.
Die Landschaft Matmatas besteht aus stark verwitterten kegelförmigen
Hügelchen, die von engen Schluchten durchzogen werden, in denen hier
und da Oliven- und Feigenbäume wachsen.
Die Straße südöstlich von Gabès führt durch Mareth nach
Medenine. Diese Marktstadt hat ein Ksar, eine befestigte
Zitadelle, die von alten Getreidespeichern (Ghorfas) umgeben ist;
einige der Silos sind 2-3 Stockwerke hoch und z. T. bewohnt. Andere
Ghorfas wurden zu Gasthäusern umgebaut oder sind kleine Läden, in
denen man Silberschmuck der Beduinen kaufen kann. Auf einer
Rundfahrt von Medenine nach Foum Tataouine kann man weitere Ksars
besichtigen, einschließlich Ksar Djouama (14. Jh.), Beni Kheddache
auf einer Bergspitze, Haddada mit einem kleinen Hotel und
Ghoumrassen in einem Tal. Alle haben Höhlenwohnungen. Die Straße
sollte mit einem Jeep befahren werden.
Die schönsten Berg-Ksars sind Ouled Soltane, südlich von
Tataouine und Chenini im Westen. Die Straße nach Chenini
führt im Zickzack durch eine zimtfarbene Berglandschaft.
Die Ausläufer der Sahara liegen südlich von Tataouine,
Remada und Borj Bourguiba. Einige örtliche
Reiseunternehmen veranstalten Fahrten mit dem Landrover.
Individualreisende sollten strengste Vorsorgemaßnahmen treffen, man
kann in der Wüste sehr leicht die Orientierung verlieren. Es ist
lebensnotwendig, den Posten der Nationalgarde in Medenine oder der
nächstliegenden Stadt zu benachrichtigen. Reiseroute, Zeitdauer und
Ziel der Fahrt müssen dem diensthabenden Offizier mitgeteilt werden;
ein entsprechendes Fahrzeug muss mit ausreichend Wasser,
Lebensmitteln, Reparatur- und Erste-Hilfe-Ausrüstung und Zelt
ausgestattet sein. Es sollte nur ein erfahrener Führer mitgenommen
werden, und es ist angebracht, genaue Wettervorhersagen einzuholen,
besonders für längere Fahrten. Am besten macht man sich zusammen mit
anderen Fahrzeugen auf den Weg und hinterlässt an jedem Gardeposten
die Reiseroute.
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Zarzis in der Nähe von Djerba ist ein Urlaubsort mit einer
Oase an der Küste, die aus rund 500.000 Palmen und 100.000
Olivenbäumen besteht.
Historische Stätten
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Tunesien verfügt über eine große Zahl teilweise gut erhaltener
Überreste punischer, römischer, byzantinischer und islamischer
Siedlungen.
Die bekannteste historische Stätte ist Karthago in der Nähe
von Tunis, Stadt der legendären Königin Dido, die mit Rom um die
Vorherrschaft im Mittelmeerraum rang.
Wahrzeichen der kleinen weißgetünchten Stadt El Djem (40 km
landeinwärts von Mahdia) ist das gut erhaltene Kolosseum. Die
ockerfarbenen Außenwände sind 35 m hoch, einst gab es hier 30.000
Sitzplätze.
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Kairouan (50 km landeinwärts von Sousse) ist nach Mekka,
Medina und Jerusalem die viertwichtigste Stadt des Islam. Sie wurde
670 n. Chr. von einem Anhänger des Propheten Mohammed gegründet, der
viele wundersame Erscheinungen hatte und steht an der Stelle, an der
eine Quelle entsprang. Es heißt, dass sieben Besuche in Kairouan
einer Fahrt nach Mekka entsprechen. Der Vorhof der Großen Moschee
(die auch von »Ungläubigen« besucht werden darf) soll an heiligen
Tagen bis zu 200.000 Pilger aufnehmen können. Es gibt viele andere
Moscheen und Schreine, die Große Moschee ist jedoch die heiligste
Stätte. Der Gebetsraum wird von einem mehrfarbigen »Säulenwald« aus
römischer, byzantinischer und arabischer Zeit getragen. Die 5 m
hohe, kunstvoll geschnitzte Holzkanzel stammt aus dem 9.
