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    Malta

 

   

Der Inselstaat Malta liegt im Mittelmeer, 94 km südlich von Sizilien und 290 km östlich von Tunesien, und liegt fast in der Mitte zwischen Gibraltar (1836 km) und Alexandria (1519 km). Er besteht aus den Inseln Malta, Gozo, Comino und zwei weiteren kleinen und unbewohnten Inseln.
Auf Malta gibt es weder Berge noch Flüsse. Es bildet ein Plateau, das mit einigen Hügeln von der Nordostküste nach Südwesten ansteigt und eine Höhe von 253 m erreicht. Die an den Hängen der Hügel in Terrassen angelegten Felder werden vom Wind durch Steinwälle geschützt. Die Nord- und Westküste ist buchtenreich und flach, die Südküste steil und teilweise unzugänglich. Die Landschaft Gozos ist ebenfalls plateauartig, größte Höhe ist 176 m.
Wegen seiner strategischen Lage ist Malta schon immer Zankapfel der großen Nationen gewesen. Um 4000 v.Chr. wurde es zunächst von Sizilien aus besiedelt, aus der Zeit um 2800 bis 1900 v.Chr. sind die megalithischen Tempelbauten erhalten (Hagar Qim bei Qrendi, Gantija auf Gozo, die unterirdische Tempelanlage von Hal Saflienj, das sog. Hypogäum, eine Kultstätte, in der über 7000 menschliche Gebeine gefunden wurden). Im 9. Jh. v.Chr, geriet es in den Machtbereich der Phönizier (sie gaben den Namen "Malet", das bedeutet "Schutz" oder "sicherer Platz"), danach der Karthager, im 3. Jh. v.Chr. wurde es römisch. 60 n.Chr. erlitt der Apostel Paulus vor der Küste Schiffbruch, danach wurde die Insel christianisiert.

Die Katakomben aus dem 4./5. Jh. deuten auf ein blühendes Gemeinwesen hin. Im 9. Jh. geriet Malta unter arabische Herrschaft bis zur Rückeroberung im Jahre 1090. im Jahre 1530 gab Karl V. von Spanien die Inselgruppe dem Johanniterorden zum Lehen. Nach der Besatzung durch Napoleons Truppen 1798 eroberte England die Inseln, sie wurden enalische Kolonie von 1800 bis 1964, als sie die Unabhängigkeit erreichten. Seit 1974 ist Malta Mitglied des British Commonwealth.
Timpana
Selbstgemachte Nudeln und eine kräftige, gut gewürzte Fleischsoße werden in ein Teigblatt gefüllt und im Steinguttopf im Ofen überbacken.
narebell
Cremige Gemüsesuppe aus jungen Kürbissen.

In der Wirtschaft spielt die Landwirtschaft eine große Rolle (Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Feigen, Weintrauben und Zitrusfrüchte), daneben Manufakturen für Textilien und Lederwaren. Der Tourismus bekommt stärkeres Gewicht (1990 waren es 870.000 Besucher, davon die Hälfte Engländer, die zweitstärkste Gruppe sind Deutsche mit 130.000). Eine wichtige Rolle spielen die Sprachkurse "Englisch lernen unter der warmen Sonne Maltas" und die Wintertrainingslager der Leichtathleten.
Die Hauptstadt Valetta (die Malteser sagen "II Belt" - "die Stadt") liegt an der Nordostküste. Sehenswert ist die Altstadt mit den engen Gas-

sen und bunten Balkonen, das Fort St. Elmo auf der äußersten Spitze der Halbinsel, die St. Paul's Shipwreck Church (17. Jh.) mit Fresken aus dem Leben des Apostel Paulus, der Palast der Ritter "Auberge de Castille" (16. Jh.) und das ehemalige Gerichts- und Gefängnisgebäude der Ritter "Castellania".
Cottonera ist ein aufwendiger Befestigungsring um die drei Städte Vittoriosa, Senglea und Cospicua, dessen Bau 1670 vom Großmeister des Ordens der Cottoner begonnen wurde. Einen Besuch lohnen die malerischen Fischerdörfchen Marsaxlokk, Birzebruga und St. Julian's. Die schönste Stadt der Insel ist wohl Mdina mit ihrer Vorstadt Rabat, schon vor Jahrhunderten "Cittä Notabile" - die Erhabene genannt. Vollkommen von einer Festungsmauer umgeben ist die Altstadt mit Kathedrale erhalten geblieben. Wer durch die Stadttore tritt, wird augenblicklich ins Mittelalter zurückversetzt.
Malta bietet mit seinen ganzjährig günstigen Wassertemperaturen die ideale Basis für alle Wassersportarten: Baden, Schnorcheln, Tauchen, Surfen, Segeln, Motorbootfahren und
"Luzzu", das typische maltesische Fischerboot
Wasserski. Die Felseninsel bietet folgende schön gelegene Sandstrände: St. Pauls Bay, Anchor Bay, Millieha Bay, Tower und Armier Bay, Paradise Bay, Ramla Bay und Golden Bay.
Gozo
Die Insel Gozo ist weitgehend noch unberührt, hier leben die Fischer und Bauern mit ihren von Mulis gezogenen Karren wie vor langer Zeit. Gozo ist durch den 5 km breiten Comino Channel von Malta getrennt. Die Insel ist wesentlich grüner als Malta. Hauptort ist Victoria, von den Einheimischen immer noch Rabat genannt, mit der Zitadelle und Kathedrale. Gemütliche Fischerdörfer an reizvollen Badebuchten sind Xlendi im Süden, Mgarr im Osten und Marsalforn im Norden der Insel. Alte Bauernhäuser und Megalith-Tempel, wie der Steinzeittempel von Ggantija mit seinen gigantischen Steinblöcken, prägen das Landschaftsbild. Sehenswert ist das Blaue Fenster am Dwejra Point im Südwesten der Insel, ein Naturtor aus Felsen mitten im Wasser. In der Ramla Bay kontrastiert der rötliche Sandstrand mit dem Grün der Landschaft.
Comino
Das 2,75 qkm kleine Inselchen Comino (auch Kemmuna = Kümmelinsel genannt) zwischen Gozo und Malta ist ein Taucherparadies. Es hat 20 Einwohner und ein Hotel. Comino hat malerische Felsbuchten und Sandstrände, eine kleine Kirche und die Reste eines Forts. Die geschützte "Blaue Lagune" war früher Schlupfwinkel für Piraten.
Zwischen den Inseln bestehen regelmäßige Bootsverbindungen. Von Valetta bestehen Linienschiffsverbindungen nach Neapel via Sizilien, kombinierte Fracht- und Passagierschiffsverbindungen von Holland, GB, Portugal, Spanien, Deutschland und Polen. Malta wird von allen


 
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