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Im Weinland
Madeira können Weinkeller besichtigt werden. Einer der
ältesten ist der von Säo Francisco, in einem Kloster aus dem
16. Jh. untergebracht. Es gibt vier Basisweine, Sercial, ein
trockener, frischer, belebender Wein, Verdelho, mehr Körper
als der Sercial, halbtrocken, Bual, starker Körper, fruchtig
und halbschwer, Mamsey, stark farbig, mild, ausgesprochen süß.
Berühmte Weinerzeuger sind Blandy's, Leacock's, Cossart Gordon
& Co. und Miles.
Madeira bietet vielfältige Sportmöglichkeiten. Wanderungen,
z.B. die 14 km lange, geführte Tour vom Boca da Corrida, mit
Blick auf den höchsten Inselberg, nach Ribeira do PoQo und
Encumeda, oder die Tour zum Pico Ruivo mit Blick auf die
vielfältige Landschaft, Mountainbike-Touren, Golf, Reiten,
Tennis, alle Arten Wassersport, wie Segeln, Wasserski,
Windsurfen, Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen, Fischen und
Hochseeangeln.
Der Flugplatz von Madeira liegt an der Südostküste, die
Landebahn ist weit ins Meer hinausgebaut. Von hier bestehen
Flugverbindungen nach Europa, Südamerika und Afrika. Funchal
wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen auf ihren
Atlantikrouten angelaufen.
Porto Santo
50 km nordöstlich von Madeira liegt die Strandinsel Porto
Santo (41 qkm, 11 x 6 km,
Einw.) mit dem malerischen Ferienort und der Hauptstadt Vila
Baleira (Fährverbindung mit Funchal, Überfahrt 1.30 h mit
Schnellboot Pätria, bzw. 50 min mit dem Tragflächenboot und
Flugverbindung mit TAP-Air Portugal oder LAR, der regionalen
Fluggesellschaft, Hubschrauberflüge mit HeliAtlantis). Da
Madeira selbst keine großen Strände besitzt, zumeist gibt es
Felsküste, sind die insgesamt 9 km
gen, sehr feinen und goldgelben Sandstrände an der gesamten
Südküste der Insel sehr beliebt. Die anderen Küsten sind
felsig und beliebt bei Tauchern. Das Wasser ist warm und
sauber, die Temperaturschwankungen im Jahresmittel sehr
gering, Zahlreiche Kleinstinseln und Klippen von beachtlichem
Ausmaß sind der Insel vorgelagert, so wie die Ilheu Cima
(oberes Inselchen), Ilheu do Farol (Leuchtturm-Inselchen),
Ilheu de Baixo (unteres Inselchen) und die Klippen Cal (Kalk),
Ilhäus do Ferro (Eiseninselchen), Fonte da Areia (Sandquelle)
und Cenouras (Mohreninselchen).
Porto Santo ist trocken und fast kahl, um der Erosion
entgegenzuwirken, hat man mit der Anpflanzung von Bäumen und
Sträuchern begonnen. Zum Erscheinungsbild gehören kleine
Vulkankegel, höchste Erhebung ist der 516 m hohe Pico do Facho,
weiße Kapellen, Windmühlen und Baudenkmäler, Ruinen der ersten
Besiedlung. Die einfachen Restaurants sehen zwar wie aus
Brettern zusammengenagelt aus, der gegrillte Fisch ist aber
ausgezeichnet. Heilwirkung haben die Mineralquellen der Insel,
ebenso wie die hier wachsenden Weintrauben (u.a. Lähmungen,
Warzen, Rheumatismus, Kalkmangel, Rachitis).
Die Insel wurde 1418 von Joäo Gongalves Zarco und Tristäo Vaz
Teixeira entdeckt. Die Besiedlung begann 1420 durch Bartolomeu
Perestrelo. Columbus verbrachte einige Jahre seines Lebens auf
dieser Insel, er heiratete Fili pa Moniz, die Tochter
Pestrelos. Hier begann er die Pläne auszuarbeiten für seine
"Indienreise". Das Kolumbushaus kann in der winzigen
Hauptstadt besichtigt werden, daneben die Kleine Kirche mit
Gemälden aus dem 17. Jh. Auf dem Pico do Castelo, im
Hintergrund der Stadt gelegen, können die Ruinen einer Burg
aus dem 16. Jh. besichtigt werden.
Ilhas Desertas
Zu den Ilhas Desertas (verlassene Inseln) gehören Chäo, eine
flache Insel mit einem Leuchtturm, und Bugio, eine gebirgige
Insel. Beide sind unbewohnt, können aber mit Ausflugsbooten
besucht werden. Die Inseln sind das Tauch- und
Schnorchelrevier Madeiras.
Ilhas Selvagens
Im Süden liegen den Kanarischen Inseln vorgelagert die Ilhas
Selvagens (wilde Inseln). Es sind kleine Felsenriffe, die
unbewohnt sind. Hier soll der Schatz von Kapitän Kidd
versteckt sein.
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