Jahrhundert, wie auch das Minarett mit 128 Stufen.
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Utica ist von Tunis oder Bizerte aus erreichbar und war
bereits um 1100 v. Chr. eine phönizische Kolonie. Damit ist sie
älter als Karthago, ihre Rivalin späterer Jahrhunderte. Durch ein
großes Rundbogentor kann man den Marmorfußboden eines Palastes und
den Rosmaringarten bewundern.
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Dougga liegt 100 km südwestlich von Tunis. Das 168 n. Chr.
von den Römern erbaute Theater hat 3500 Plätze und wird heute noch
für Aufführungen klassischer griechischer Dramen und der Comédie
Française benutzt. Das Kapitol soll das großartigste in Nordafrika
sein.
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Bulla Regia, südlich von Tabarka, hat viele interessante
Sehenswürdigkeiten aus römischer, frühchristlicher und
byzantinischer Zeit. Viele der besten Mosaiken sind ins Bardo-Museum
nach Tunis gebracht worden, aber der »Jagdpalast« besitzt Mosaiken
mit wilden Tieren und Jagdszenen sowie erkennbare Spuren des
Speisezimmers, der Küche und des Schlafzimmers.
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Sbeitla, 160 km landeinwärts von Sousse und Sfax, ist eine
der größten archäologischen Stätten des Landes. Es gibt unzählige
Ruinen römischer Tempel und Bäder, frühchristlicher Kirchen und
byzantinischer Festungen.
Essen & Trinken
Das tunesische Nationalgericht ist Couscous. Tajine ist ein
Lammeintopf. Zu den Spezialitäten zählen auch Fischgerichte, z. B.
Dorade (Meerbrasse) und Brik oder Brik à l'oeuf (Teigtasche mit
Eifüllung). Tunesische Gerichte sind oft mit Olivenöl zubereitet und
mit Anis, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Zimt, Safran, Minze,
Orangenblüten oder Rosenwasser gewürzt. In Tunis und anderen großen
Städten gibt es auch französische, italienische und andere
europäische Restaurants. Normalerweise wird am Tisch bedient.
Getränke: Maurische Cafés mit traditionellem Dekor servieren
ausgezeichneten türkischen Kaffee und Pfefferminztee mit
Pinienkernen. Tunesien produziert ausgezeichnete Tafelweine, Sekt,
Bier, Aperitifs und einheimische Liköre wie Boukha (aus Feigen
destilliert) oder Thibarine (Dattellikör).
Nachtleben
Von Oktober bis Juni finden Theater- und Konzertveranstaltungen von
einheimischen und ausländischen Ensembles statt. Internationale
Gruppen treten in den Theatern von Tunis, Hammamet und Sousse auf.
In den größeren Städten gibt es zahlreiche Kinos. Urlaubs- und
Stadthotels haben oft Nachtklubs.
Einkaufstipps
Kupferwaren, Gegenstände aus Olivenholz, Lederwaren, traditionelle
Kleidung (Kaftan, Djelaba, Burnus), Töpferwaren, Folklorepuppen,
Stickereien, Kacheln, Silberwaren, emaillierter Schmuck und
Teppiche. Öffnungszeiten der Geschäfte: 08.00-12.00 und
16.00-19.00 Uhr im Sommer, 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr im
Winter. Wochenmärkte: An bestimmten Wochentagen finden in den
Medinas der Städte und Dörfer Märkte statt, die Souks genannt
werden. Alle Produkte der Region werden angeboten. Es gibt auch
ONAT-Geschäfte (Office National de l'Artisanat Tunisien), in denen
die Waren zu Festpreisen angeboten werden. Bei Bezahlung in Devisen
erhält man in ONAT-Läden 10% Rabatt. Auf Artikel, die in EU-Länder
geschickt werden und deren Wert 2045 € nicht übersteigt, wird keine
Steuer erhoben (hierfür ist ein EUR 1-Formular erforderlich). Bei
jedem Einkauf von mehr als 5 TD muss man sich eine Quittung geben
lassen und diese zusammen mit den Umtauschquittungen der Banken bei
der Ausreise vorzeigen.
