Sulu-Archipel
Der Sulu-Archipel liegt im äußersten Südwesten der Philippinen, südlich der Westspitze der Insel Mindanao und der Nordostspitze Borneos. Die Vulkaninseln gehören zum Hoheitsgebiet der Philippinen und bestehen aus rund 80 größeren und fast 3000 kleineren Inseln. Westlichste Insel ist Cagayan de Sulu mit dem gleichnamigen Hauptort, knapp 300 km abseits gelegen. Der Archipel unterteilt sich in Nord-, Zentral- und Südteil. Die Hauptinsel des Nordens ist Basilan mit lsabela als Hauptstadt. Zentral-Sulu hat Job o als größte Insel mit Job o als Hauptstadt. Größte Insel des Südteils ist Tawitawl mit Balimbing als Hauptort. Hauptstadt des ehemaligen Sultanats Sulu ist Job. Die Inseln haben großartige, einsame Sandstrände in Bilderbuchbuchten, die tropischen, dichtbewaldeten Eilande stellen das islamische Zentrum der sonst überwiegend christlichen (katholischen) Philippinen dar. Zamboanga, auf der Südwestspitze der Insel Mindanao, ist Ausgangsstation, um auf den Inselbogen zu kommen, der die Verbindung von den Philippinen nach Borneo darstellt. Die Inseln sind z.T. für Touristen gesperrt, da es immer wieder zu Kämpfen mit Regierungstruppen kommt. Auf den Sulus gibt es keinen organisierten Tourismus, weil die wenigen hier stationierten Regierungstruppen nicht für die Sicherheit von Ausländern garantieren können. Die Inseln wurden im 14. Jh. islamisiert und wehren sich bis heute erfolgreich, in das philippinische Staatswesen integriert zu werden. Immer Wieder werden Sulu-Archipel Piratenüberfälle auf Schiffe und Kaufleute gemeldet, Zentrum der seeräuberischen Rebellen ist der Job- Archipel, im im Zentrum der Sulu-Inseln. Die Städte Basilan, Job o und Balimbing mit ihren Pfahlbauten am Hafen machen einen ärmlichen Eindruck. Die Dörfer bestehen ebenfalls aus Holzhütten. Die Hauptstadt Job, in der eine Garnison der Regierung stationiert ist, bietet ein Bild der Zerstörung nach den jahrelangen Kämpfen mit den Rebellen. Die spanische Festung ist nur noch eine Ruine. Im Süden Jolos leben die berühmten Seenomaden (Seezigeuner). Es sind einfache Fischer, die von Perlen- und Muschelfischerei leben. Ihre traditionelle Lebensweise, auf Booten herumzuziehen und zu leben, haben sie mittlerweile weitgehend aufgegeben. Sehenswert sind allerdings ihre weit draußen auf den Korallenriffen gebauten Pfahlhütten. Am südwestlichen Ende des Archipels, durch die Sibutu Passage von Borneo getrennt, liegt die Insel Tawitawi, mit dem heiligen Berg Bonggaw (Bongao), südlichster Punkt ist Sibutu Island, 15 km nördlich von Borneo. Alle großen Inseln sind mit Fähren und per Flugzeug verbunden.