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Die Republik San
Marino liegt mitten in Italien, etwa auf der Höhe von Rimini
und in der Luftlinie ca. 10 km von der Adria entfernt. Es
liegt zwischen den italienischen Regionen EmiliaRomagna und
Marche-Montefeltro. Schon von weitem ist die märchenhafte
Bergfestung zu erkennen. Die Landschaft ist hügelig mit dem
senkrecht aufragenden Monte Titano mit seinen drei Gipfeln
(alle sind fast 750 m hoch) im Zentrum. Die Gipfel sind von
Festungsanlagen gekrönt (La Rocca o Guaita, Cesta o Fratta,
Montale), hier liegt auch die Hauptstadt San Marino. Am Fuße
des Monte Titano liegen die Orte Serravalle, Borgo Maggiore,
Faetano, Domagnano, Chiesanuovo, Acquaviva, Fiorentino und
Montegiardino.
Nach der Legende soll der Monte Titano zuerst von einer
kleinen Christengemeinde besiedelt worden sein, die vor der
Verfolgung Kaiser Diocletians hier Zuflucht suchten. Eine
andere Legende spricht davon, daß eine Edelfrau den
gottesfürchtigen Steinmetzen Marino, der auf dem Berg lebte,
um Hilfe anging und zum Dank diesem Mann und seinen Nachkommen
den Berg und dessen Umgebung schenkte. Das soll im Jahre 301
nach Chr. geschehen sein. Aus dem "Land San Marino" wurde
später die "Freie Stadt San Marino" und zum Schluß die
"Republik San Marino". Fast 1700 Jahre verstand es dieser
kleine Staat, sich aus allen Nachbarstreitigkeiten
herauszuhalten und seine Freiheit zu bewahren. In seiner
Geschichte ist San Marino nur zweimal besetzt worden (nur für
einige
Monate), 1503 durch Caesar Borgia und 1739 durch Kardinal
Giulio Alberoni. Sogar Napoleon ließ 1797 den Stadtstaat in
Frieden. Er war hingegen so begeistert von San Marino, daß er
anbot, San Marino könne seine Grenzen erweitern. Man lehnte
dankend ab. Das war das jahrhundertealte Rezept der Regierung,
seine Größe in seiner Kleinheit zu suchen.
Das Klima des Landes ist das Mittelitaliens. Der Himmel ist
meist klar mit gelegentlichen kurzen Schauern. Selten fällt im
Winter etwas Schnee. San Marino hat keine Bodenschätze.
Haupteinnahmequelle ist die Landwirtschaft, in den letzten
Jahrzehnten zunehmend Kleinindustrie und Tourismus mit Verkauf
von Keramik und Briefmarken. Die italienische Lira ist das
übliche Zahlungsmittel, seit 1972 gibt es aber wieder eigene
Münzen, die wie die Briefmarken begehrte Sammlerobjekte
geworden sind. Zu erreichen ist San Marino über die
italienische Autobahn A 14, Abfahrt San Marino, mit dem Bus
von der Bahnstation Rimini und über den Internationalen
Flughafen Rimini-Miramare. Von Borgo Maggiore führt eine
Seilbahn zum Berg. An der Bergstation befindet sich auch
gleich das Tourismusamt.
Zum Sehenswerten gehört die gesamte Stadt San Marino mit den
drei Befestigungsanlagen, die mit Wällen und engen Fußwegen
verbunden sind, das Regierungsgebäude (Palazzo Pubblico), die
Basilika von San Marino und die Kirche Santa Maria dei Servi
in Valdragone.
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