Sport
Segelfliegen kann man in einem eigens hierfür eingerichteten
Zentrum in Djebel Rassas, 25 km von Tunis entfernt. Segelflugzeuge
und qualifizierte Ausbilder stehen zur Verfügung. Golf:
Ausgezeichnete Golfplätze gibt es in Port el Kantaoui (in der Nähe
von Sousse), Monastir (zwei), Tabarka, Tunis, Hammamet (zwei) und
einer auf Djerba. Angeln und Tiefseefischen bieten
sich an. Außerdem kann man beim Korallentauchen in Tabarka, beim
Krakenfischen auf den Kerkennah-Inseln oder beim Schwammtauchen in
Sfax, auf der Insel Djerba und im Golf von Gabès zusehen. In Tabarka,
Monastir und Port el Kantaoui gibt es Tauchzentren. Ein
Taucheranzug ist nur zwischen November und April nötig. Zum
Tiefseefischen muss man die eigene Ausrüstung mitbringen und sich an
Ort und Stelle über die Naturschutzbestimmungen informieren. Wer
seine eigene Ausrüstung mitbringt, kann seine Atemgeräte in den
Büros der Société d'Air Liquide in Megrine (7 km von Tunis entfernt)
und Sfax auffüllen lassen. Im Falle eines Unfalls stehen die
Dekompressionskammern des Flottenstützpunktes in Bizerte zur
Verfügung. Schwimmen: In Tunis gibt es drei öffentliche
Schwimmbäder. Die meisten Hotels an der Küste haben geheizte
Swimmingpools und Privatstrände. Vogelbeobachtung: Zahlreiche
Vogelarten finden in den Nationalparks einen geschützten Lebensraum.
Die Korkeichenwälder von Ain Draham, der See und die Sümpfe von
Ichkeul in der Nähe von Bizerte, die Felsenhügel und Steppen von Kef
bis Kasserine und die Oasen und Wüsten im Süden des Landes haben
alle ihre charakteristischen Vogelarten. Heilbäder: Es gibt
über 100 heiße Quellen in Tunesien, in erster Linie im Norden des
Landes. In den größten Badeorten gibt es ausgebildetes Personal mit
Kenntnissen verschiedener Kurmethoden. Näheres vom
Fremdenverkehrsamt. Segeln: Port el Kantaoui ist ein
internationaler Hafen mit Liegeplätzen für 340 Boote, Hafenmeister,
Tiefseenavigationsschule, Segelschule, Schiffsausrüstern,
Bootsvermietung und Trockendock. Die Preise sind konkurrenzfähig,
besonders für das Kielholen im Winter. Ein Jachthafen in Monastir
hat ähnliche Einrichtungen. Ein weiteres Segel- und Wasserskizentrum
mit Jachthafen ist Le Club Nautique de Sidi-Bou Said. Der Jachthafen
von Tabarka wurde vor kurzem fertiggestellt.
Veranstaltungskalender
Mai 2007 Lag B'Omer Wallfahrt nach La Griba, Djerba.
Mai Festival of the Sparrow Hawk, El Haouaria. Jul.-Aug.
Internationales Kathargo-Festival. Juli-Aug. Internationales
Festival der Hammamet (Künstler-Festival). Sept. Coralis
Festival (Unterwasserfotografie), Tabarka. Nov. Festival der
Oasen (Kamelrennen), Tozeur; Sahara Duoz Festival (Wüsten-Folklore).
Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrsämtern erhältlich
(s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Gastfreundschaft spielt eine
große Rolle, und kleine Geschenke der Anerkennung oder als Zeichen
der Freundschaft sind immer willkommen. Kleidung darf zwanglos sein,
aber im Hinblick auf den überwiegend islamischen Glauben der
Bevölkerung sollten Frauen weder bloße Knie noch Schultern zeigen.
Badekleidung gehört an den Strand. Trinkgeld: 10% für alle
Dienstleistungen.
Infos und Buchung
Viel Spass bei Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
reiseknaller.com
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