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Die Inselgruppe
der Malediven liegt im Indi- schen Ozean, südwestlich Indiens
und Sri Lan- kas. Die Koralleninseln liegen direkt um den
Äquator gruppiert, wobei der größere Teil im Norden liegt.
Die Inselgruppe hat eine Ausdehnung von etwa 800 x 130 km und
besteht aus rund 1200 Inseln und Inselchen, meist mit einem
weißen Sandstrandring und einem tropisch-grünen Busch- und
Palmenschopf versehen. Keine Insel ist größer als 13 qkm, die
Hauptinsel Male mißt 1,7 x 1 km (56.000 E) und liegt im
Zentrum des Male-Atolls (87 Inseln).
Nur 202 Inseln sind bewohnt, über 70
bisher als Touristen-Resorts (Hotelinseln) aus- gebaut und es
werden ständig mehr.
Die Koralleninseln sind in der Regel flach, 1-2
m hoch, es gibt keine Erhebungen, keine Flüs- se, höchste
Erhebung ist 5 m.
Zu bestimmen, wieviele Atolls die Malediven umfassen, ist
schwierig, Verwaltungstechnisch gibt es 19 Atollgruppen,
geografisch 23.
Diese Atolle teilen sich in Nord-, Zentral- und Südgruppe. Die
Nordgruppe wird vom zentra- len Teil (mit Male und dem
International Air- port) durch den Kardiva (5. Breitengrad)
Chan- nel getrennt. Der Südteil wird durch den 1 1/2
Grad-Kanal vom zentralen getrennt und selbst
vom Äquator geteilt.
Die Malediven standen von 1887 bis 1965 unter britischem
Protektorat. 1968 wurde aus dem Sultanat eine islamische
Republik.
Das Klima ist subtropisch feuchtheiß, durch die ständige Nähe
zum Meer, durch frische Brisen etwas gemildert. Neuankömmlinge
brauchen allerdings einige Eingewöhnungstage, da auch nachts
keine wesentliche Temperaturänderung eintritt. Die
Temperaturen sind das ganze Jahr über gleichbleibend.
Monsunregenzeiten sind von Mai-Okt und Nov-April.
Hauptwirtschaftszweige sind der Fischfang und der Tourismus,
daneben Palmenprodukte. Auf den Insel gedeihen Bananen,
Papayas, Brotfrüchte, Cassavas, Bete!, Wassermelonen, die
Tierwelt umfaßt lediglich Kriechtiere (Eidechsen, Geckos),
Schildkröten und Seevögel. Die Unterwasserwelt mit ihrem
Fischreichtum ist legendär.
Die Tauchreviere der Malediven gelten als eine der schönsten
der Erde. Leider sind mittlerweile schon sehr viel betauchte
Reviere durch unsachgemäße Korallenausbeute (trotz Verbots) in
ihrem Bestand gefährdet.
Die Tauchschulen und -unternehmen der einzelnen Inselresorts
verlangen ein ärztliches Unbe-
denklichkeitsattest. Tauchgänge über 30 m sind nicht erlaubt.
Über die verschiedenen Tauchreviere (Innenriff, Außenriff,
Atollmitte, Kanäle) informieren die Tauchschulen.
Male, die Hauptstadt, liegt im Süden des NordMale-Atolls,
östlich davon liegt die Insel mit dem International Airport
Hulule. Auf den Inseln der Nord- und der Süd-Male-Atolle
liegen die meisten Hotelanlagen, Male selbst hat ca. 3 Dutzend
einfache Gästehäuser. Sehenswert sind der Palast und die
Freitagsmoschee, mit ihrer goldenen Kuppel (1986 restauriert)
sowie der Friedhof mit den Gräbern verstorbener Sultane. Ein
Erlebnis sind die Geschäfte und Märkte der Hauptstadt.
Segel- und Motorschiffe (Dhonis) verbinden die Inseln
untereinander, das Vorankommen ist jedoch zeitraubend. Fahrrad
und Handkarren sind Transportmittel auf den bewohnten Inseln,
Autos (Taxis) nur auf Malä.
Internationale Flüge (meist Charters) über Mal& es gibt
mittlerweile 3 nationale Airports (von Air Maldives
angeflogen), Kadhdhoo Airport, im südlichen Haddummati Atoll,
Hannimadu Airport, im nördl. Tiladummati Atoll und Gan Airport
(ehem. RAF-Flugplatz), im Addu Atoll, im äußersten Süden.
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